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Zuvorderst sitzen, zuhinterst bleiben?

Vor acht Jahren ist Heri auf einem Auge erblindet. Klar sieht er nur seine Zukunft, für die er neben guten Noten allerdings auch zwei gesunde Augen braucht.

Ein Stock traf beim Spielen Heris rechtes Auge. Seine Eltern besorgten sogleich Augentropfen in der Apotheke und behandelten das Auge sorgfältig. Mit der Zeit schwanden die Schwellung und die Rötung. Trotzdem sah Heri mit dem verletzten Auge immer weniger. Heris Eltern leben als Selbstversorger am Rande der Usambara-Berge im Nordosten Tansanias. In der Umgebung gibt es keine weitere medizinische Hilfe. Aber das hätte auch nichts geändert: Das zusammengekratzte Geld war aufgebraucht – einen Augenarzt zu bezahlen war für die Familie sowieso nicht möglich. Schweren Herzens musste die Familie Heris Auge unbehandelt lassen.

«Am Anfang war alles einfach neblig», erinnert sich Heri. «Jetzt erkenne ich keine entfernten Sachen mehr und muss in der Schule zuvorderst sitzen. Wenn ich das gesunde Auge schliesse, sehe ich gar nichts. Ich spiele gerne Fussball, aber das ist schwierig.» Für ein gutes räumliches Sehen braucht es zwei gesunde Augen. Dabei bedeutet «heri» auf Swahili «glücklich».

Acht Jahre nach dem Unfall kommt unerwartet ein Team des CBM-geförderten Kilimanjaro Christian Medical Centre aus dem 250 Kilometer entfernten Moshi ins Dorf. Alle Personen mit Augenproblemen werden untersucht, auch Heri. Unfallbedingter Grauer Star lautet die Diagnose bei ihm und bei einem weiteren Jungen namens Omari. Ein Termin in wenigen Wochen wird vereinbart, ein Bus wird die beiden Jungen, ihre Väter sowie weitere zu operierende Augenkranke abholen.

Nach fünf Stunden Fahrt, während der Heri und Omari Freundschaft schliessen, erreicht der Bus die Klinik. Das Spital ist eines von dreien in Tansania, die Kataraktoperationen bei Kindern vornehmen. Am Tag nach der Reise finden die Operationen statt und am folgenden Tag werden bereits die Verbände abgenommen. Heri erinnert sich, dass er unter einer Maske bis zehn zählen sollte, aber nur bis vier kam.

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Bei beiden Jungen ist das Resultat tadellos, stellt Kinderaugenchirurgin Dr. Mchikirwa Msina nach sorgfältiger Kontrolle fest: «Heri verfügt jetzt im rechten Auge über ein Sehvermögen von 6/24.» Er sieht nun aus sechs Metern, was Normalsichtige aus 24 Metern Entfernung erkennen. «In einem Monat wird sich sein Auge erholt und sich das Sehvermögen weiter verbessert haben. Dann messen wir es erneut und Heri bekommt eine passende Brille.» Mit Korrekturgläsern hat sich seine Sehkraft beim Sehschärfetest bereits jetzt schon um das Doppelte erhöht. «Ich fühle mich prächtig», freut sich Heri. «Herzlichen Dank, dass Ihr mir diese Operation ermöglicht habt!»

«Sobald ich zuhause bin, muss ich für meine Prüfung Ende Oktober lernen, damit ich in die Sekundarschule gehen kann», plant Heri schon voraus. Sein Vater sähe seinen Sohn als Ingenieur, denn Heri baut geschickt Spielautos zusammen und zeichnet ausgezeichnet. «Ich würde viel lieber Polizist werden», erwidert Heri – und auch das ist seinem Vater recht, Hauptsache er besteht die Prüfung!

Als der Bus im Dorf einfährt, werden die Rückkehrenden stürmisch begrüsst. «Ich erzähle euch später, was ich erlebt habe. Es war ein Abenteuer, aber jetzt bin ich müde», sagt Heri seinen engsten Freunden auf ihre herzliche Begrüssung. Bevor das CBM-Team die Familie verlässt, schärft Heri seinem Vater noch ein: «Bitte vergiss nicht, in einem Monat müssen wir für meine Brille zurück zur Klinik!» Mit seinen guten Zukunftsaussichten ist Heri wieder ein glücklicher Junge.

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