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15 Millionen Graue-Star-Operationen

6. Oktober 2020

Ein Junge aus Uganda macht nach seiner Grauen-Star-Operation einen Sehtest, wobei sein rechtes Auge abgedeckt ist.
Auch der Sehtest einen Tag nach der Operation zeigt: Ambroses Sehstärke ist bereits deutlich besser geworden.

Seit 1966 hat die CBM Christoffel Blindenmission 15 Millionen Operationen am Grauen Star ermöglicht. Dennoch bleibt der korrigierbare Graue Star nach wie vor die weltweit häufigste Blindheitsursache.

Fast zweimal die Bevölkerung der Schweiz: Bis Ende 2019 hat die CBM Christoffel Blindenmission dank ihren Spenderinnen und Spendern 15 Millionen Operationen am Grauen Star ermöglicht. Die erste durch die CBM geförderte Graue-Star-Operation fand 1966 in der afghanischen Hauptstadt Kabul statt. Von da an wuchs die augenmedizinische Arbeit der CBM stetig. 2019 wurden innerhalb der CBM-Projekte 589'000 Graue-Star-Operationen ermöglicht.

Grauer Star ist häufigste Blindheitsursache

Heute sind rund 13 Millionen der 36 Millionen blinden Menschen aufgrund des Grauen Stars erblindet. Damit stellt er die global häufigste Blindheitsursache dar – obwohl der Graue Star korrigierbar ist. Fast alle jener 13 Millionen Menschen, die deswegen ihr Augenlicht verloren haben, leben in Armutsgebieten.

Hauptgründe für die hohe Anzahl an Erblindungen durch den Grauen Star sind die Behandlungskosten, die für viele erkrankte Personen zu hoch sind, sowie der grosse Mangel an Augenchirurginnen und -chirurgen in Armutsregionen. Bisweilen muss eine Ärztin oder ein Arzt ein Gebiet mit einer Bevölkerung von zwei Millionen Menschen abdecken. Die CBM geht in ihren Augenprojekten deshalb mehrere Bereiche an: Durch die Spendengelder ermöglicht sie für möglichst viele in Armut lebende Familien die Behandlung, ebenso den Auf- und Ausbau von Augenkliniken, die Durchführung von Sensibilisierungskampagnen sowie die Ausbildung lokaler Fachkräfte.

Der Graue Star ist primär eine Alterserkrankung. In Armutsgebieten tritt er jedoch häufig um zehn oder mehr Jahre früher auf, vor allem weil Menschen dort vermehrt UV-Strahlen ausgesetzt sind. Doch auch unzählige Kinder sind in Armutsgebieten am Grauen Star erkrankt. Die häufigsten Ursachen hierbei sind Vererbung, Infektionen in der Schwangerschaft oder Mangelernährung.

Sorge um ihren Sohn

Auch der fünfjährige Ambrose aus Uganda hatte den Grauen Star. Mit blossem Auge war er bei ihm jedoch nicht sichtbar. Die Augenlinsen trübten sich erst im Zentrum, seine Sehkraft nahm schleichend ab. Sie habe nichts gemerkt, erzählt seine Mutter Juliet Kiiza, bis der Lehrer sie darauf aufmerksam gemacht habe: «Ambrose könne nur mit Mühe etwas von der Wandtafel abschreiben. Mir selbst fiel nun auf, wie er bei Tageslicht seine Augen halb schloss.»

 Die Mutter brachte ihn zur CBM-geförderten Augenklinik Mengo, nicht weit von ihrem Dorf entfernt. Schnell stand die Diagnose fest: beidseitiger Grauer Star. Ambrose, ergab der Sehtest, erkannte erst auf sechs Metern, was normalsichtige Personen aus sechzig Metern sehen. «Bald wird Ambrose vollständig blind sein und die Schule nicht mehr besuchen können», sorgte sich seine Mutter. Für die Eltern – sie arbeitet als Coiffeuse, er als Motorradtaxifahrer – war die notwendige Operation am Grauen Star zu teuer. Doch CBM-Spenderinnen und Spender haben die Operation samt augenoptischer Nachbetreuung möglich gemacht.

Die CBM bedankt sich

Heute sieht Ambrose wieder gut und blickt in eine selbstbestimmte Zukunft. Denn gerade in Armutsgebieten leben blinde Menschen häufig in ständiger Abhängigkeit und Exklusion. Sie haben in der Regel kaum Zugang zu Gesundheitsdiensten, Bildung und Arbeit. Deshalb dankt die CBM ihren Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen für ihre treue Unterstützung. Sie haben blinden und von Blindheit bedrohten Menschen mit ihrer Spende nicht nur das Augenlicht geschenkt, sondern immer auch neue Zukunftsperspektiven. Und dies seit 1966 gleich millionenfach.

Kontakt
Michael Schlickenrieder
Co-Leitung Kommunikation und Fundraising
Tel. 044 275 21 65 / 079 540 80 20
michael.schlickenrieder@STOP-SPAM.cbmswiss.ch

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