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Zuger helfen blinden Menschen in Armutsländern

29. April 2019

Ein Fachmann einer Augenklinik untersucht ein Mädchen aus Nepal, während ihr Eltern zuschauen.
Ein Mitarbeiter der CBM-geförderten Augenklinik Biratnagar stellte bei Suman einen beidseitgen Grauen Star fest und verwies sie sofort an die Klinik.

Die Zuger Kampagne «Schenken Sie Augenlicht» der CBM Christoffel Blindenmission findet dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt. Die Sammelaktion dauert jeweils von Ostern bis Pfingsten und sensibilisiert für die Anliegen von blinden und sehbehinderten Menschen in Armutsgebieten.

Optiker, Metzgereien, Apotheken und weitere Geschäfte aus dem Kanton Zug sind auch dieses Jahr dabei bei der Kampagne «Schenken Sie Augenlicht» der CBM Christoffel Blindenmission. Sie ermutigen ihre Kundinnen und Kunden zur Solidarität mit sehbehinderten und blinden Menschen in Armutsgebieten, indem sie von Ostern bis Pfingsten Sammelkassen aufstellen. Die Zugerinnen und Zuger können mit ihren Spenden Graue-Star-Operationen ermöglichen und so betroffenen Menschen das Augenlicht zurückbringen. 

Heilbarer Grauer Star ist Hauptursache für Blindheit

Beim Grauen Star trübt sich die Augenlinse langsam ein – bis zur Erblindung. Der heilbare Graue Star ist die weltweit häufigste Ursache für Blindheit. Mehr als jede dritte Person der rund 36 Millionen blinden Menschen hat sein Augenlicht aufgrund des Grauen Stars verloren. Etwa 90 Prozent von ihnen leben in Armutsgebieten. Der Graue Star ist meist eine Alterserscheinung, doch im Vergleich zur Schweiz tritt er in Armutsgebieten oft bereits 15 Jahre früher ein. Vor allem weil Menschen dort vermehrt UV-Strahlen ausgesetzt sind. Auch unzählige Kinder sind in Armutsgebieten schon von Geburt an am Grauen Star erkrankt, infolge von Infektionen während der Schwangerschaft, Vererbung, Mangelernährung oder Verletzungen. Bei Kindern drängt zudem die Zeit: Wird das Auge nicht rechtzeitig behandelt, verliert das Gehirn nach und nach die Fähigkeit, das Sehen zu lernen und das Kind erblindet unwiderruflich.

Der Graue Star kann durch eine kleine Operation geheilt werden, dabei wird die trübe Augenlinse durch eine klare künstliche Linse ersetzt. In den CBM-Projekten kostet eine Graue-Star-Operation für eine erwachsene Person durchschnittlich 50 Franken. Bei Kindern sind es 180 Franken, da sie unter Vollnarkose operiert werden und die Nachbehandlung intensiver ist. Doch diese Kosten übersteigen in den allermeisten Fällen die finanziellen Möglichkeiten der häufig in Armut lebenden Familien. 

Dank Grauer-Star-Operation wieder zur Schule

Suman war fünf Jahre alt, als sich ihre Sehkraft zusehends verschlechterte. Am Ende der ersten Klasse erkannte das heute achtjährige Mädchen aus Nepal nichts mehr an der Wandtafel, weshalb sie die Schule verliess. Ein Lehrer riet den Eltern, eine Augenklinik aufzusuchen. Für die Familie war jedoch nur schon eine medizinische Abklärung viel zu teuer. Sumans Eltern begannen bereits, sich darauf einzustellen, dass ihre Tochter ihr Leben lang blind bleiben muss. Doch bei einer Reihenuntersuchung, welche das mobile Team der CBM-geförderten Augenklinik Biratnagar in Sumans Schule durchführte, berichtete ein Lehrer von Sumans Situation. So besuchte ein Klinikmitarbeiter die Familie und entdeckte rasch, dass Suman in beiden Augen am Grauen Star erblindet ist. Sofort wurde sie an die Klinik verwiesen und zunächst am ersten und einen Monat später am zweiten Auge operiert. Eine Korrekturbrille unterstützt nun ihre Sehkraft. Bald wird sie wieder zur Schule gehen können, und sich ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen können.

CBM sagt Danke

Die CBM bedankt sich bei der Zuger Bevölkerung von Herzen für ihre Solidarität mit blinden und sehbehinderten Menschen in Armutsgebieten. «Familien mit blinden Angehörigen geraten vielfach in Armut, oder sie fallen noch tiefer hinein. Eine Graue-Star-Operation bringt den betroffenen Personen deshalb nicht nur das Augenlicht zurück, sondern ermöglicht ihnen auch, wieder zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen», sagt Hansjörg Baltensperger, Geschäftsleiter der CBM Schweiz, der die Sammelkassen jeweils persönlich verteilt und einsammelt. «Die Zugerinnen und Zuger schenken damit auch Hoffnung und Zukunft».

 

Über die CBM
Die CBM Christoffel Blindenmission ist eine international tätige, christliche Entwicklungsorganisation und fördert Menschen mit Behinderungen in Armutsgebieten. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die CBM als Fachorganisation anerkannt. Sie erbringt Entwicklungs- sowie Nothilfe und ermöglicht, dass Behinderungen vorgebeugt sowie Menschen mit Behinderungen medizinisch betreut und integrativ gefördert werden. Ihr Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird und Menschen mit Behinderungen eine verbesserte Lebensqualität haben. Die CBM Schweiz führt das ZEWO-Gütesiegel und ist Partnerorganisation der Glückskette.

Kontakt
Michael Schlickenrieder
Fachverantwortlicher Medien und Online
Tel. 044 275 21 65
michael.schlickenrieder@STOP-SPAM.cbmswiss.ch

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