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CBM hilft Rohingya

Ein Mädchen der Rohingya sitzt vor der Hütte ihrer Familie.
Die elfjährige Rashida brach sich vor sechs Jahren mehrfach Fuss- und Unterschenkel. Vom CBM-Team hat sie nun zum ersten Mal im Leben medizinische Behandlung erhalten.

In Flüchtlingscamps gedrängt hoffen rund eine Million Angehörige der Rohingya auf ein Leben in Würde und Sicherheit. Vor zwei Jahren wurden sie aus Myanmar vertrieben. Die CBM unterstützt die Rohingya-Flüchtlinge seit Ende 2017 über ein einheimisches Klinikteam.

Dicht aneinandergereiht liegen die Hütten aus Bambus und Plastikplanen der Rohingya-Flüchtlinge in Cox’s Bazar im Distrikt Chittagong im Südosten von Bangladesch. Die Hygienesituation für die etwa eine Million Rohingya ist schlecht, das zu trinkende Wasser verschmutzt. 2017 wurden sie mit Armeegewalt aus ihrer Heimat an der Küste Myanmars vertrieben. Doch auch heute können sie nicht in ihre damals abgebrannten Dörfer zurückkehren. Noch immer sind Angehörige der Rohingya in Myanmar Unterdrückung und Gewalt ausgesetzt.

Medizinische Nothilfe durch CBM-Partner

Ein von der CBM gefördertes Klinikteam leistet seit Dezember 2017 medizinische Hilfe. Es betreibt im Camp Balukhali in Cox’s Bazar dauerhaft ein medizinisches Zentrum, behandelt jedoch Menschen sämtlicher Rohingya-Camps, indem es regelmässig auf Aussenbesuche geht. Zum Team gehören Allgemein-, Augen- und OhrenärztInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen sowie Pflege-, Sanitäts- und Fachpersonen für psychische Gesundheit. 

Die mehrheitlich erwachsenen Patientinnen und Patienten leben häufig mit körperlichen Behinderungen, vorwiegend verursacht durch ihre vormals körperlich harte Arbeit in Myanmar. Doch auch Entbindungen ohne fachgerechte Hilfe und un- oder nicht richtig behandelte Brüche nach Unfällen haben zu bleibenden Behinderungen geführt. Denn in Myanmar wurde vielen Angehörigen der Rohingya der Zugang zu medizinischer Unterstützung verwehrt. Zudem sind viele Menschen wegen der schlechten hygienischen Zustände in den Flüchtlingscamps in Cox’s Bazar erkrankt. Ebenso viele haben angesichts des Erlebten und der Belastung psychische Traumata erlitten.

Die CBM bietet seit Januar 2019 einen sicheren Hort, wo Kinder unbeschwert spielen können. Eine Rutsche, Bälle, Puzzles und andere Spiele lassen die Kinder ihr schweres Los für eine Weile vergessen, und die Eltern erhalten Freiraum.

Ein Mädchen der Rohingya steigt mit Hilfe von Krücken vorsichtig eine in lehmige Erde gearbeitete Treppe hinunter.
Dank der Stöcke von der CBM kann sich Rashida erstmals ohne Hilfe draussen frei bewegen.
Ein Kind mit Hörbehinderung der Rohingya spielt fröhlich mit farbigen Lego-Steinen, wobei er einen Turm gebaut hat und einige Steine auf seinem Kopf balanciert.
Yasin, er hat eine Hörbehinderung, geniesst im CBM-Hort unbeschwerte Stunden.


Von den Rohingya tragen besonders viele an einer schweren Behinderung, berichtet Physiotherapeut Shahinur: «Manche entstehen schon bei der Geburt, weil die Frauen meistens ohne fachgerechte Hilfe entbinden, das kann Klumpfuss sein oder Hirnschädigung. Dann durch lebenslange Fehlbelastungen, weil sie schwere Lasten tragen oder in stets in derselben Stellung arbeiten müssen, zum Beispiel knieend. Oft aber auch, weil Brüche nach Unfällen nicht richtig behandelt worden sind.»

Hoffnung schenken

Ohne sichtbare Perspektiven müssen die Rohingya in den Flüchtlingslagern ausharren. Die Menschen sehnen sich danach, sicher und in den eigenen Dörfern zu leben: ihre Felder zu bestellen, auf Fischfang zu gehen. Die medizinische und psychologische Unterstützung der CBM bringt nun den Familien körperliche und seelische Linderung, und Hoffnung.

Die CBM-Nothilfe in den Rohingya-Flüchtlingslagern wird von der Glückskette mitfinanziert.

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