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«Bald kann ich zur Schule gehen!»

In Ländern wie der Schweiz werden Klumpfüsse bald nach der Geburt ohne chirurgischen Eingriff korrigiert. Acht von zehn der betroffenen Kinder leben allerdings in Armutsgebieten, wo jährlich rund 150 000 Kinder mit Klumpfuss auf die Welt kommen. Für die meisten Familien ist bereits die Fahrt zu einer Klinik unerschwinglich.

Kinder wollen rennen, springen und klettern – einfach nur Kind sein. Doch unzählige Mädchen und Jungen können nur unter Schmerzen gehen, weil sie mit Klumpfuss geboren wurden. Tagein tagaus musste auch Ramsaran aus Nepal einsam warten, bis die Geschwister von der Schule zurückkamen. Der 5-Jährige konnte kaum gehen. Auf Knien und Händen bewegte er sich vorwärts, wobei ihm draussen die Steine die Haut aufschürften.

Kindern das Gehen ermöglichen

Von tausend Kindern werden ein bis zwei mit Klumpfüssen geboren. Jährlich kommen 150 000 bis 200 000 Babys mit dieser Fehlstellung zur Welt, fast doppelt so viele Jungen wie Mädchen.
Weitere Kinder weisen zerebrale Bewegungsstörungen auf, Lippen-Gaumen-Kieferspalten, verkrümmte oder gar fehlende Glieder sowie offene Rücken.

Um die Kinder vor lebenslangen Behinderungen zu bewahren, müssen sie rasch behandelt werden. Eine Schlüsselrolle spielen die Rehabilitationshelfenden: Sie begeben sich in abgelegene Siedlungen und suchen dort gezielt nach Kindern mit Behinderungen. Sie erläutern den Familien die mögliche Hilfe, untersuchen die Kinder und begleiten sie mit Vater oder Mutter in die Klinik. Später zeigen sie den Eltern die therapeutischen Kraft- und Dehnübungen und kontrollieren die Fortschritte.

Bei Kindern im Vorschulalter lassen sich Klumpfüsse fast ohne Chirurgie mit der schonenden Ponseti-Methode behandeln: Sechs Gipsverbände zu je einer Woche rücken die Füsse gerade. Anschliessend wird in einer kleinen Operation die verkürzte Achillessehne gekappt. Nach drei weiteren Wochen Gipsverband ist die Sehne in richtiger Länge zusammengewachsen. Nun steht das Kind erstmals auf der Fusssohle und übt das Gehen mittels orthopädischer Schuhe. Diese sowie miteinander verstrebte Schuhe (Nachtschienen) benötigt es noch einige Jahre, bis die Fussposition sich dauerhaft stabilisiert hat.

Wie Sie helfen können

Mit 60 Franken finanzieren Sie die Anfertigung von einem Paar orthopädischer Schuhe und der nötigen Nachtschiene. Mit 120 Franken ermöglichen Sie zwei Wochen Rehabilitationshilfe. Mit 350 Franken ermöglichen Sie es, einem Kind die Klumpfüsse zu korrigieren.



«Ich möchte rennen, spielen und zur Schule gehen»

Die CBM hat in Uganda und Malawi landesweite Klumpfussprogramme umgesetzt. Sie sind zum Modell für weitere Armutsgebiete geworden und haben die Ponseti-Methode zum Standard gemacht. CBM-Physiotherapeut Michiel Steenbeek hat 1999 eine Nachtschiene entwickelt, die sehr kostengünstig lokal hergestellt wird und wirksam eine erneute Verkrümmung der Füsse verhindert. Für das östliche, südliche und zentrale Afrika hat die CBM universitäre Lehrgänge für orthopädische Fachkräfte aufgebaut.

«Die CBM hat jahrzehntelange Erfahrung in erfolgreichen orthopädischen Programmen. Auch Familien in Armut erhalten Zugang zu therapeutischen Diensten, orthopädischer und plastischer Chirurgie sowie zu Prothesen und Schienen. Das alles ist eingebettet in ein Netzwerk, das über dörfliche Rehabilitationshelfende Früherkennung und Nachbetreuung leistet. Gemeinsam mit Projektpartnern, Selbstvertretungsgruppen von Menschen mit Behinderungen und anderen lokalen Organisationen gehen wir umfassend vor.»

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