Die eigene Tochter wieder sehen!

Thanka und ihre Tochter Santha halten sich stärkend die Hand. Die Schicksale der beiden Frauen aus Indien sind ineinander verwoben. Thanka ist Witwe und hat zwei Jahre Blindheit hinter sich. Santha hat nie heiraten können. Seite an Seite sitzen sie im Wartesaal des CBM-geförderten Spitals Little Flower von Angamaly.

Zuversichtlich meint Thanka: «Morgen werden mir die Ärzte das Sehen zurückgeben.» Die Augenlinsen der 75-jährigen Witwe sind bräunlich trüb geworden. Nur sehr spärlich und gestreut lassen sie Lichtstrahlen ein. Das Team der CBM-geförderten Augenabteilung wird die undurchsichtigen Linsen gegen künstliche auswechseln.

Schwierige Familiensituation

Die Not hat die beiden Frauen Zuversicht gelehrt. Thankas Mann ist seit langem verstorben. Er hätte traditionsgemäss für seine Tochter eine Hochzeit arrangieren müssen. So ist Santha ledig geblieben – ein schwieriges Los für eine Frau aus armem Dorf. In die Bresche hätte einer der drei Brüder springen müssen. Doch die sind längst weit weggezogen, und zwei von ihnen leiden an Alkoholsucht.

Seit eh und je kümmert sich Santha um ihre Mutter. Thanka erhält vom Staat eine kleine Altersrente, ein wenig Reis und einen Liter Kochbenzin pro Monat. Das Gemüse verdient Santha, indem sie Nachbarn zur Hand geht. Diese teilen ausserdem solidarisch, was sie übrig haben.

Eine ältere Frau aus Indien sitzt auf einem Spitalbett und wartet gebannt auf ihre Operation.
Thanka wartet gebannt auf ihre Operation.

Mit eigenem Bus holt die Klinik die Augenkranken in den Dörfern ab. Auch für Mutter Thanka wird dank Spenden das Recht auf augenmedizinische Versorgung umgesetzt.

                                                 

Eine ältere Frau aus Indien nach ihrer Operation. Sie trägt eine Augenbinde.
Bald wird Thanka wieder vollständig sehen können!

Das Leben wird hell

Trotz völlig trüb und hart gewordener Augenlinse gelingt das Auswechseln tadellos. Nach Abnahme des Verbandes blinzelt Thanka ein paar Mal, dann strahlt sie: «Ich bin überglücklich, dass ich meine Tochter wieder betrachten kann. Und ich sehne mich danach, einst auch meine Söhne wieder zu sehen.» Sofort geht Thanka frei und selbstständig umher. Santha staunt. Die neue Unabhängigkeit ihrer Mutter erleichtert sie enorm. Von nun an kann Santha vermehrt ausser Haus arbeiten und besser für das Einkommen sorgen. Und weiterhin halten sich die beiden Frauen mutmachend an Händen.

Wie Sie helfen können

Schenken Sie Augenlicht! Eine Operation am Grauen Star kostet nur 50 Franken. Bei Kindern mit Vollnarkose 180 Franken, inklusive augenoptischer Nachsorge.

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