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Nach Wirbelsturm Idai: CBM leistet Nothilfe in Simbabwe

Der Zyklon Idai hat in Südostafrika schwere Verwüstungen hinterlassen. Rund 3 Millionen Menschen sind durch die Naturkatastrophe direkt betroffen gewesen. Die CBM Christoffel Blindenmission leistet Nothilfe in Simbabwe.

Frauen aus Simbabwe waschen an einem von Zyklon Idai verwüsteten Ort notdürftig ihre Kleider.
Die Menschen der verwüsteten Gebiete Zimbabwes versuchen, inmitten der Trümmer zum Alltag zurückzukehren.

Die internationale CBM-Föderation konzentriert ihre Nothilfe auf die stark betroffenen Provinzen Masvingo und Manicaland in Simbabwe. Als Soforthilfe verteilte die CBM mit ihrem lokalen Partner Jairos Jiri Association (JJA) monatlich dringend benötigte Nahrungsmittel und Güter des Grundbedarfs an betroffene Personen. Zudem erhielten Menschen mit Behinderungen und Verletzte Hilfsmittel wie Rollstühle oder Krücken, die infolge der Katastrophe beschädigt worden wurden oder die sie aufgrund ihrer Verletzungen gebraucht haben. JJA vermittelt auch physiotherapeutische Hilfe. Insgesamt erreicht die CBM-Nothilfe 800 Haushalte mit Menschen mit Behinderungen und anderen verletzlichen Personen, beispielsweise Kleinkinder, schwangere Frauen oder ältere Menschen.

Cash Transfer und psychosoziale Hilfe

Ab Juli wurde die Nothilfe auf sogenannte Cash Transfer umgestellt. Diese Geldzahlungen an betroffene Familien sind eine in der humanitären Hilfe erprobte und wirkungsvolle Massnahme. Cash Transfers vereinen viele Vorteile: Unter anderem sind sie schnell und sicher, sie wahren die Würde und Entscheidungsfreiheit der Menschen und sie stärken die auch während einer Krise funktionierenden lokalen Märkte. Dank diesen Geldzahlungen können sich die Familien in Not das ermöglichen oder kaufen, was sie am dringendsten benötigen.

Um die psychosoziale Hilfe in den betroffenen Gebieten zu verbessern, bildet die CBM, zusammen mit dem lokalen Partner REPSSI, 220 Pflegefachpersonen und weiteres Gesundheitspersonal in psychischer Gesundheit und psychosozialer Hilfe aus. Sämtliche Klinken und Gesundheitsposten im Distrikt Chimanimani in der Provinz Manicaland sind beteiligt.

Mittelfristig werden Menschen mit Behinderungen im Anbau von Nahrungsmitteln unterstützt, um ihre Nahrungsmittelsicherheit zu gewährleisten und ihre Lebensgrundlagen neu aufzubauen. Denn der Wirbelsturm zerstörte, kurz vor der Ernte, unzählige Felder, weshalb eine Ernährungskrise droht.

In Notsituationen wie dieser unterstützt die CBM alle betroffenen Menschen, legt dabei aber einen besonderen Fokus auf die Hilfe für Menschen mit Behinderungen: Menschen mit einer Geh- oder Sehbehinderung können sich in überschwemmten Gebieten oder angesichts unterbrochener Verbindungen kaum fortbewegen oder zurechtfinden. Von der allgemeinen Nothilfe bleiben sie oft ausgeschlossen. Deshalb liegt ein Schwerpunkt der Arbeit der CBM auch darin, andere Nothilfeorganisationen für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.

Zwei Männer unterhalten sich mit einem anderen Mann, der in Simbabwe vom Zyklon Idai betroffen ist.
Fachpersonen des CBM-Nothilfeteams tauschen sich mit betroffenen Personen aus, um ihre Bedürfnisse aufzunehmen und sie gezielt unterstützen zu können.
Ein Mann mit Gehbehinderung und weitere Personen erhalten Nahrungsmittel.
Zur CBM-Nothilfe gehört unter anderem die Verteilung von Nahrungsmitteln.

Immenser Bedarf an Hilfe

Am 14. März traf der Zyklon Idai mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde in Mosambik auf Land und hat besonders in der Grossstadt Beira grosse Schäden hinterlassen. Ebenfalls hart getroffen wurde auch Simbabwe, in das der Wirbelsturm neben Malawi weiterzog. Ganze Dörfer sind komplett zerstört. Über 1'000 Menschen sind gestorben und Hunderttausende ohne Obdach. Nach Einschätzung der UNO ist es eine der schlimmsten Naturkatastrophen auf der Südhalbkugel. Circa 3 Millionen Menschen sind ihr zufolge direkt vom Unglück betroffen gewesen. 

Alberto Tonon, der die CBM-Nothilfe vor Ort in Simbabwe koordiniert, berichtet vom grossen Leid, das er angetroffen hat: «Viele Menschen haben ihre Häuser und Ernten verloren. Sie wissen nicht, wo sie schlafen und wovon sie in den nächsten Monaten leben sollen. Sie möchten nicht abhängig sein von den Nahrungsmitteln der Regierung und Hilfsorganisationen, sondern einfach in ihr Leben zurückfinden.»

Wie Sie helfen können

Unterstützen Sie die Opfer des Zyklons Idai mit einer Spende. Vielen herzlichen Dank!


Falls für das Nothilfe-Projekt in Simbabwe mehr Geld eingeht als benötigt, werden wir es für ähnliche Nothilfe-Projekte einsetzen.

Die CBM-Nothilfe in Simbabwe wird von der Glückskette mitfinanziert.

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