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«Dieses kleine Gerät hat mich gerettet»


Trotz abnehmender Hörkraft kämpft sich Ousmane Nakoulma ins Gymnasium. Doch die Schwierigkeiten nehmen weiter zu. Bis überraschend die Wende eintritt.

«Die Hörprobleme begannen kurz vor der Abschlussprüfungen am Ende der Primarschule», erinnert sich der 19-jährige Ousmane aus Manga, einer Kleinstadt im Süden von Burkina Faso. Ousmane fiel durch die Prüfungen, gab aber nicht auf. Ein Jahr darauf schaffte er sie.

Allerdings: Ein gutes Ende seiner Odyssee zeichnete sich nicht ab – im Gegenteil. Im Alltag kam Ousmane mit seiner Hörbehinderung einigermassen gut zurecht. Doch im Gymnasium konnte er dem Unterricht immer weniger folgen. Und Ousmane verlor zusehends den Kontakt zu vielen seiner Freunde und war oft alleine. «Ich konnte kaum mehr mit den anderen Schülern reden. Ich und sie mussten schreien, damit ich etwas hören konnte. Es war eine schwierige Zeit für mich und ich hatte Angst.» Auch vom Spott der Mitschülerinnen und Mitschüler blieb er nicht verschont.

Ein Jugendlicher aus Burkina Faso, der ein Hörgerät trägt, sitzt mit anderen Schülerinnen und Schülern in einem Klassenraum und sieht nach vorne.
Dank seinem Hörgerät kann Ousmane problemlos am Unterricht teilnehmen.

Auf Anraten seiner Mutter besuchte Ousmane seinen Onkel in der Hauptstadt Ouagadougou, wo es, anders als in Manga, eine Klinik gibt. Dort wurden ihm drei Mal die Ohren ausgespült – allerdings ohne Erfolg. Entmutigt ging er wieder zurück nach Manga und fing bereits an, sich mit seiner Situation abzufinden.

Doch das Glück kehrte zu Ousmane zurück: Er traf eine Fachperson des CBM-Partners OCADES (Organisation Catholique pour le Développement et la Solidarité; nationale Caritas-Organisation), die in seiner Schule eine Reihenuntersuchung durchführte. Solche Reihenuntersuchungen verfolgen den Zweck, Personen mit Hör- oder anderen Behinderungen in Gebieten zu identifizieren, in denen der Zugang zur Gesundheitsversorgung nur beschränkt oder nicht vorhanden ist. Der Facharzt untersuchte Ousmane und der Befund war eindeutig: Ousmane erlitt den Hörverlust aufgrund einer Mittelohrentzündung, die er in seiner Kindheit hatte. Der Arzt klärte Ousmane über seine Behinderung auf und erzählte ihm, dass er mit einem Hörgerät wieder würde hören können. Weder Ousmane noch seinen Eltern war bekannt, dass so etwas möglich ist.

Porträt eines Jugendlichen aus Burkina Faso, der ein Hörgerät trägt und vor einer Wandtafel steht.
Ousmane hat eine schwierige Zeit hinter sich, nun steht er glücklich im Leben.

Neben OCADES erhielt er auch Unterstützung von einem Mädchen, welches dasselbe Gymnasium besucht wie er. Bereits über seine Behinderung aufklärt und im Wissen, dass er mit einer Hörhilfe wieder hören kann, sprach er das Mädchen an, da sie selbst eine Hörhilfe trägt. Das Gespräch mit ihr habe ihn sehr ermutigt, erzählt er.

Kurze Zeit später erhielt er endlich sein Hörgerät. «Das Hörgerät hat mich gerettet», sagt Ousmane heute. «An dem Tag, als ich die Hörhilfe bekam, bin ich überglücklich gewesen». Mit dem Hörgerät kann er wieder problemlos dem Unterricht folgen, was sich auch in seinen Noten widerspiegelt. Und Ousmane hat seinen Freundeskreis wiedergefunden und wird nicht mehr ausgeschlossen wie früher.

Nächstes Jahr möchte er die Maturitätsprüfung schaffen und danach an die Universität. Sein Traum ist es, Polizist zu werden. «Ich blicke sehr optimistisch in meine Zukunft», lächelt Ousmane zufrieden.

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