Sofortige und langfristige CBM-Nothilfe für Menschen mit Behinderungen

Ereignet sich eine Katastrophe, leistet die CBM zunächst Soforthilfe. Betroffene werden danach beim barrierefreien Wiederaufbau und der Traumabewältigung sowie bei der langfristigen Sicherung ihrer Existenz unterstützt. In Notsituationen hilft die CBM allen betroffenen Menschen, legt ihren Fokus jedoch auf die Hilfe für Menschen mit Behinderungen.

In Katastrophenfällen, wie zum Beispiel bei Erdbeben, Stürmen, Überschwemmungen, Dürreperioden, Hungersnöten und Kriegen, leiden Menschen mit Behinderungen besonders, sind sie doch oft von der allgemeinen Nothilfe ausgeschlossen: Menschen mit einer Geh- oder Sehbehinderung können sich in den Trümmern kaum fortbewegen oder zurechtfinden. Deshalb leistet die CBM neben ihrer gewöhnlichen Projektarbeit auch Nothilfe.

Phase 1: Soforthilfe

Frauen verteilen Hilfsgüter.
Mitarbeiterinnen vom CBM-Partner OVCI bereiten Hilfsgüter für die Erdbebenopfer in Ecuador vor. Foto: CBM/OVCI.

In einer Nothilfesituation arbeitet die CBM mit ihren lokalen Partnern vor Ort, um den Betroffenen möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen. Besonders wichtig ist, dass die Soforthilfe inklusiv umgesetzt wird. Dass sie also auf die spezifischen Bedürfnisse von beeinträchtigen Personen eingeht. Menschen mit Behinderungen brauchen Zugang zu Lebensmitteln, temporären Unterkünften, Kleidung und lokalen Nothilfeprogrammen. Um dies zu gewährleisten, beseitigt die CBM die Barrieren, die den behinderten Menschen jenen Zugang verwehren. Zudem verteilt die CBM Hilfsmittel an die notleidenden Personen und leistet medizinische Hilfe.

Parallel dazu macht sich die CBM bei anderen Nothilfeorganisationen dafür stark, Menschen mit Behinderungen und deren Bedürfnisse in ihre Nothilfe einfliessen zu lassen. Dazu betreibt sie anwaltschaftliche und Lobbyarbeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Die «Charta über die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die humanitäre Hilfe» ist ein Meilenstein, für den die CBM mitgekämpft hat.

Phase 2: barrierefreier Wiederaufbau und Traumabewältigung

Eine Ansammlung von Menschen mit Behinderungen, die vom CBM-Nothilfe-Team betreut werden.
Menschen mit Behinderungen treffen sich, beraten vom CBM-Nothilfe-Team.

Die auf die Sofortmassnahmen folgende, zweite Nothilfephase betrifft den Wiederaufbau. Menschen mit Behinderungen gestalten die Planung und Umsetzung direkt mit, damit Verkehrsinfrastruktur, Dienstleistungen, Informationstechnologien und Kommunikationssysteme zugänglich für alle Menschen werden. Gebäude etwa, die wiederaufgebaut werden, erhalten beispielsweise barrierefreie Zugänge.

Angesichts der traumatischen Erlebnisse der Menschen ist eine psychologische und soziale Unterstützung absolut unabdingbar. Neben der direkten psychologischen Betreuung von Betroffenen hat die CBM auch ein Programm initiiert, bei dem Menschen mit Behinderungen eine Ausbildung in Traumabewältigung erhalten. Dadurch können sie in ihrer Gemeinschaft einen wertvollen Dienst erbringen. Gleichzeitig hilft ihnen die Ausbildung, ihre eigenen Erlebnisse zu verarbeiten.

Phase 3: langfristige Existenzsicherung

Auf die langfristige Existenzsicherung fokussiert schliesslich die dritte Phase der Nothilfearbeit. Notleidende Familien erhalten zum Beispiel neues Saatgut und Nutztiere und werden in der Landwirtschaft beraten und geschult. All dies soll zur langfristigen Sicherung ihrer Ernährung und Existenz beitragen.

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