In der Welt der Blinden
Wiler-Zeitung - Während einer Woche war Hannes Stüssi mit dem Erlebnismobil in Flawil zu Gast. In seinem Mobil befindet sich ein Tast-Parcours, der sensibilisieren soll.
FLAWIL. Hannes Stüssi, der ehemalige Pfarrer der Freien Evangelischen Gemeinde in Uzwil, tourt seit rund einem Jahr mit dem Erlebnismobil durch die Schweiz. Vergangene Woche hielt er sein Fahrzeug auf dem Lindensaal- Parkplatz an, um den Religionsschülerinnen und -schülern aus Flawil dieWelt der Blinden zu zeigen. Stüssi arbeitet für die Christoffel Blindenmission, CBM. Die Institution ist ein unabhängiges christliches Hilfswerk, welches weltweit in Entwicklungsgebieten tätig ist. Die CBM ermöglicht das Verhüten und Heilen von Blindheit und anderen Behinderungen.
Mit Brille und Stock
Wer das Erlebnismobil betritt, nimmt einen Blindenstock und setzt sich eine Brille auf, welche den grauen Star simuliert. Auf knapp zehn Metern Länge erlebt der Besucher des Mobils, wie es ist, nichts oder fast nichts zu sehen. «Blinde Menschen sind in armen Ländern verloren», sagt Stüssi. In den reichen Ländern bekämen Blinde Hilfe und Unterstützung; ihnen werde gezeigt,wie sie im Alltag zurechtkommen könnten. Mit Unterstützung und Hilfe seien auch die Sehbehinderten in den armen Ländern nicht ganz auf sich alleine gestellt, so Stüssi. Oft könne man die Augenkrankheiten behandeln, so wie den grauen Star beispielsweise.
Im Innern des Mobils
Im Innern des Mobils sind verschiedene Untergründe aus Holz, Holzschnitzel und Kies. Ein Ziehbrunnen mit Wasser steht im Raum, eine Palme aus Kunststoff daneben. Man habe eine Gegend im afrikanischen Busch nachahmen wollen, so Stüssi, und erklärt, dass es gegen den Schluss des Parcours wieder «zivilisiert» werde. Die Leitlinien am Boden, eine sprechende Uhr und eine Schreibmaschine, mit welcher man Texte in Brailleschrift verfasst, zeigen Beispiele auf, auf welche Hilfe ein blinder Mensch, vor allem in reichen Ländern, zurückgreifen kann.
- Dateien:
Wiler_Zeitung_Flawil.pdf [3.2 M]







