Haiti: Zahl der Behinderten steigt drastisch
Mehr als tausend Amputationen innerhalb dreier Wochen haben Spitäler in Port-au-Prince vornehmen müssen. Viele weitere der über 200'000 Verletzten tragen Behinderungen davon. Die CBM sendet fünf Physio- oder Ergotherapeuten nach Haiti.
Um bleibende Behinderungen zu verhindern und zu lindern, sendet die CBM fünf Physio- oder Ergotherapeuten ins Erdbebengebiet. Gleichzeitig rüstet sie Spitäler aus mit Hilfsmitteln wie Krücken und instruiert Pflegepersonal im Vermeiden von Langzeitschäden.
Um für die nächsten Verletzten Platz zu schaffen, sind die notdürftig Versorgten rasch entlassen worden. Damit sie keine bleibenden Schäden davontragen, benötigen sie dringend therapeutische und medizinische Nachsorge. Zu diesen Tausenden hinzu kommen rund 300'000 Menschen, die bereits vor dem Erdbeben mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung haben leben müssen.
Die CBM leitet vor Ort mit Handicap International die WHO-Unterabteilung «Verletzungen, Rehabilitation und Behinderungen». Dank CBM-Hilfe entstehen unter anderem eine Rehabilitationsklinik, Tageszentren für behinderte Kinder sowie kommunale Zentren zur medizinischen Betreuung Behinderter.
Trotz Verlusten von Leib und Leben in ihren Familien, sind die lokalen Fachkräfte der CBM-Partner im Einsatz - oft schon seit dem ersten Tag nach dem Erdbeben. So die Teams des CBM-geförderten Grace Children Hospitals, der Universitätsaugenklinik sowie die Blindenhilfe Haitis. Mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen Leben und Gesundheit zu retten.
- Informationen zum Erdbeben: CBM befürchtet das Schlimmste
- Augenzeugenbericht: Augenarzt Dr. Yuri Zelenski erlebte das Beben
- Update zur Lage: CBM-Expertenteam in Haiti
- 3-Stufen-Nothilfeplan der CBM: Nothilfeplan (pdf)
- Informationen aus erster Hand: Interview mit Martin Ruppenthal
- CBM-Hilfe: Langfristige Hilfe in Haiti läuft an
- WHO Unterstützung: CBM unterstützt WHO
Unterstützen Sie die Menschen mit Behinderung in Haiti mit langfristiger Hilfe. Jeder Franken wirkt!
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