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Nach Tsunami: CBM leistet Nothilfe auf Sulawesi

Die indonesische Insel Sulawesi wurde Ende September durch ein Erdbeben und einen Tsunami verwüstet. Die erschütternde Zwischenbilanz: Mehr als 2'000 Tote und über 190'000 Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind – darunter auch zahlreiche Menschen mit Behinderungen. Die CBM Christoffel Blindenmission leistet Nothilfe.

Ein Mann steht nach einem Tsunami auf Sulawesi inmitten von Trümmern.
Verwüstung so weit das Auge reicht auf der indonesischen Insel Sulawesi.

Am 28. September löste ein Erdbeben der Stärke 7,4 einen Tsunami aus, der auf die Westküste von Sulawesi traf und weite Teile überschwemmte. Nach aktuellen Angaben forderte die Wucht des Tsunami, der mit 800 Kilometern pro Stunde und mit bis zu sechs Meter hohen Wellen die Insel erreichte, über 2'000 Tote und 10'000 Verletzte. 

Besonders betroffen ist die Küstenstadt Palu. Völlig zerstörte Wohnhäuser, Spitäler, Strassen und Brücken bleiben zurück. Auch das Elektrizitätsnetzwerk und die Wasserversorgung brachen zusammen. Nach dem Erdbeben lösten die Behörden zwar eine Tsunami-Warnung aus, zogen diese kurze Zeit später jedoch wieder zurück. So wurde die Bevölkerung vom Tsunami überrascht, viele konnten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. 

190'000 Menschen brauchen Hilfe

Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 190'000 Menschen Nothilfe brauchen. 88'000 mussten ihre Häuser verlassen, viele davon haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Unter den betroffenen Menschen sind auch unzählige Familien von Menschen mit Behinderungen, wie etwa Sofyan. Der 38-jährige Paraplegiker hatte Glück: Die Trümmer seines einstürzenden Hauses fielen nicht auf ihn. Auch seine Nichte, die ihn pflegt, und deren zwei Kinder überlebten das Erdbeben und den Tsunami. Doch wie weiter, ohne Obdach, Medizin und Pflegematerial?

Menschen mit Behinderungen leiden in Katastrophenfällen wie diesem besonders, sind sie doch oft von der allgemeinen Nothilfe ausgeschlossen: Menschen mit einer Geh- oder Sehbehinderung können sich in den Trümmern kaum fortbewegen oder zurechtfinden. Die CBM und ihre Partner stellen deshalb in jeglichen Nothilfesituationen sicher, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zur Nothilfe erhalten und ihre spezifischen Anliegen berücksichtigt werden. 

CBM-Nothilfe

Ein auf dem Rücken liegender Mann aus Indonesien wird in einem mobilen Gesundheitsposten von einer Ärztin untersucht.
Sofyan wird vom CBM-geförderten mobilen Team medizinisch betreut.

Der indonesische, langjährige und katastrophenerfahrene CBM-Partner Yakkum setzt die Nothilfe vor Ort um. Die Organisation erbringt über ein mobiles Team medizinische und therapeutische Hilfe und behandelt so rund 1'500 Menschen. Menschen mit Behinderungen werden mit Hilfsmitteln ausgestattet wie Krücken, Taststöcken oder Brillen. Dazu besucht Yakkum sie und ihre Familien zu Hause und den Notlagern. Familien werden informiert und sensibilisiert, wie sie ihre Angehörigen mit Behinderungen unterstützen können. Das Team arbeitet vernetzt mit lokalen Gesundheitsdiensten. Yakkum schult zudem Nothilfeorganisationen vor Ort, damit diese gezielt auch Menschen mit Behinderungen erreichen.

Die CBM ist seit 2003 in Indonesien tätig und arbeitet mit 19 verschiedenen lokalen Partnern zusammen. 

Wie Sie helfen können

Unterstützen Sie die Opfer des Tsunami noch heute mit einer Spende. Jeder Franken hilft. Vielen herzlichen Dank!


Falls für das Nothilfe-Projekt auf Sulawesi mehr Geld eingeht als benötigt, werden wir es für ähnliche Nothilfe-Projekte einsetzen.

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