Mama, warum sind wir blind?

Mama Swai hat keine Antwort auf die Frage ihrer Kinder – ein Wunder müsste geschehen... 

Eine Frau aus Tansania kocht über der Feuerstelle, ihre drei blinden Kinder sitzen nebenan.
Alle drei Kinder der Familie Swai sind am Grauen Star erkrankt.

«Ich fühle mich ausgelaugt und ohne Hoffnung», sagt Mama Swai traurig. «Nicht nur meine beiden Söhne Joel und Zacharia sind erblindet, jetzt sieht auch meine Tochter Stella immer schlechter.» Der 4-jährige Joel wagt alleine keinen Schritt; pausenlos hält er sich an Mama fest. Sie kommt kaum zum Arbeiten.

«Es ist sehr hart», seufzt sie. «Meine Mutter schenkt uns Bananen, die ich feilbiete. Das reicht knapp, um das nötige Essen zu kaufen. Junge Hühner verkaufe ich und bezahle damit die Schulgebühren für Stella.» Doch ihre 9-jährige Tochter erkennt an der Wandtafel nichts mehr.

Für die Bauernfamilie aus der Kilimandscharo-Region ist nur schon eine medizinische Abklärung unerschwinglich.

Die rettende Operation

Der leitende Augenchirurg Dr. Heiko Philippin freut sich mit der Familie über das zurückgekehrte Augenlicht!
Der leitende Augenchirurg Dr. Heiko Philippin freut sich mit der Familie über das zurückgekehrte Augenlicht!

An der CBM-geförderten Klinik in Moshi erhalten mittellose Familien augenmedizinische Hilfe. Als Mama Swai davon hört, flammt Hoffnung auf. Irgendwie schafft sie es, die Fahrtkosten zusammenzukratzen.

Alle drei Kinder, ergibt die Diagnose in der Klinik, sind am Grauen Star erkrankt. Infektionen und Mangelernährung während der Schwangerschaft sowie Vererbung können die Ursache sein. Die trüben Linsen der Kinder werden umgehend durch klare künstliche ersetzt. Die neu erhaltene Sehkraft erreicht etwa nach drei Monaten das Maximum und wird dann mittels Brille optimiert.

Am Tag nach der Operation werden erst einmal die Augenverbände abgenommen – der grosse Moment! «Mama, Mama», ruft Stella freudig und blickt auf eine Tafel mit Telefonnummern. «Ich kann von weit weg diese Zahlen erkennen!» Joel bewegt sich derweil selbstständig durch den Klinikgang. Lebhaft schaut er sich um und bestaunt das bunte Kleid einer Dame. Mama Swai ist voller Dank: «Ich bin überglücklich!»

Warten auf Hilfe

Weltweit sind rund 39 Millionen Menschen blind - von ihnen ist jeder zweite am heilbaren Grauen Star erblindet. Diese Kinder, Frauen und Männer warten sehnsüchtig auf Hilfe.

Wie Sie helfen können

Eine Graue-Star-Operation kostet lediglich 50 Franken. Bei Kindern mit Vollnarkose 180 Franken, inklusive augenoptischer Nachsorge. Das Augenlicht ist das schönste Geschenk, das Sie einem Menschen bereiten können!

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