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Kleiner Eingriff, grosse Wirkung

«Wie soll meine Tochter sich je im Leben zurechtfinden», fragte sich Sugana Mongam aus Zentralindien tief besorgt. Alekhya war seit drei Jahren blind. Doch dann erhält das fünfjährige Mädchen unerwartet die Sehkraft zurück.

Wenige Stunden nachdem sie wieder sehen kann, rennt Alekhya daheim zu zwei Mädchen hin. Im Sand spielen sie Kochen mit alten Tellern und Bechern. Alekhya holt Wasser und springt erstmals – ohne zu stolpern oder zu fallen – über die Buckel und Löcher zwischen den Lehmhäusern. Die Mutter schaut mit strahlendem Lächeln zu. Tage zuvor und erst mit einem Auge sehend, hat sich Alekhya solches nicht zugetraut.

Erblindet völlig zurückgezogen

Ein Mädchen aus Indien, das am Grauen Star erblindet ist, sitzt auf einer Matratze.
«Nie spielte Alekhya», berichtet ihre Mutter. «Die ganze Zeit über blieb sie auf unserer Schlafmatte und bewegte sich sehr langsam.»

Keinen Schritt hingegen wagte Alekhya, als sie noch auf beiden Augen blind war. Ängstlich verharrte sie auf der Schlafmatte, die sie sich mit den Eltern teilt. «Wieso muss mein einziges Kind leiden?», schrie es in Mutter Sugana. «Alekhya wird nie zur Schule gehen können und für sich selbst sorgen!»

Aufgefallen war die Erblindung bald nach Alekhyas zweitem Geburtstag. «Ganz nah vor Augen hielt sie sich die Dinge», erinnert sich die Mutter, «versuchte, sie aus den Augenwinkeln zu erspähen. Doch sie erkannte nichts mehr. Sie ging nur noch tastend. Draussen stolperte sie, fiel hin, und fand oft nicht einmal mehr zum Haus zurück. Und drinnen stiess sie sich an den Wänden.» Dass Alekhya geheilt werden könnte, wussten die Eltern überhaupt nicht. Als Tagelöhner auf Feldern erzielen sie zudem nur ein karges Einkommen, was einen Arztbesuch für sie unerschwinglich macht.

Ausser sich vor Freude war Sugana Mongam daher von der überraschenden Nachricht eines Nachbarn: Ein augenmedizinisches Team komme in ein Dorf der Region und behandle kostenlos. Ohne zu zögern, begibt sie sich mit Alekhya dahin. Das mobile Team der CBM-geförderten Klinik Sankar stellt in beiden Augen den Grauen Star fest. Per Bus bringt es alle Erkrankten zur vier Fahrstunden entfernten Klinik bei Vishakhapatnam an der Ostküste. Dort wird zunächst die Linse des linken Auges durch eine künstliche ersetzt. Nachdem es gut verheilt ist und Wochen später sich dessen maximale Sehkraft entwickelt hat, wird Alekhya auch im zweiten Auge am Grauen Star operiert.

Eine Frau aus Indien sitzt mit ihrer Tochter, die einen Augenverband trägt, auf einem Spitalbett. Neben ihnen sitzt die Augenärztin.
«Endlich nimmt man mir den Augenverband ab!» Chirurgin Dr. Suparna Ghantasala besucht Alekhya am Tag nach der Operation des zweiten Auges.
Drei Kinder aus Indien sitzen nebeneinander, das Kind in der Mitte blättert in einem Schulheft.
Alekhyas Freundin Sruthi (links) hat ihre Schulhefte mitgebracht. Voller Freude zeichnet Alekhya Buchstaben und Ziffern nach. Jetzt, wo sie wieder sieht, kann sie es kaum erwarten, in die Schule zu kommen!

Alekhya sprüht vor Lebensfreude

Als die Mutter am Tag nach der zweiten Operation gerade nicht hinschaut, zupft Alekhya am Augenverband. Sie kann es kaum erwarten, mit beiden Augen zu sehen! Kaum hat ihn schliesslich eine Pflegerin entfernt, rennt Alekhya begeistert durch die Gänge und hüpft auf dem Spitalbett herum. Mit Tränen in den Augen beobachtet Sugana Mongam das frohe Treiben: «Alekhya ist richtig flink! Ohne Sehvermögen war sie sehr langsam. Nie spielte sie. Nun will sie sich alles ansehen. Seht, welch selbstständige Tochter ich jetzt habe – ich bin überglücklich!»

Eine Pflegerin bringt bunte Spielsachen und Alekhya betrachtet diese fasziniert. «Nie zuvor hat sie Farben wahrgenommen», bemerkt die Mutter und erklärt sie ihr: «Gelb, blau, rot, grün.» Da purzelt ein Spielzeug vom Bett und Alekhya holt es sogleich. Verblüfft meint Sugana Mongam: «Nichts konnte sie früher aufheben. Und jetzt findet sie es derart schnell!»

Voller Wissbegierde und Hoffnung

Wieder zu Hause, zeigt ein Nachbarmädchen Alekhya Schulbücher. Mit strahlenden Augen taucht Alekhya ein und betrachtet Ziffern und Buchstaben. Diese versucht sie fröhlich singend nachzuschreiben, was schon auf Anhieb ansprechend gelingt. «Sie schreibt bereits A und B», freut sich die Mutter von Hoffnung erfüllt. «Ich möchte, dass Alekhya in der Schule viel lernt. Sie soll einst ein besseres Leben haben als ihre Eltern!»

Wie Sie helfen können

Bringen Sie in Armut lebenden Menschen das Augenlicht zurück. Bei Kindern wird der Eingriff am Grauen Star unter Vollnarkose durchgeführt. Mit 180 Franken schenken Sie einem Kind die Sehkraft. Mit bloss 50 Franken ermöglichen Sie einer erwachsenen Person eine Graue-Star-Operation.

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