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CBM-App ermöglicht inklusive Katastrophenvorsorge

16. Dezember 2019

Die CBM Schweiz hat in Zusammenarbeit mit der Swiss NGO DRR Platform eine App für den Bereich Katastrophenvorsorge entwickelt. Die Smartphone-Anwendung unterstützt lokale Fachkräfte der CBM, ihre Partner, andere Organisationen sowie Regierungen darin, ihre Katastrophenvorsorge zugänglich für alle Menschen zu gestalten.

Ein Mann zeigt einem Mann mit Behinderung aus Simbabwe etwas auf seinem Mobiltelefon.
Die Progressive Web App i-DRR unterstützt lokale Fachpersonen in der Umsetzung von Massnahmen der Katastrophenvorsorge, die für alle Menschen zugänglich sind.

Nicht jeder Mensch ist dem gleichen Katastrophenrisiko ausgesetzt. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, schwangere Frauen und Kinder etwa sind oft gefährdeter als andere Gruppen. Denn bei Massnahmen der Katastrophenvorsorge werden sie häufig vergessen und zurückgelassen. Und in Katastrophensituationen ist es ihnen vielfach nicht möglich, Zugang zu Schutzräumen und sicheren Unterkünften zu erlangen, und sie erhalten nur unzureichende Hilfe bei Katastrophenschäden.

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und dem Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge 2015-2030 wurden internationale Abkommen ins Leben gerufen, die den Kategorien Geschlecht, Alter und Behinderung in der Katastrophenvorsorge mehr Gewicht verleihen. Auch die Politik nimmt sich den Prinzipien der Nicht-Diskriminierung und Inklusion immer mehr an. Ebenso wichtig ist jedoch auch die konkrete Umsetzung von Massnahmen der Katastrophenvorsorge.

Umfangreich und leicht verständlich

Die CBM Schweiz hat deshalb in Kooperation mit der Swiss NGO DRR Platform eine Progressive Web App entwickelt: «Die App enthält praktische Tipps, die Fachkräfte in den betroffenen Gemeinden sofort in ihrem Arbeitsalltag umsetzen können. So können wir sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und andere gefährdete Personen nicht zurückgelassen werden», sagt Manuel Rothe, Verantwortlicher der CBM Schweiz für Humanitäre Hilfe. Die barrierefreie App mit dem Namen i-DRR (inclusive Disaster Risk Reduction) unterstützt Fachpersonen von Hilfsorganisationen, Einsatzkräfte der Regierungen und andere Akteure darin, Massnahmen zur inklusiven Katastrophenvorsorge auf Gemeindeebene umzusetzen. Die App deckt dabei den gesamten Zyklus der Katastrophenvorsorge ab: Gefährdungs- und Risikobewertungen, Massnahmen zur Reduzierung von Katastrophenfolgen sowie Notfallvorkehrungen auf Haushalts- und Gemeindeebene zur Vorbereitung auf Katastrophenfälle.

Die App, die für jeden Risikokontext und in jedem Land angewendet werden kann, bietet eine Sammlung von kurzen, handlungsorientierten Anleitungen: etwa zu zugänglichen Notunterkünften, Frühwarnsystemen oder zu Such- und Rettungsdiensten. Die Informationen weisen einen sehr hohen Detailgrad auf. Die Anleitung zu barrierefreien Schutzräumen beispielsweise gibt technische Details vom Raum an sich, zum Eingang bis hin zum Türgriff. Über die Suchfunktion können passende Informationen schnell gefunden werden und die einzelnen Anleitungen sind miteinander verknüpft, was eine intuitive Nutzung ermöglicht. i-DRR bezieht sich auf alle Gruppen, die bei Katastrophen besonders gefährdet sind. Es sind dies Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, schwangere Frauen, Kinder sowie andere Gruppen von Menschen, die aufgrund ihrer Armut, ihrer ethnischen, religiösen oder kulturellen Zugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung oder aus anderen Gründen diskriminiert werden.

Bereits zweite App

i-DRR ist bereits die zweite von der CBM entwickelte App. Vor zwei Jahren lancierte die Entwicklungsorganisation mit der App HHoT (Humanitarian Hands-on Tool) eine Smartphone-Anwendung, die für die Humanitäre Hilfe konzipiert ist und vor Ort helfenden Personen leicht umsetzbare Anleitungen und Tipps gibt, wie sie Menschen mit Behinderungen Zugang zur Nothilfe ermöglichen können. Beide Apps sind, nachdem sie heruntergeladen worden sind, auch offline nutzbar.


Hinweis
Die iDRR-App kann kostenlos auf jedes mobile Gerät heruntergeladen werden. Verfügbar ist sie unter: www.cbm.org/i-drr. Die HHoT-App kann unter www.cbm.org/hhot heruntergeladen werden.

Über die CBM
Die CBM Christoffel Blindenmission ist eine international tätige, christliche Entwicklungsorganisation und fördert Menschen mit Behinderungen in Armutsgebieten. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die CBM als Fachorganisation anerkannt. Sie erbringt Entwicklungs- sowie Nothilfe und ermöglicht, dass Behinderungen vorgebeugt sowie Menschen mit Behinderungen medizinisch betreut und integrativ gefördert werden. Ihr Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird und Menschen mit Behinderungen eine verbesserte Lebensqualität haben. Die CBM Schweiz führt das ZEWO-Gütesiegel und ist Partnerorganisation der Glückskette.

Kontakt
Michael Schlickenrieder
Fachverantwortlicher Medien und Online
Tel. 044 275 21 65
michael.schlickenrieder@STOP-SPAM.cbmswiss.ch

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