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CBM-Apps ermöglichen inklusive Nothilfe und Katastrophenvorsorge

Die CBM hat zwei Apps entwickelt, damit lokale Fachpersonen sowie andere Organisationen ihre Massnahmen barrierefrei gestalten können: in Katastrophensituationen und bei der Katastrophenvorsorge. So sollen Menschen mit Behinderungen und andere besonders gefährdete Menschen nicht zurückgelassen werden.

Nicht jeder Mensch ist dem gleichen Katastrophenrisiko ausgesetzt. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, schwangere Frauen und Kinder etwa sind oft gefährdeter als andere Gruppen. Denn bei Massnahmen der Katastrophenvorsorge werden sie häufig vergessen. Gleiches gilt auch bei Katastrophensituationen: Vielfach ist es Menschen mit Behinderungen nicht möglich, Zugang zu Schutzräumen, sicheren Unterkünften oder Verteilstellen zu erlangen. Die CBM hat deshalb je eine App für inklusive Humanitäre Hilfe und Katastrophenvorsorge entwickelt.

Humanitarian Hands-on Tool (HHoT)

Die App HHoT wurde 2017 von der CBM lanciert und richtet sich an Hilfsorganisationen, Einsatzkräfte von Regierungen und an andere Akteure der Humanitären Hilfe. Sie gibt praxisnahe und konkrete Anleitungen, wie diese Akteure in ihren Nothilfemassnahmen nach Erdbeben, Hurrikans, Überschwemmungen und anderen Katastrophen den Anliegen von Menschen mit Behinderungen, aber auch von älteren Menschen, Kindern und Schwangeren besser gerecht werden können. So beschreibt HHoT, wie eine gerechte Verteilung von Lebensmitteln und anderen Gütern des Grundbedarfs aussehen kann. Oder die Smartphone-Anwendung gibt Tipps für den Bau von barrierefreien Notunterkünften, sanitären Anlagen und Brunnen. Leicht verständliche Signalisierungen und Beschilderungen finden sich ebenfalls im umfangreichen Informationsangebot der App.

Inclusive Disaster Risk Reduction (i-DRR)

2019 hat die CBM eine weitere App entwickelt, in Kooperation mit der Swiss NGO DRR Platform. i-DRR enthält praktische Tipps, die Fachpersonen in den betroffenen Gemeinden sofort in ihrem Arbeitsalltag umsetzen können und unterstützt sie darin, Massnahmen zur inklusiven Katastrophenvorsorge auf Gemeindeebene zu implementieren. i-DRR deckt dabei den gesamten Zyklus der Katastrophenvorsorge ab: Gefährdungs- und Risikobewertungen, Massnahmen zur Reduzierung von Katastrophenfolgen sowie Notfallvorkehrungen auf Haushalts- und Gemeindeebene zur Vorbereitung auf Katastrophenfälle.

Ein Mann zeigt einem anderen Mann aus Simbabwe etwas auf einem Mobiltelefon.
Die App i-DRR unterstützt lokale Fachpersonen in der Umsetzung von Massnahmen der Katastrophenvorsorge, die für alle Menschen zugänglich sind.

Die App, die für jeden Risikokontext und in jedem Land angewendet werden kann, bietet eine Sammlung von kurzen, handlungsorientierten Anleitungen: etwa zu zugänglichen Notunterkünften, Frühwarnsystemen oder zu Such- und Rettungsdiensten. Die Informationen weisen einen hohen Detailgrad auf. Die Anleitung zu barrierefreien Schutzräumen beispielsweise gibt technische Details vom Raum an sich, zum Eingang bis hin zum Türgriff. i-DRR bezieht sich auf alle Gruppen, die bei Katastrophen besonders gefährdet sind. Es sind dies Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, schwangere Frauen, Kinder sowie andere Gruppen von Menschen, die aufgrund ihrer Armut, ihrer ethnischen, religiösen oder kulturellen Zugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung oder aus anderen Gründen diskriminiert werden.

Beide Apps sind barrierefrei, kostenlos und, nachdem sie heruntergeladen worden sind, auch offline nutzbar. 

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