Neubeginn in Haiti

Eine Frau mit Gehhilfe aus Haiti und ihre Tochter stehen in den Trümmern eines Hauses.
Lolita, stark gehbehindert, steht mit ihrer 6-jährigen Tochter inmitten der Trümmer ihres Hauses. Im Oktober 2016 hinterliess der Hurrikan Matthew auf Haiti ein Bild der Verwüstung.

Unterstützt von der CBM bauen Menschen mit Behinderungen und ihre Familien ihr Leben neu auf. Im Oktober 2016 hat Hurrikan Matthew in Haiti unzählige Todesopfer gefordert, die Häuser von über 200'000 Menschen beschädigt oder zerstört, und die Kornkammer der Insel verwüstet.

«Fahrzeuge verschiedener Organisationen sind an uns vorübergefahren. Das erste, das anhält, seid ihr», sagt Maire Denise einen Monat nach dem Sturm. Die 45-jährige Frau bewegt sich mit Gehböcklein und lebt bei der Familie ihres Bruders. Mit Schaudern erinnert sie sich: «Dach und Matratzen sah ich wegfliegen, sogar die Fenster riss es fort, und die Zwischenwände kollabierten.»

Psychologische Betreuung und praktische Beratung für Betroffene

Mehr als fünftausend Menschen mit Behinderungen hat das einheimische Nothilfe-Team der CBM aufgesucht. Gemeinsam mit den Betroffenen hat es deren Bedürfnisse ermittelt. Sie leben in der Region von Les Cayes und Jérémie, im am meisten zerstörten Gebiet. Die Familien sind sehr froh über die psychologische Betreuung und die praktische Beratung. Dadurch ermutigt, haben sie sich in Selbsthilfe-Gruppen zusammengefunden und gegenseitig gestärkt. Zusammen haben sie den Zugang zur allgemeinen Nothilfe.

Leiter einer solchen Gruppe ist Homer. Der 59-jährige Familienvater lebt mit nur einem Bein. Garten und Tiere hat die Familie verloren. «Die Behinderungen machen uns bei Katastrophen verletzlicher. Wir benötigen zusätzliche Unterstützung, um zurechtzukommen und neu leben zu können wie jedermann sonst.» 

Ernte dank neuem Saatgut

Mittlerweile haben Bauernfamilien Saatgut und Werkzeuge erhalten. Dank der Neupflanzungen werden sie im Sommer ernten können. Zusätzliche Betroffene haben «cash for work» bekommen, einen Verdienst durch Freiräumen von Feldern und Gärten. Weiteren Menschen sind therapeutische und medizinische Dienste vermittelt worden.  

Wie Sie helfen können

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfearbeit! So können wir in Katastrophenfällen den Menschen mit Behinderungen auch in Zukunft schnell und nachhaltig helfen.

William steht glücklich vor seinem Maisfeld.
William Luxama, der stark sehbehindert ist, freut sich über den spriessenden Mais. Das Saatgut erhalten hat er von der CBM.

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