Indien

Zwei Knaben halten die Arme um die Schulter des anderen, der eine Knabe hat aufgrund des durch den Grünen Star erhöhten Augendrucks vergrösserte Pupillen.
Die Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung: Das ist ein Ziel der CBM-Arbeit in Indien.

Indien ist ein Vielvölkerstaat in Südasien, der den grössten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Madhya Pradesh im nördlichen Landesinnern ist der zweitgrösste Bundesstaat Indiens und hat 73 Millionen Einwohner. Hauptstadt des Bundesstaats ist Bhopal. Von Ost nach West fliesst in einer grossen Flussebene die Narmada durch Madhya Pradesh. Nördlich davon schliesst sich das Vindhya-Gebirge an, das weiter nordwestlich in die Malwa-Hochebene übergeht. Südlich der Narmada-Flussebene verläuft parallel zum Fluss die Satpura-Bergkette.

Wasserknappheit in der Trockenzeit, Landerosionen während der Regenzeit und die damit verbundene saisonale Migration, Diskriminierung ethnischer Minderheiten und von Frauen, der Mangel an Lehrern und Fachärzten sowie eine schlechte Infrastruktur sind nur einige der Probleme in Madhya Pradesh, einem der ärmsten Bundestaaten Indiens.

CBM fördert neue Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen und Zugang zu Augenmedizin

Unter den Benachteiligten haben es die Menschen mit Behinderungen am schwierigsten, ein Einkommen zu generieren. Im Projekt «Einkommensförderung von Menschen mit Behinderungen» im Bundesstaat Madhya Pradesh organisiert sich die ländliche Bevölkerung in Selbsthilfegruppen, welche auch die Menschen mit Behinderungen einschliessen. Sie bauen gemeinsam Wertschöpfungsketten vom Anbau über die Ernte, Verarbeitung bis hin zur Vermarktung von biologischen landwirtschaftlichen Produkten. Dieses CBM-Projekt hat hohe Anerkennung gefunden durch die Auszeichnung mit dem Innovation Award 2017 der Zero Project Initiative.

Im Projekt des Augenspitals Sewa Sadan werden die Augenkrankheiten der Menschen aus den Bezirken Sehore, Hoshangabad, Shajapur und Harda behandelt. Ältere Menschen werden vorwiegend vom Grauen Star befreit, bei Kindern werden möglichst frühzeitig Sehstörungen erkannt und entsprechend behandelt. Das Spital führt in den Bezirken Kampagnen durch, baut Anlaufstellen auf und ermöglicht den Patientinnen und Patienten die Behandlung im Spital in Bhopal.

Im nördlichen Madhya Pradesh wird zudem ein Projekt der Gemeindeentwicklung umgesetzt. Frauen und Männer mit Behinderungen wirken aktiv in der Planung und Umsetzung mit und bestimmen dadurch mit über Inklusion und Zugänglichkeit in ihren Dörfern. 

Indien in Kürze

Indien ist der siebtgrösste Staat der Erde und erstreckt sich von West nach Ost über rund 3’000 Kilometer. Nach der Volkszählung 2011 beträgt die Einwohnerzahl Indiens mehr als 1,2 Milliarden. Damit ist Indien nach der Volksrepublik China der bevölkerungsreichste Staat weltweit. Die Bevölkerungsdichte beträgt 388 Einwohner je Quadratkilometer. Gleichwohl sind nicht alle Landesteile derart dicht besiedelt, vielmehr ist die Bevölkerung höchst ungleichmässig verteilt. Sie ballt sich vor allem in fruchtbaren Landstrichen wie der Gangesebene, Westbengalen und Kerala, während der Himalaya, die Berggegenden des Nordostens sowie trockenere Regionen in Rajasthan und auf dem Dekkan nur eine geringe Besiedlungsdichte aufweisen.

Nach Angaben der Weltbank haben heute 44 Prozent der Einwohner Indiens weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Auch wenn die Ernährungssituation seit den 1970er-Jahren entscheidend verbessert werden konnte, ist noch immer mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können. Unter- und Fehlernährung sowie Vitaminmangel ist vornehmlich in ländlichen Gebieten ein weit verbreitetes Problem, wo der Anteil der Armen besonders hoch ist. Die regionale Aufteilung des Problems lässt sich am Hunger-Index für Indien klar erkennen, der Bundesstaat Madhya Pradesh fällt hier besonders ins Auge: die Situation ist hier gravierend, vergleichbar mit den afrikanischen Staaten Tschad und Äthiopien.

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