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CBM-App hilft Menschen in Not

Die CBM hat eine innovative App für Katastrophensituationen entwickelt. Die Smartphone-Anwendung gibt vor Ort helfenden Personen leicht umsetzbare Anleitungen und Tipps, wie sie Menschen mit Behinderungen Zugang zur Nothilfe ermöglichen können.

Eine Frau mit Gehhilfe aus Haiti und ihre Tochter stehen in den Trümmern eines Hauses.
Gerade in Katastrophensituationen sind Menschen mit Behinderungen besonders gefährdet. Die CBM-App gibt Helferinnen und Helfern praxisnahe Anleitungen, Menschen mit Behinderungen gezielt in ihre Nothilfemassnahmen miteinzubeziehen.

Das «Humanitarian Hands-on Tool» (HHoT), so heisst die von der CBM programmierte kostenlose und barrierefreie App, wird weltweit in Katastrophengebieten eingesetzt. Die Smartphone-Anwendung leitet dazu an, bei Nothilfemassnahmen nach Erdbeben, Hurrikans, Überschwemmungen und anderen Katastrophen Menschen mit Behinderungen gezielt miteinzuschliessen. Denn auch in Notsituationen sind sie besonders benachteiligt: Hilfsmittel wie Rollstühle, Krücken oder Brillen sind schnell beschädigt oder gehen gar verloren. An welchen Orten Lebensmittel verteilt werden, wird in der Regel bloss mündlich oder schriftlich mitgeteilt – entsprechend erhalten gehörlose oder sehbehinderte Menschen die Informationen nicht. Und Notunterkünfte sind nur selten barrierefrei.

Umfangreich, leicht verständlich und offline verfügbar

Die App zeigt, wie technische Entwicklungen dazu beitragen, Menschen in Not zu helfen. Die CBM-Anwendung gibt Hilfsorganisationen in Krisengebieten praxisnahe und konkrete Anleitungen, wie sie in ihrer Nothilfearbeit den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen, aber auch von älteren Menschen, Kindern und Schwangeren besser gerecht werden können. So beschreibt die App, wie eine gerechte Verteilung von Lebensmitteln und anderen Gütern des Grundbedarfs aussehen kann. Oder sie gibt Tipps für den Bau von barrierefreien Notunterkünften, sanitären Anlagen und Brunnen. Leicht verständliche Signalisierungen und Beschilderungen finden sich ebenfalls im umfangreichen Informationsangebot der App.

In Katastrophengebieten ist die Internetverbindung oftmals unterbrochen, von schlechter Qualität oder gar nicht vorhanden. Deshalb ist die HHoT-App auch offline nutzbar, nachdem sie über Google Play oder den App Store heruntergeladen worden ist. Sobald dann wieder eine Netzverbindung besteht, erfolgt eine automatische Aktualisierung der Inhalte, damit die Userinnen und User schnellstmöglich wieder auf dem neusten Stand sind. 

Weitere App in Kürze fertig

Die CBM arbeitet, in Kooperation mit der Swiss NGO DRR Platform, bereits an der Fertigstellung einer weiteren App. Die App mit dem Namen i-DRR wird ebenfalls barrierefrei sein und Fachpersonen, Hilfsorganisationen, Regierungen sowie weitere Akteure darin unterstützen, Massnahmen zur inklusiven Katastrophenvorsorge auf Gemeindeebene umzusetzen. Das Ziel von i-DRR ist somit auch das Schliessen von Lücken, die momentan bei der Umsetzung von inklusiven Vorsorgemassnahmen bestehen. Die App, die für jeden Risikokontext angewendet werden kann, ist eine Sammlung von kurzen, handlungsorientierten Anleitungen: etwa zu zugänglichen Notunterkünften, Frühwarn- und weiteren Informationssystemen oder zu Transportmitteln und -wegen.

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