CBM will Barrieren abbauen

Barrieren hindern in vielen Lebensbereichen die Menschen mit Behinderungen, ihre bestmögliche Lebensqualität zu erreichen. Für die CBM ist es ein zentrales Anliegen, die Barrieren aus dem Entwicklungsweg zu räumen.  

Ein Mann aus Haiti befindet sich mit seinem Rollstuhl auf einer Rampe.
Nach dem Erdbeben in Haiti hat die CBM die Chance für einen barrierefreien Wiederaufbau genutzt. Bei zukünftigen Katastrophen können sich Menschen mit Behinderungen jetzt schneller in Sicherheit bringen.

Bei «Barrieren» denkt man zuerst an physische Barrieren, also an Hindernisse wie Treppen, nicht rollstuhlgängige Wege, schwer zu öffnende Türen, in der Höhe unerreichbare Geräte, Schalter, etc. Barrieren können aber auch unauffällig sein: Lautsprecherdurchsagen, die für Hörbehinderte nicht erreichbar sind; schriftliche und grafische Hilfen, die von Sehbehinderten nicht erfasst werden können; sprachlich komplizierte Anweisungen, die von Personen mit Schreib- und Leseschwäche nicht verstanden werden. Die Auswirkungen der Barrieren sind fatal: verpasste Unterstützung, Bildung und Chancen für zukünftige Berufstätigkeit, Ausschluss von Beschäftigungsmöglichkeiten, Zuspätkommen zum Nothilfeprogramm etc. 

Die CBM arbeitet in den verschiedenen Bereichen der internationalen Zusammenarbeit an der Eliminierung der Barrieren. Wo gebaut wird, sollen physische Barrieren ausgeschlossen sein. Entwicklungsinitiativen in den verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Bildung oder Einkommensförderung werden auf die Zugänglichkeit für alle hin überprüft. Nothilfe und Wiederaufbau machen besondere Anstrengungen, die Menschen mit Behinderungen zu erreichen. Nicht zuletzt muss das Thema überall wieder in Erinnerung gerufen werden, damit mehr und mehr die Barrierefreiheit zum Anliegen aller wird.  

CBM arbeitet ganz konkret an der Barrierefreiheit

Ein lachender Junge aus Sambia mit Hörgerät.
Barrierefreiheit bedeutet auch, dass eine Augenklinik zum Beispiel auch Patientinnen und Patienten mit Hörbehinderung behandeln kann.

Die CBM kann besondere Kompetenzen in ihre Entwicklungsprogramme einbringen, um die Zugänglichkeit zu erhöhen. Alle Bauprojekte werden durch den globalen CBM-Zugänglichkeitsberater auf Barrieren hin überprüft und in der Umsetzung bezüglich Zugänglichkeit beraten.

Die CBM berät und begleitet Partner in den Entwicklungsvorhaben generell mit Fachwissen, wie diese inklusiver und zugänglicher für alle gestaltet werden können. Es ist gut, wenn eine Partner-Augenklinik bessere Versorgung mit Augenoperationen erreichen kann. Sie soll darüber hinaus aber auch in der Lage sein, auch Menschen mit zum Beispiel einer Hörbehinderung korrekt zu behandeln. Und es muss sichergestellt sein, dass Menschen aus den ärmsten Familien ebenso den Weg zur Klinik und den Aufenthalt dort auf sich nehmen können. Wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderungen in den Entwicklungsvorhaben stets mitgedacht werden, ist, dass diese selber beteiligt werden und so ihre spezifischen Bedürfnisse einbringen können. 

Die Nothilfearbeit der CBM legt ebenfalls grosses Gewicht auf Barrierefreiheit. So hat die CBM ein handybasiertes Instrument entwickelt, das in Notsituationen den Einbezug der Menschen mit Behinderungen mit guten Praktiken unterstützt. Für das Errichten von Notbehausungen hat die CBM zusammen mit der Rotkreuz-Föderation und Handicap International eine Anleitung erarbeitet, wie diese für alle zugänglich gestaltet werden können. 

Grosse Wirkung für Menschen mit Behinderungen

Alle Anstrengungen, die Zugänglichkeit der Entwicklungsvorhaben zu verbessern, bringen schlussendlich ganz konkreten Gewinn an Lebensqualität für die Betroffenen. Oftmals sind die Zusatzkosten für die zugängliche Gestaltung von Vorhaben massvoll, während spätere Korrekturen deutlich teurer werden. Auch generell sind die Kosten von Ausschluss für die Gesellschaft hoch: Findet ein Kind mit Behinderung Zugang zu Bildung und später zu einer Berufsausbildung, kann es als erwachsene Person selbständig leben, ansonsten drohen lebenslange Lasten für die Familie und die Gemeinschaft. 

Die positiven Auswirkungen der barrierefreien Entwicklungsvorhaben sind:

  • Eine grössere Unabhängigkeit, mehr Bewegungsfreiheit und mehr Perspektiven ergeben eine höhere Lebensqualität für die Betroffenen
  • Die Zugänglichkeit zu Gesundheitsdiensten und der Einbezug in Prävention erhöht die Gesundheit und reduziert die Krankheitslasten
  • Zugänglichkeit und Einbezug ermöglichen Teilhabe und soziale Inklusion. Die Betroffenen gewinnen Zufriedenheit, psychosoziale Folgeprobleme des Ausschlusses werden geringer

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