Die CBM Christoffel Blindenmission verwendet auf ihrer Website Cookies. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden. Erfahren Sie mehr in unseren Datenschutzhinweisen.

Akzeptieren

Grosse Solidarität im ersten Corona-Jahr


Die CBM und ihre Partner haben im Jahr 2020 Menschen mit Behinderungen in Armutsgebieten ermöglicht, sich vor Corona zu schützen. Gleichzeitig haben sie dafür gesorgt, dass trotz Lockdowns möglichst viel an medizinisch-therapeutischer Hilfe geleistet worden ist.

Umfassend Menschen mit Behinderungen zu unterstützen, war auch im Corona-Jahr Ziel der CBM. Die Lockdowns in den Einsatzländern allerdings schränkten den Radius der CBM-Projekte ein, weswegen sie nur rund 40 Prozent der üblicherweise zehn bis elf Millionen Menschen erreichen konnten. Allerdings vermochten die einheimischen CBM-Partner zusätzliche 5,7 Millionen Menschen im Schutz gegen Corona zu unterstützen.

Niemanden zurücklassen

Jeder fünfte Mensch in den Armutsgebieten lebt mit mindestens einer Behinderung. Diese Menschen gehören weltweit zu den am meisten vernachlässigten. «Niemanden zurücklassen» wird gleichzeitig in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung gefordert. Somit fragen sich staatliche und private Akteure zunehmend, wie sie am Menschen mit Behinderungen einbeziehen explizit einbeziehen können. Das Team Fortbildung und Beratung der CBM Schweiz führte im 2020 dazu Kurse durch. Sie organisierte etwa für den Masterlehrgang in Entwicklungszusammenarbeit am NADEL-Center for Development and Cooperation der ETH Zürich einen Kurs zu inklusiver Projektarbeit. Zudem ging die CBM Schweiz eine zweijährige Kooperation mit der DEZA ein. Vorgesehen sind Weiterbildungen für DEZA-Mitarbeitende und für
Schweizer Selbstvertretungsorganisationen.

Ergänzend betreibt die CBM in ihren Einsatzländern sowie bei Schweizer und internationalen Akteuren politische Arbeit. Darin setzt sie sich für die vollumfängliche Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in nationalen Gesetzen, der internationalen Zusammenarbeit und der humanitären Hilfe ein.

Selbstständigkeit fördern

Auch 2020 wurden Projektpartner unabhängig von der CBM Schweiz, so in Peru das Programm für frühgeborene Babies mit Netzhautablösung und in Uganda die Kinderorthopädieklinik. Nun engagiert sich die CBM Schweiz in Bolivien und Madagaskar, wo diese Grundversorgungen noch fehlen. Sodann wurden im Sinne der Nachhaltigkeit, wie jedes Jahr, erneut Augenchirurginnen und -chirurgen sowie weiteres Fachpersonal ausgebildet. 

Vor und nach Katastrophen helfen

Die CBM Schweiz erbrachte ihre Corona-Nothilfe vor allem in Indonesien, Bangladesch und Nepal. In Simbabwe, Niger und Bangladesch unterstützte sie von Dürre und Flut betroffenen Menschen mit Behinderungen und ihren Familien. Von der Glückskette getragen wurde die Nothilfe in Simbabwe und Indonesien. Die CBM hatte rund 20 Prozent aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Das bedeutet, dass Nothilfespenden an die CBM hier die fünffache Wirkung entfalteten.

Das CBM-Jahr 2020 in Zahlen

  • Die internationale CBM-Föderation unterstützte 460 Projekte in 48 Ländern und arbeitete mit 331 Partnern zusammen. So leistete sie Hilfe für 4 Millionen Menschen, zusätzliche 5,7 Millionen Personen bildete sie in Corona-Schutzmassnahmen aus.
  • 2,4 Millionen Menschen wurden augenmedizinisch untersucht und 900'000 behandelt. Durchgeführt wurden 301'000 Augenoperationen, davon 25'000 bei Kindern. 65'000 Personen mit Sehbehinderung wurden individuell gefördert.
  • 176'000 Menschen mit körperlichen Behinderungen erhielten orthopädische oder eingliedernde Hilfe. Zusätzliche 92'000 Menschen wurden medizinisch untersucht.
  • 104'000 Menschen mit Hörbehinderungen erhielten ohrenmedizinische oder eingliedernde Hilfe. Zusätzlichen 167'000 Menschen wurde das Gehör untersucht.
  • Als Corona-Nothilfe bekamen 175'000 Haushalte Nahrungsmittel und 183'000 Schutzmaterial. Zusätzliche 50'000 Menschen erhielten Geldüberweisungen oder Saatgut.

Grosser Dank den CBM-Spenderinnen und -Spendern

Mehr als 31’000 Spendende unterstützten 2020 die CBM Schweiz. Der Jahresertrag der CBM Schweiz belief sich auf 12,69 Mio. Franken und lag um 1,38 Millionen Franken höher als im Vorjahr. 83 Prozent ihrer Gesamtausgaben setzte die CBM Schweiz für die Projektarbeit ein. Davon entfielen 44 Prozent auf Projekte in Afrika, 35 Prozent auf Projekte in Asien, 19 Prozent auf Projekte in Lateinamerika sowie 2 Prozent auf weltweite Initiativen.
 


Wir danken unseren vielen privaten und institutionellen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich für die Unterstützung und das Vertrauen!

Nationale Werbekampagne

Dank der Unterstützung von Agenturen, Medienhäusern und Vermarktern konnte die CBM Schweiz eine nationale Werbekampagne in TV, Kino, Radio und im Internet umsetzen, um die Schweizer Öffentlichkeit für das Thema vermeidbare Blindheit in Armutsgebieten zu sensibilisieren.

Inhalt teilen

Logo CBM Christoffel Blindenmission, zur Startseite
Logo CBM Christoffel Blindenmission, zur Startseite