Jeanette Macchi macht sich stark für Behinderte in Armutsgebieten
Jeanette Macchi hat Projekte der Christoffel Blindenmission (CBM) in Uganda besucht. Die Begegnungen und Erlebnisse haben sie beeindruckt. Als CBM-Botschafterin setzt sie sich für Menschen mit Behinderung in den Entwicklungsgebieten ein.
«Ich möchte die Leute bewegen, aktiv für die Ärmsten der Armen zu werden», begründet Jeanette Macchi ihr Engagement als CBM-Botschafterin in der Schweiz. «Sie sollen die christliche Nächstenliebe weitertragen.» Ende September besuchte die Moderatorin des «Fensters zum Sonntag» in Uganda
CBM-Projekte für Behinderte.
An den Rand gedrängt
In den Entwicklungsgebieten fristen die meisten dieser Bedürftigen ein Dasein am Rande der Gesellschaft und in tiefster Armut. Jeanette Macchi lernte die Arbeit der CBM in einem Augenspital, einer Rehabilitationseinrichtung, einer Gehörlosenschule und einer orthopädischen Klinik nahe der Hauptstadt Kampala kennen. Dabei begegnete sie auch dem zehnjährigen Isaac, der vor über sieben Jahren am Grauen Star erblindet war. Er konnte weder zur Schule gehen noch mit seinen Freunden spielen. Durch einen Ausseneinsatz des Mengo-Augenspitals in seinem Dorf erfuhr die Familie von der Möglichkeit der Operation. Der Untersuch ergab, dass Isaac an beiden Augen am Grauen Star erblindet war. Die dabei trüb gewordenen Augenlinsen können operativ durch künstliche ersetzt werden. Mehr als 600 000 solche rettenden Eingriffe führen die CBM-geförderten Kliniken weltweit jährlich durch.
Erfolgreiche Operation
Ein paar Tage später wurde auch Isaac unter Vollnarkose an beiden Augen operiert – im Beisein von Jeanette Macchi. Tags darauf war sie dabei, als der Verband abgenommen wurde. Nach Jahren konnte der Junge nun erstmals wieder sehen. «Es war ergreifend zu erleben, wie der kleine Isaac zunehmend
aufblühte und plötzlich fröhlich lachte», schildert Jeanette Macchi. «Kaum zu glauben: Dieses Geschenk für ein selbständiges Leben dauert gerade mal 15 Minuten und kostet durchschnittlich 50 Franken, bei Kindern mit Vollnarkose 180 Franken. Mit einfachen Mitteln und für uns wenig Geld wird ein unglaublicher Unterschied im Leben eines solchen Kindes erzielt.» Noch warten Viele auf Hilfe: «In den Armutsgebieten sind Millionen Menschen am Grauen Star erblindet, darunter Zehntausende Kinder. Auch sie sollen das Augenlicht zurückerhalten. Dafür setze ich mich ein.»
- Dateien:
IDEA_Spektrum_41_2010.pdf [257 K]







