Das Trachom (akute Bindehautentzündung)

Vorkommen

Rund 40 Millionen Menschen in Afrika, im Mittleren Osten, in Südost-Asien und Zentral-Australien leiden unter einer Trachom-Infektion. Über eine Million Menschen können nicht mehr geheilt werden – sie sind bereits erblindet. Dennoch ist heute dank medizinischer Hilfe und verbesserter Lebensbedingungen die Zahl der Infizierten verglichen mit 1985 um 320 Millionen geringer!

Ursachen

Von Trachom-Erkrankungen sind vor allem die einfachen Leute in den Dürregebieten betroffen – dort, wo das Wasser verschmutzt, der Boden trocken und die Hygiene mangelhaft ist. Die Bindehaut auf der Rückseite des Augenlids wird geschwollen und gerötet. Sie ist befallen vom Chlamydia-Bakterium, eitert und schmerzt. Über Fliegen, Tücher und Hände infizieren sich die Augen ständig von neuem. Vor allem Kleinkinder und Mütter sind betroffen. Nach wiederholten Infektionen dreht sich das Augenlid gegen innen, bei jedem Lidschlag scheuern die Wimpern wie Borsten auf der Augenoberfläche; diese vernarbt und wird undurchsichtig. Folge: unheilbare Blindheit.

Behandlung

Trachom kann relativ einfach vorgebeugt werden: durch tägliches Gesichtwaschen und andere Hygienemassnahmen. Die CBM-Fachkräfte heilen, klären auf und begleiten die Familien – und ganze Dörfer – im Umsetzen der Massnahmen. Die Behandlung im frühen Kindesalter erfolgt durch antibiotische Augensalbe. Sonst wird die schleichende Krankheit mit dem länger wirksamen Medikament Zithromax® mit dem Wirkstoff Azithromycin (Tabletten) behandelt. Dieses stellt der Hersteller Pfizer kostenlos zur Verfügung. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, hilft eine kleine Lidoperation.

Kosten

Mit 75 Franken können 20 Patienten von der Infektion befreit werden.

CBM-Hilfe

Durch die Hilfe der CBM wurden im Jahr 2011 3,1 Millionen Kinder, Frauen und Männer vor dieser unheilbaren Blindheit geschützt. 

Erfahrungsbericht

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Statement
Jeanette Macchi, Moderatorin «Fenster zum Sonntag».

Jeanette Macchi, Moderatorin «Fenster zum Sonntag»

«Mit nur 50 Franken bereits kann ich einem Menschen das Augenlicht zurückgeben. Das ist für mich eine sinnvolle Investition und christliche Nächstenliebe.»

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