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Corona-Krise: Menschen mit Behinderungen in Armutsgebieten akut bedroht

In der Schweiz sind die Fallzahlen kontinuierlich gesunken und nach Wochen des Lockdowns finden wir in ein einigermassen gewohntes Leben zurück. Doch in Armutsgebieten entwickelt sich die Corona-Krise katastrophal. Menschen mit Behinderungen und ihre Familien sind besonders bedroht. Die CBM Schweiz erbringt ihre Nothilfe in mehreren Ländern Asiens und Afrikas.

Wie Sie helfen können

Helfen Sie uns dabei, dass Menschen mit Behinderungen in dieser Krise nicht vergessen werden.

  • Mit 100 Franken sichern sie einem Menschen mit Behinderung das Überleben für einen Monat.
  • Mit 250 Franken ermöglichen Sie Trainings für dörfliche Gesundheitszentren, damit sie Menschen mit Behinderungen untersuchen, beraten und behandeln können.


Die Corona-Krise in Armutsgebieten

Die Corona-Krise hat in vielen Ländern grosses Leid verursacht, in Armutsgebieten verschlechtert sich die Lage mit jedem Tag. 

  • Ohne Einkommen: Familien hungern. Die ohnehin schon kargen Verdienste sind stark oder komplett eingebrochen.
  • Ohne Schutz: Masken oder Desinfektionsmittel sind nicht erschwinglich oder kaum erhältlich.
  • Hygiene stark eingeschränkt: Es gibt kaum fliessendes Wasser und kein Händedesinfektionsmittel. 
  • Abstand halten unmöglich: Die Wohnverhältnisse sind zumeist eng. Das Social Distancing ist in vielen Fällen schlicht unmöglich.
  • Medizinische Hilfe fehlt: Zahlreiche Menschen haben keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung. Und weil es dem Gesundheitspersonal an Schutzmaterial mangelt, ergeben sich zusätzliche Ansteckungen.
Eine medizinische Fachperson aus Ruanda misst vor dem Spitaleingang die Temperatur eines Mannes.
CBM-geförderte Kliniken führen als Präventivmassnahme Temperaturmessungen bei allen Personen durch, welche die Klinik betreten.

Menschen mit Behinderungen besonders gefährdet

In Armutsgebieten sind Menschen mit Behinderungen besonders von den Folgen der Corona-Krise bedroht: Sie werden von der allgemeinen Nothilfe oft vergessen. Blinden oder gehörlosen Menschen sind zudem Informationen zu Schutz- oder Nothilfemassnahmen nicht zugänglich. Wer eine Geh- oder Sehbehinderung hat, kann sich nicht selbst Wasser für das Händewaschen beschaffen.

Ausserdem ist in Armutsgebieten Menschen mit Behinderungen oft der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen verwehrt. Einerseits deshalb, weil viele Kliniken und Gesundheitsposten nicht barrierefrei oder weit weg gelegen sind. Andererseits werden Menschen mit Behinderungen manchmal nicht behandelt, um die knappen Ressourcen zugunsten anderer Menschen einzusetzen. Leider ist die Meinung, dass Menschen mit Behinderungen weniger wert sind, noch immer anzutreffen. Das könnte in der gegenwärtigen Krise dramatische Auswirkungen haben.

Durch die Überlastung in Kliniken werden auch Dienste ausgesetzt, die für zahlreiche Menschen mit Behinderungen wichtig sind. Überdies sind Menschen mit Behinderungen je nach Art ihrer Behinderung auf Personen ausserhalb des Haushalts angewiesen, die ihnen assistieren. Aufgrund der Ausgangssperren können sie von ihren Assistentinnen und Assistenten jedoch in vielen Fällen nicht besucht werden, und wenn doch, ist es unmöglich, ausreichend Abstand zu halten. 

Infolge der Lockdowns in Entwicklungsgebieten ist bei unzähligen Menschen der häufig ohnehin schon geringe Verdienst zusammengebrochen. Auch hier trifft es Menschen mit Behinderungen und ihre Familien besonders, leben sie doch überdurchschnittlich oft in Armut.

Eine Frau aus Bangladesch im Rollstuhl pumpt Wasser aus einem zugänglichen Brunnen.
Zugängliche Wasserstellen sind für Menschen mit Behinderungen gerade in dieser Krise sehr wichtig.

