Gezielte CBM-Hilfe für Erdbebenopfer in Ecuador

Personen bereiten die Verteilung von Nothilfe-Paketen in Ecuador vor.
Der CBM-Partner OVCI verteilt Nothilfe-Pakete. Foto: CBM/OVCI.

Bei einem schweren Erdbeben in Ecuador kamen am 16. April 2016 mehr als 600 Personen ums Leben, Tausende wurden verletzt oder obdachlos. Im Mai folgten zwei starke Nachbeben. Die CBM suchte die Menschen mit Behinderungen und deren Familien auf und leistete auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Nothilfe.

Die drei ecuadorianischen CBM-Partner OVCI, CONADIS und SETEDIS kümmerten sich gemeinsam mit der Regierung um die Erdbebenopfer in den Provinzen Esmeraldas und Manabi. OVCI verteilte zum Beispiel Wasser, Rollstühle und Krücken an Menschen, die ohne Gehhilfe völlig hilflos gewesen wären.

Die CBM-Überlebenshilfe in Ecuador

Zahlreiche Menschen erhielten von Gesundheitshelferinnen und -helfern der ecuadorianischen CBM-Partner rettende Nothilfe:

  • Mehr als 800 Menschen bekamen Hilfsmittel wie Krücken oder Rollstühle.
  • 250 Familien wurden mit Lebensmitteln und Wasser für drei Monate versorgt.
  • Rund 340 Kinder und Erwachsene mit einer Behinderung erhielten Physiotherapie.
  • 145 Menschen bekamen psychosoziale erste Hilfe, über 170 Kinder nahmen an Freizeitaktivitäten teil.
  • Circa 50 Familien werden beim Bau einer temporären Unterkunft unterstützt.
  • In sechs barrierefreien Anlaufstellen wurden mehr als 2’700 Personen mit Behinderungen registriert. An diesen «Ageing and Disability Focal Points» erfuhren sie, wo und welche Art der Unterstützung es für sie gibt, und wurden entsprechend an verschiedene Hilfsdienste überwiesen.
  • Um die 300 Personen werden psychologisch betreut, damit sie ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten können.
Porträtfoto eines Jungen aus Ecuador.
Marcelo blickt entschlossen. Wie man sich bei Erdbeben verhalten muss, hat er am Zentrum für Kinder mit Behinderungen gelernt.

Marcelo überrascht

Verblüfft waren die Gesundheitshelferinnen, als sie den 8-jährigen Marcelo aufsuchten. Statt vom Schrecken des Erdbebens gezeichnet zu sein, wirkte er munter. Der körperlich behinderte Junge führte vor, was ein vorbeugendes Erdbebentraining zu erreichen vermag. Erhalten hatte er dieses am Schulzentrum für Kinder mit Behinderungen. Beim verheerenden Erdbeben packte er beim Herausrennen eine Tasche. In diese hatte er lange zuvor Überlebenswichtiges gesteckt. Auf die Nachbeben reagiert er besonnen und wachsam, wie ebenfalls im Training gelernt.

Wie Sie helfen können

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfearbeit! So können wir in Katastrophenfällen den Menschen mit Behinderungen auch in Zukunft schnell und nachhaltig helfen.

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