Ecuador

Zwei Knaben und zwei Mädchen aus Ecuador mit Downsyndrom sitzen an einem Tisch und zeichnen.
In Ecuador fokussiert die CBM besonders auf die gemeindenahe Rehabilitation, um so die Weiterentwicklung von Menschen mit Behinderungen individuell zu fördern.

Ecuador trägt den Namen des Äquators, der durch das Land im Westen Südamerikas verläuft. Es grenzt im Norden an Kolumbien und im Osten und Süden an Peru. Wie Peru ist auch Ecuador durch die geografische Dreiteilung Küste – Andenhochland – Amazonastiefland geprägt, dies nur auf deutlich weniger Fläche. Die Hauptstadt Quito mit kolonialen Kulturgütern liegt im Hochland auf 2850 Metern; die grösste Stadt Guayaquil liegt an der Pazifikküste. 1’000 Kilometer vom Festland entfernt liegen die Galapagos-Inseln im Pazifik, ein abgeschiedenes Biotop und Weltnaturerbe, in dem Darwin die Entstehung der Arten bestens erforschen konnte.

In Ecuador ist die Ungleichheit ausgeprägt. In Ecuador – beim Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index) im Jahr 2014 auf Rang 88 von 188 Staaten – leben 15 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut. Ecuador hat wohl in Südamerika den höchsten Anteil an Auswandererinnen und Auswandern innerhalb der werktätigen Bevölkerung: Ein Fünftel der Bevölkerung lebt im Ausland, mit hohen Anteilen in den USA und in Spanien.  

CBM konzentriert sich auf gemeindenahe Rehabilitation

Aufgrund der relativen wirtschaftlichen Stärke ist Ecuador ein Land, aus dem sich die CBM langsam zurückzieht. Um die Situation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, unterstützt die CBM mehrere Projekte der gemeindenahen Rehabilitation und fördert deren Weiterentwicklung durch Austausch und gemeinsamen Einsatz für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. Die Projekte der gemeindenahen Rehabilitation, die individuelle Förderpläne angepasst auf die Person umsetzen, Selbsthilfegruppen unterstützen und Zugänglichkeit von Gesundheits- und Bildungswesen verbessern, sind in unterschiedlichen Räumen angesiedelt: in den Armenvierteln der Grossstadt Guayaquil, in den ländlichen Einzugsgebieten der Küstenstadt Esmeraldas und der Hochlandstadt Loja.

2016 wurde die Küste Ecuadors von einem heftigen Erdbeben mit der Stärke 7,8 erschüttert, worauf die CBM-Partner Nothilfe leisteten. In Esmeraldas konnten sie die zerstörten Unterkünfte von Menschen mit Behinderungen und deren Familien ersetzen und ihnen einen Neustart ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten ermöglichen.

Ecuador in Kürze

Ecuador war ein Zentrum des Inka-Reiches, das durch die spanischen Kolonisatoren unterworfen wurde. Wie im Nachbarland Peru ist in Ecuador die Zugehörigkeit zur ethnischen Gruppe für den sozialen Status noch heute bestimmend. Mestizen, die kulturell und herkunftsmässig gemischte Gruppe, stellen die Mehrheit, eine ebenfalls grosse Bevölkerungsgruppe ist den indigenen Gemeinschaften des Hochlands und des Tieflands und deren Diaspora in den Städten zugehörig. Ecuador lebt wirtschaftlich vom Export von Erdöl und Landwirtschafts- (Bananen, Blumen) sowie Fischereiprodukten (Krevetten aus Zuchten in biologisch gefährdeten Mangrovengebieten). Mit der hohen Abhängigkeit von Erdölexporten geht die Abhängigkeit vom Weltkonjunkturverlauf einher. Ecuador ist ausserdem ein Brennpunkt der Biodiversität.

Ecuador hat mit der Aufgabe der Landeswährung und der Dollarisierung einen Teil der wirtschaftlichen Eigenständigkeit aufgegeben. Die Offenheit zum Dollar-Währungsraum macht es sehr schwierig, eine eigene Industrie zu entwickeln.

Seit einem Jahrzehnt wird das Land politisch von einem reformerischen Kurs dominiert. Die Rechte der Indigenen werden gestärkt, die Anstrengungen für eine Entwicklung, die dem Regenwald weniger schadet, werden ebenfalls intensiviert. Überdies wurden Schritte zur Dezentralisierung unternommen und die Grundrechte auf Ernährung, Gesundheit und Bildung in die neue Verfassung aufgenommen.

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