Cucu Saidah, CBM-Beraterin in Indonesien für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen


Sinja Raut, Nationale Organisation von Menschen mit Behinderungen in Nepal

Die CBM-Nothilfe

Die CBM Schweiz erbringt ihre Nothilfe über bewährte Partner in Indonesien, Nepal, Bangladesch und Simbabwe. Gleichzeitig unterstützt sie ihre Partner in bestehenden Projekten in Indien, Pakistan, Vietnam sowie in Burkina Faso, Madagaskar und Niger. Weil deren Dienste durch die Lockdowns stark eingeschränkt sind, setzen sie die ihnen überwiesenen Mittel nun gezielt für die Nothilfe ein.

Helfen Sie Menschen mit Behinderungen und ihren Familien, die akut gefährdet sind:

  • Überlebenshilfe: Sie ermöglichen, dass die Familien Nothilfe-Pakete oder Bargeldzahlungen erhalten. Mit Letzteren können sie sich Nahrung und andere Güter des täglichen Bedarfs selbst kaufen und sich somit das besorgen, was sie am dringendsten benötigen.
  • Zugänglichkeit: Sie stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu sämtlichen für sie relevanten Informationen erhalten. Auch dass die Schutzmassnahmen und medizinischen Behandlungen barrierefrei sind und damit für Menschen mit Behinderungen zugänglich.
  • Schutzausausrüstung: Sie unterstützen, dass das Gesundheitspersonal mit Masken, Handschuhen und Desinfektionsmittel sowie Kliniken mit Beatmungs- und Notfallgeräten ausgerüstet werden.
  • Ausbildung: Sie ermöglichen, dass die Teams von dörflichen Gesundheitszentren ein Training erhalten, damit sie Menschen mit Behinderungen angemessen untersuchen, beraten und behandeln können.
  • Inklusion: Sie bewirken, dass Menschen mit Behinderungen bei der staatlichen Nothilfe und den humanitären Organisationen nicht vergessen, sondern gezielt einbezogen werden.

«Mein Verdienst durch Näharbeiten ist komplett eingebrochen», berichtet Nita, die in einem kleinen Dorf in der Nähe der indonesischen Stadt Yogyakarta wohnt. «Nun reicht es weder für das Essen noch für das Schulgeld der Kinder.»

Nita, die mit einer psychischen Behinderung lebt, bestritt zuvor den ganzen Familienunterhalt. Durch den Lockdown und dem damit verbundenen Ausgehverbot hat sie jedoch keine Aufträge mehr für Näharbeiten entgegennehmen können. Seit dem Ausbruch der Krise hat ihre Familie vom CBM-geförderten Kliniknetzwerk Yakkum überlebensnotwendige Hilfe erhalten. «Wir sind sehr dankbar für die Nahrungsmittel und die Gemüsesamen.» Denn bislang ist die Nothilfe der lokalen Regierung ausgeblieben.

Eine blinde Frau aus Nepal steht bei einer Abgabestelle für Nothilfe-Pakete.
Auch die Abgabe von Nahrungsmittel-Paketen ist Bestandteil der CBM-Nothilfe.


Eine Frau aus Indonesien, die mit psychischer Behinderung lebt, kniet und rührt in einem Kochtopf. Ihr Ehemann steht hinter ihr und berührt sie mit der Hand an der Schulter.
Dank der Hilfe des CBM-Partners Yakkum haben Nita und ihre Familie wieder genügend zu essen.

»Die Corona-Krise wirkt sich auf Menschen mit Behinderungen gravierend aus. Sie sind noch verletzlicher geworden, haben meist ihre Arbeit verloren und können daher ihre Grundbedürfnisse kaum mehr decken. Obwohl ihnen dieselben Rechte zustehen, fallen sie im staatlichen Sozialversicherungsnetz und bei anderen Institutionen durch die Maschen. Um zu überleben, benötigen sie dringend Hilfe.»

Cucu Saidah,
CBM-Beraterin in Indonesien für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Wie Sie helfen können

Helfen Sie uns dabei, dass Menschen mit Behinderungen in dieser Krise nicht vergessen werden.

  • Mit 100 Franken sichern sie einem Menschen mit Behinderung das Überleben für einen Monat.
  • Mit 250 Franken ermöglichen Sie Trainings für dörfliche Gesundheitszentren, damit sie Menschen mit Behinderungen untersuchen, beraten und behandeln können.


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