CBM half 25’000 Erdbebenopfern in Nepal

Nach den schweren Erdbeben in Nepal im April und Mai 2015 haben die CBM-Partner rund 25000 Personen medizinische Hilfe gebracht. Und humanitäre Organisationen dazu bewegt, die Menschen mit Behinderungen aktiv in deren Nothilfe miteinzubeziehen.

Am 25. April 2015 wurde Zentral-Nepal von einem Erdbeben verwüstet, ein heftiges Nachbeben folgte zwei Wochen später. Fast 9’000 starben, Unzählige verloren ihr Obdach, Zehntausende trugen Verletzungen davon. Die CBM leitete sofort Nothilfe ein, die von Behindertenverbänden Nepals und orthopädischen Kliniken rasch umgesetzt wurde. Gleichzeitig wurden Nothilfeorganisationen von CBM-Fachkräften beraten, gezielt auch den Menschen mit Behinderungen zu helfen.

Medizinische Hilfe für Erdbebenopfer

Zahlreiche Personen stehen an.
Bei seinen Ausseneinsätzen versorgte der CBM-Partner HRDC mehrere tausend Erdbebenopfer in Nepal.

Von der CBM gefördert, haben die Orthopädiekliniken HRDC von Banepa und TLMN von Anandaban Ausseneinsätze durchgeführt.

  • Dabei wurden 14’000 Menschen ambulant medizinisch versorgt.
  • 10’000 haben Nahrungsmittel- und Hygienepakete erhalten.
  • Zur stationären Behandlung überwiesen wurden rund 900 Verletzte.
  • 37 Menschen mit Wirbelsäulenfrakturen wurden in der CBM-unterstützten Spezialklinik GPHRC im Distrikt Gorkha umfassend behandelt.

Über die lokale Selbsthilfe-Organisation für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung Koshish betreute die CBM ausserdem 2’780 Menschen. Sie bekamen psychologische und psychiatrische Hilfe.

Wirksamere Nothilfe für alle

Ein Mädchen aus Nepal zeigt eine Zeichnung eines Hauses. Foto: KOSHISH.
Kinder erhalten die Möglichkeit in Lagern des Bhaktapur Distrikts ihre Gefühle und Emotionen in Bildern auszudrücken. Foto: KOSHISH.

Bereits nach dem Erdbeben in Haiti im 2010 und dem Taifun auf den Philippinen im 2013 haben sich Anlaufstellen bewährt. Diese «Ageing and Disability Focal Points» sind eigentliche Hilfsdrehscheiben. Insbesondere Menschen mit Behinderungen erfahren dort, wer ihnen wo die benötigte Hilfe erbringen kann. Drei solche Anlaufstellen boten die CBM-Partner, beim Aufbau weiterer halfen CBM-Fachkräfte konzeptionell und technisch mit. Vernetzt waren die drei Stellen mit 72 Nothilfe-Diensten. Dorthin überwiesen haben sie rund tausend Notleidende.

In fast jedem zehnten Haushalt in Nepal lebt mindestens ein Angehöriger mit Behinderung. Erreicht eine Nothilfeorganisation diese Benachteiligten, hat sie auch die Nichtbehinderten erreicht. Daher hat die CBM zusammen mit dem Landesverband der Menschen mit Behinderung, Handicap International und Senioren-Verbänden strategische Leitfäden erstellt. Diese dienen allen Organisationen im Erdbebengebiet, bei zukünftigen Katastrophen die benachteiligten Menschen aufzusuchen und ihnen gezielt zu helfen.

Wie weiter?

Ein Arzt schaut mit einem Jungen aus Nepal und seiner Mutter das Röntgenbild des gebrochenen Beines des Jungen an.
Während des starken Bebens fiel Saurav aus dem ersten Stock seines Hauses und brach sich ein Bein. Vom CBM-Partner vor Ort erhielt er nebst Operation auch medizinische Versorgung.

Um dauerhaft verletzte und traumatisierte Menschen fachgerecht behandelt zu können, bilden die CBM-Partner lokale Gesundheitshelferinnen und -helfer aus. Dies im und ausserhalb des Erdbebengebiets. Parallel dazu hilft der CBM-geförderte Blindenverband, landesweit Informationsquellen für Menschen mit Behinderungen aufzubauen: Auch in entlegenen Gebieten sollen sie über Radio und Gebärden-Botschaften im Fernsehen erfahren können, wo welche Nothilfe im Gange ist. Zusammen mit Help Age untersucht die CBM ferner, wo und weshalb Lücken in der allgemeinen Nothilfe bestanden haben. Daraus ergeben sich Werkzeuge, mittels derer Hilfeleistende ihre Dienste verbessern können. Nicht zuletzt ermöglicht die CBM, die baulichen Schäden im geförderten Orthopädiespital HRDC und zwei unterstützen Augenkliniken zu beheben.

Wie Sie helfen können

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfearbeit! So können wir in Katastrophenfällen den Menschen mit Behinderungen auch in Zukunft schnell und nachhaltig helfen.

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