CBM unterstützt lokale Entwicklung für eine bessere Zukunft

Eine Frau ist in der Hocke und untersucht mit Fingerübungen die Sehkraft eines Knaben aus Uganda. Im Hintergrund schauen zwei Frauen zu.
Eine Fachfrau der gemeindenahen Entwicklung untersucht die Sehkraft des 6-jährigen Augustine aus Uganda.

Hilfe zur Selbsthilfe: nur wenn die Betroffenen selber ihr Schicksal in die Hand nehmen, mitbestimmen und ihre Initiativen starten, verändert sich die Zukunft zum Positiven. Die CBM unterstützt diese Prozesse so, dass wirklich alle, einschliesslich Menschen mit Behinderungen und ihre Familien und generell die Schwächsten, beteiligt sind und sich ihre Lebenssituation verbessert. 

Eine generelle Lehre aus Entwicklungsbemühungen ist, dass dort, wo die Menschen ihre Anliegen selbst einbringen und sich aktiv beteiligen können, mehr Erfolge möglich sind. Die Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert vor allem als gemeinschaftliche Selbsthilfe: der Gemeinschaftssinn ist wichtig für gute Resultate.

Die CBM unterstützt gemeindenahe inklusive Entwicklung. Ein besonderes Augenmerk liegt also darauf, dass nicht wieder die Schwächsten ausgeschlossen sind, sondern dass zum Beispiel Menschen mit Behinderungen, Alte, Kinder und Frauen einbezogen sind. Sie sollen ihre Probleme und Bedürfnisse ausdrücken sowie ihre Meinung einbringen können. So entstehen Lösungen für die ganze Gemeinschaft, die eben auch die Bedürfnisse der Schwächsten beantworten.

Umfassende Hilfe

Von unseren insgesamt 65 Projekten unterstützt ein Dutzend lokale, inklusive Entwicklungsprozesse. Dabei spielen verschiedene Ansätze zusammen:

  • Begleitung der Menschen mit Behinderungen in ihrer eigenen Rehabilitation (etwa durch Zugang zu medizinischer Versorgung oder bei der Einschulung)
  • Stärkung der Selbsthilfegruppen, damit diese ihre Stimme erheben und ihre Anliegen besser einbringen können
  • Sensibilisierung der Gemeindeeliten und Behörden, damit sie den Anliegen der Schwächsten Raum gewähren
  • Verbesserung der Basisdienstleistungen wie Gesundheit und Bildung, sodass wirklich alle Zugang zu qualitativ guten Diensten finden
Ein Knabe aus Peru baut einen Turm aus farbigen Klötzen.
Mit farbigen Klötzen etwa übt José Alex das Zählen.

Projekte der gemeindenahen inklusiven Entwicklung arbeiten dabei wie folgt: 

  • Aufsuchende Sozialarbeit, um die Menschen mit Behinderungen und ihre Familien zu identifizieren
  • Erarbeitung von individuellen Zukunftsplänen, wo individuell abgestimmt Rehabilitation angegangen wird (z.B. medizinische Eingriffe, Ausrüstung mit Hilfsmitteln, Frühförderung, Einschulung, wirtschaftliche Perspektive, Überwindung der Ausgrenzung)
  • Sensibilisierung und Training von Eliten (Gemeinde- oder Quartierchefs, Schulleitungen, Behörden), damit sie den Anliegen und der Beteiligung der Betroffenen Raum geben
  • Unterstützung bei der Qualitätsentwicklung von Basisdiensten und Ausrichtung dieser Dienste auf alle (inklusive Gesundheitsversorgung, inklusive Bildung)
  • Kampagnen in der breiten Bevölkerung, damit Diskriminierung und Ausgrenzung abgebaut werden
  • Vermittlung von Zugang zu Förderprogrammen (Kleinkreditinstitute, staatliche Sozial- und Entwicklungsfonds) und Training in der erfolgreichen Nutzung

Was gemeindenahe inklusive Entwicklungsprojekte alles vermag, zeigt das Beispiel von José Alex aus Peru. Er ist praktisch blind, schielend, und zudem sind bei ihm Denkvermögen und Motorik eingeschränkt. Zudem hatte der heute Elfjährige weder zu gehen, zu sprechen noch selbstständig zu essen gelernt. Trotzdem besucht er seit gut einem halben Jahr die erste Klasse und lernt freudig. Die Lehrerin schult ihn gemäss seinen Fähigkeiten, wie sie es sich in einem durch die CBM ermöglichten Kurs angeeignet hat. Dass er sich in eine Schulklasse einzufügen vermag, ist die Frucht jahrelangen, individuellen Förderns durch eine CBM-Helferin.

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