Inklusion als Chance für alle

Unabhängig von ihrer Verschiedenheit sollen alle Menschen als gleichwertig respektiert sein, teilhaben und mitgestalten können – diese sogenannte Inklusion strebt die CBM an.

Inklusion meint den vollständigen sozialen Einschluss von Menschen mit Behinderungen. Sie hat zum Ziel, dass gesellschaftliche Strukturen so beschaffen sein müssen, dass sie allen Menschen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten von Anfang an besser gerecht werden.

Das heisst: Bei einem blinden Kind darf die Behinderung nicht zu dessen Benachteiligung führen. Vielmehr sollte ihm die Möglichkeit gewährt werden, eine Schule zu besuchen und einen Abschluss zu machen, der es erlaubt, eine Lehre oder ein Studium zu absolvieren. Nur in einer inklusiven Gesellschaft also können alle Menschen –egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht – ein unabhängiges, würdevolles Leben führen und ihr volles Potential ausschöpfen.

Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit

Ein Mädchen im Rollstuhl aus Tansania zeigt in der Schule mit einem Stock auf die Wandtafel.
So sollte Inklusion aussehen: Die 9-jährige Elisabeth aus Tansania kam mit einem offenen Rücken zur Welt. Dank der Arbeit der CBM-Partner kann sie trotz ihrer physischen Beeinträchtigung eine Regelschule besuchen.

Die CBM engagiert sich für Inklusion innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit. Menschen mit Behinderungen, die in Entwicklungsgebieten leben, sind überproportional von Armut betroffen. Um dies zu ändern, müssen ihre Bedürfnisse und Interessen in allen gesellschaftlichen Bereichen berücksichtigt werden. Dafür braucht es ein grosses Umdenken: Behinderung dürfte in der Entwicklungszusammenarbeit nicht länger als Randthema aufgefasst werden, sondern müsste in allen Programmen und Projekten als Querschnittsaufgabe gedacht werden. Nur so kann eine Gesellschaft entstehen, in der alle Bürgerinnen und Bürger die gleichen Chancen, Rechte und Pflichten besitzen.

Wer inklusive Entwicklungszusammenarbeit betreibt, muss stets darauf bedacht sein: Menschen mit Behinderungen haben spezifische Bedürfnisse. Und diese müssen gezielt gefördert werden. Ein Mädchen mit Hörbehinderung etwa soll eine Regelschule besuchen dürfen. Damit sie den Lehrstoff vollumfänglich verstehen kann, muss sie aber die Möglichkeit haben, ein Hörgerät zu nutzen. Doch es braucht noch mehr, damit Inklusion vollumfänglich funktionieren kann: Auch die Lehrkräfte und Mitschüler müssen sich an den Bedürfnissen des Mädchens mit Hörbehinderung orientieren: Entweder müssen sie die Gebärdensprache lernen oder so sprechen, damit das Mädchen von deren Lippen ablesen kann.

Für eine inklusive Gesellschaft braucht es auch öffentliche Einrichtungen und Gebäude, die barrierefrei sind: Schulen, Gesundheitsdienste oder Behördengebäude müssen zum Beispiel für Personen im Rollstuhl zugänglich sein. Ebenso müssen wichtige Informationen in Brailleschrift oder in Gebärdensprache angeboten werden.

CBM arbeitet zweigleisig

Um diese Ziele zu erreichen, verfolgt die CBM einen zweigleisigen Ansatz: Einerseits sollen Akteure der Entwicklungszusammenarbeit das Thema Behinderung in all ihren Vorhaben als Querschnittsaufgabe einfliessen lassen. Andererseits braucht es Projekte, die speziell auf Menschen mit Behinderungen ausgerichtet sind und ihre Teilhabe sowie ihre Fähigkeit zur Selbstbestimmung stärken.

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