CBM fördert in Haiti einen Wiederaufbau der Behinderte einbezieht
Seit Januar 2011 setzt sich die CBM in Haiti für einen Wiederaufbau ein, der den Zugang für Behinderte gewährleistet. Sie bringt ihr Fachwissen bei den involvierten Partner ein, und stellt sicher, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einbezogen werden.
Konzept für einen umfassenden Zugang
Das Erschaffen einer barrierefreien Umgebung erfordert einen umfassenden Zugang, in welchem die ganze Bevölkerung, inklusive Menschen mit Behinderung, in Frieden und Sicherheit leben kann. Die ganze Bevölkerung muss Zugang zu denselben Orten besitzen.
Umfassender Zugang erstreckt sich auf:
- Gebäude
- Verkehrsinfrastruktur
- Dienstleistungen
- Informationstechnologie und Kommunikationssysteme
Vor dem Erdbeben im Jahr 2010 waren öffentliche Gebäude und Wohnhäuser nicht so gebaut, dass sie zugänglich für Menschen mit Behinderung waren. Falls dies der Wiederaufbau nicht berücksichtigt, dann wird den Menschen mit Behinderung der Zugang zu Grunddienstleistungen wie Schulen und Spitälern erneut verwehrt. Um für zugänglichen Wiederaufbau zu werben, welcher die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung deckt, konzentriert die CBM ihr Engagement auf die Raumplanung.
Das CBM-Programm für umfassenden Zugang
Folgende Punkte umfasst das CBM-Programm für einen umfassenden Zugang:
- Umsetzen der Zugangskriterien für den temporären und permanenten Wiederaufbau
- Bewusstseinsbildung bei den Akteuren des Wiederaufbaus
- Vermitteln von Fachwissen über behindertengerechtes Bauen
Fachmann vor Ort
Mit Benjamin Dard hat die CBM einen Fachmann für behindertengerechtes Bauen vor Ort. Er unterstützt die nationale Arbeitsgruppe - die mit dem Wiederaufbau betraut ist - und vor Ort tätigen Entwicklungsorganisationen. Zudem berät er CBM-Partner, die temporäre Unterkünfte erstellen. Kürzlich wurde ein Rehabilitationszentrum mit zugänglichen Toiletten versehen.
Schulung für behindertengerechtes Bauen
Um das Fachwissen für umfassend zugängliches Bauen zu erweitern, fand kürzlich eine Schulung statt. Daran nahmen 28 Personen teil, welche in Bauunternehmen oder in anderen Organisationen tätig sind. Sie beinhaltete zusätzlich zum Fachwissen auch eine Selbsterfahrung. Die nicht behinderten Teilnehmenden wurden in die Situation von Menschen mit Behinderung in einer städtischen Umgebung von Port-au-Prince versetzt.
Die CBM will die Barrieren für Menschen mit Behinderung in Haiti abbauen und die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren. Erste Schritte wurden unternommen, doch es braucht noch einen langen Atem, bis sich zum Beispiel Grundstandards für behindertengerechtes Bauen in Haiti durchgesetzt haben.







