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Mit Milchglas-Brille und Stock unterwegs

Zwei Jungen mit Milchglasbrille und Langstock tasten sich über den Pausenplatz.
Ein ganz neues Gefühl für die Schülerinnen und Schüler der Primarschule Reiden: Sie bewegen sich auf dem Pausenplatz einige Minuten ohne Augenlicht und mithilfe eines Langstocks.

11. September 2018

Willisauer Bote - «Nur noch hell und dunkel» haben acht Klassen der Primarschule gesehen. Im Erlebnismobil der CBM Christoffel Blindenmission erkundeten sie blind einen unbekannten Gang.

Sich einmal blind zu orientieren, fanden die Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren «sehr spannend» und «eine gute Erfahrung». Auf der Nase eine Milchglasbrille, welche die Graustarblindheit simuliert, erkundeten sie den Pausenplatz oder tasteten sich mithilfe eines Langstocks durch den Gang im Mobil. Hier galt es hölzerne, borstige oder wellige Boden- und Wandbeläge oder Tierfiguren zu erraten. «Ich kann mir jetzt ungefähr vorstellen», meinte ein Schüler anschliessend, «wie es für einen Menschen mit Sehbehinderung ist.» Mit dem Erlebnismobil möchte die CBM sensibilisieren, sagt Beat Schneider. Kinder und Erwachsene erleben Barrieren und Einschränkungen, die für eine blinde Person alltäglich sind. «Sie merken, wo sich ein geübter blinder Mensch gut alleine zurechtfindet, und wo er allenfalls froh um Assistenz ist», erläutert Schneider. «Auch will die CBM Offenheit und Freude wecken, Menschen mit Behinderungen zu begegnen.»

Ein Erlebnis, das nachdenklich macht

Die Ausrufe und das Lachen der Kinder im Mobil verrieten Spass und Freude. Manches Kind äusserte sich danach dennoch nachdenklich: «Es war etwas erschreckend, wie man sich fühlt», oder: «Ich möchte nie blind werden.» Diesem einseitigen Eindruck hält Beat Schneider entgegen. «Kaum jemand sieht plötzlich einfach nichts mehr. Die meisten blinden Menschen sind von klein auf blind oder ihr Sehvermögen hat sich nach und nach verringert. Sie erhalten Training, um sich selbständig zurechtzufinden und am Leben teilzunehmen.» Anders sei das in Entwicklungsgebieten. «Dort bleiben Menschen mit Seh- und anderen Behinderungen oft ausgeschlossen und ohne Ausbildung.»

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