Ein Herz für Blinde
Volksblatt - ZÜRICH/VADUZ. Die Liechtensteiner haben ein Herz für Augenkranke und Blinde in Entwicklungsgebieten. Im vergangenen Jahr spendeten sie 245 725 Franken an die CBM Christoffel-Blindenmission, was 4915 Operationen am grauen Star entspricht.
Die Einwohnerinnen und Einwohner des Fürstentums Liechtenstein haben im Jahr 2008 245 725 Franken der CBM Christoffel-Blindenmission anvertraut. Augenkranken und blinden Menschen in den Entwicklungsgebieten haben sie dadurch die Zukunft geschenkt – ihre Geldspenden entsprechen 4915
Operationen am grauen Star.
Von den weltweit 45 Millionen Blinden leben 90 Prozent in den Entwicklungsgebieten. Von ihnen ist jeder dritte an der Linsentrübung grauer Star (Katarakt) erblindet. Die alte, trübe Linse zu entfernenund eine künstliche einzusetzen, kostet umgerechnet nur geradefünfzig Franken.
Über 9 Millionen Operationen
Knapp zwei Operationen pro Minute – Tag für Tag: Aus Spendenermöglichte die weltweite CBM letztes Jahr mehr als 900 000 Augenoperationen. Bis heute hatdie CBM über 9 Millionen Operationenam grauen Star realisiert – mehr als die Schweiz Einwohner zählt. Gegründet wurde das Hilfswerk 1908 von Pfarrer Ernst Christoffel. Seitdem engagiert es sich inden Entwicklungsgebieten für mittellose blinde, gehörlose und anders behinderte Menschen.
Vom grauen Star zu heilen ist ein Schwerpunkt von «Vision 2020 –das Recht auf Sehen». Diese weltweite Aktion zur Verhütung vonBlindheit wurde von der CBM initiiert und 1999 von der Weltgesundheitsorganisation WHO gestartet. Die Aktion hat zum Ziel, dass ab dem Jahr 2020 niemand mehr anvermeidbarer Blindheit leiden muss. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat in der Schweiz die Schirmherrschaft von «Vision2020» übernommen.
Die CBM dankt allen Spenderinnenund Spendern aus dem Fürstentum Liechtenstein für ihre grosse Hilfe im vergangenen Jahr.
- Dateien:
Volksblatt_21072009.pdf [1.1 M]


