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Mit Brille zu mehr Akzeptanz

17. April 2018

Zwei Schüler mit Milchglasbrillen tasten sich mit dem Langstock durch den Gang des Erlebnismobils.
Nachdem sich die Kinder vor dem Erlebnismobil an ihre durch die Brille simulierte Sehschwäche und den Umgang mit dem Blindenstock gewöhnt haben, machen sie einen
Rundgang durch das Innere des Busses, wo es allerhand zu ertasten und zu erleben gibt. Foto: March-Anzeiger, Oliver Bosse.

March-Anzeiger - Nur Umrisse sind zu erkennen, wenn überhaupt. In erster Linie aber einfach Licht und Schatten. Jedes Rascheln lässt einen aufhorchen, jede Berührung aufschrecken. Was ist das, was gerade meinen Arm gestreift hat? Worauf bin ich da getreten?

Im Erlebnismobil der Christoffel Blindenmission (CBM) wird mittels einer Brille simuliert, wie es jemandem mit Grauem Star ergeht. Diese Erfahrung durften gestern auch einige Schüler des Schulhauses Dorf in Galgenen machen. Ganz konzentriert tasteten sie sich mit einem Blindenstock durch den kurzen Rundkurs im Bus. Die Versuchung war gross, die Brille einfach kurz nach vorne auf die Nasenspitze zu schieben und über den Rand zu blinzeln. Denn nur wer dies tat, konnte erkennen, was da alles ist: Viele Details nämlich, die Attrappe eines Brunnens mit einer Schlange beispielsweise, grosse, grüne Pflanzen und verschiedener Untergrund wie Steine oder Holzschnitzel – alles Dinge, die mit Graustarblindheit nicht gesehen werden können.

Was für die Kinder einmalig und ein Erlebnis ist, ist für die Betroffenen allerdings eine grosse Bürde. Genau dies versucht die Christoffel Blindenmission aufzuzeigen. «Unser Ziel ist es, Kinder nicht nur für diese Augenkrankheit, sondern ganz allgemein für das Thema Behinderung zu sensibilisieren», erklärt Beat Schneider, Verantwortlicher des Erlebnismobils. Das geschieht nicht nur auf dem Parcours, sondern mit vielen weiteren Informationen und Spielen im Verlauf des Tages.

«Wir passen unser Programm der Altersstufe an», sagt Schneider. So kann der Bus auch für Veranstaltungen mit Sekundarschülern oder Erwachsenen gebucht werden. Dort wird dann auch konkreter auf das Kernthema der CBM eingegangen: der Hilfe von blinden und anders behinderten Menschen in Entwicklungsgebieten. «Gerade, was den Grauen Star betrifft, können sich dort viele Menschen keine Operation dieser heilbaren Krankheit leisten», erklärt Schneider. «Dabei kann ein solcher Eingriff schon ab nur 50 Franken finanziert werden.» Dafür sammelt CBM Spenden, von denen dann auch ein Bruchteil an das Erlebnismobil geht, das dafür gratis gebucht werden kann.

In Galgenen scheint sich das Engagement der CBM mit Beat Schneider ausgezahlt zu haben. Das Interesse und der Spass an den aussergewöhnlichen Aktivitäten war den Kindern anzusehen, und man darf optimistisch sein, dass sie sich an ihre Erfahrungen künftig auch im Umgang mit Menschen mit Behinderungen erinnern werden.

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