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Nach Tsunami: CBM leistet Nothilfe auf Sulawesi

10. Oktober 2018 - Die indonesische Insel Sulawesi wurde durch ein Erdbeben und einen Tsunami verwüstet. Die erschütternde Zwischenbilanz: Mehr als 2'000 Tote und über 190'000 Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind – darunter auch zahlreiche Menschen mit Behinderungen. Die CBM Christoffel Blindenmission hat sofort Nothilfemassnahmen eingeleitet.

Auf der Insel Sulawesi offenbart sich ein Bild der Verwüstung: Am 28. September löste ein Erdbeben der Stärke 7,4 einen Tsunami aus, der auf die Westküste von Sulawesi traf und weite Teile überschwemmte. Nach aktuellen Angaben forderte die Wucht des Tsunami, der mit 800 Kilometern pro Stunde und mit bis zu sechs Meter hohen Wellen die Insel erreichte, über 2'000 Tote und 10'000 Verletzte. Noch ist das Ausmass der Katastrophe nicht abschätzbar. Unzählige werden noch immer vermisst. Zudem sind viele Gebiete innerhalb der Katastrophenregion von der Aussenwelt abgeschnitten.

Besonders betroffen ist die Küstenstadt Palu. Völlig zerstörte Wohnhäuser, Spitäler, Strassen und Brücken bleiben zurück. Auch das Elektrizitätsnetzwerk und die Wasserversorgung brachen zusammen. Nach dem Erdbeben lösten die Behörden zwar eine Tsunami-Warnung aus, zogen diese kurze Zeit später jedoch wieder zurück. So wurde die Bevölkerung vom Tsunami überrascht, viele konnten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. 

190'000 Menschen brauchen Hilfe

Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 190'000 Menschen Nothilfe brauchen. 88'000 mussten ihre Häuser verlassen, viele davon haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Unter den betroffenen Menschen sind auch unzählige Familien von Menschen mit Behinderungen. Menschen mit Behinderungen leiden in Katastrophenfällen wie diesem besonders, sind sie doch oft von der allgemeinen Nothilfe ausgeschlossen: Menschen mit einer Geh- oder Sehbehinderung können sich in den Trümmern kaum fortbewegen oder zurechtfinden.

Die 41-jährige Samsinar, sie lebt mit einer körperlichen Behinderung, berichtet: «Als ich das Erbeben spürte, versuchte ich, mich so gut wie möglich in Sicherheit zu bringen. Meine Verwandten holten mich dann dort ab und nahmen mich zu ihnen nach Hause, acht Stunden von Palu entfernt. Es ist im Moment unmöglich dorthin zurückzukehren. Der Verkehr in dieser Region ist komplett zusammengebrochen.»

CBM-Nothilfe

Seit dem 3. Oktober für die CBM vor Ort in Palu sind ein Arzt, ein Psychologe und drei Gesundheitspflegerinnen, die vom langjährigen CBM-Partner Yakkum eingesetzt worden sind. Ein Team von Nothilfe-Fachpersonen der CBM folgte ihnen kurz darauf. Die Organisation Yakkum wird die Nothilfemassnahmen vor Ort umsetzen. Yakkum ist eine erprobte Organisation im Bereich der humanitären Hilfe, Katastrophenvorsorge und Gesundheitsförderung in Indonesien. Die Nothilfe der CBM wird ihren Schwerpunkt auf die medizinische Erste Hilfe, Versorgung von Verletzten sowie auf die psychosoziale Betreuung legen. Dabei stellen Yakkum und die CBM sicher, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zur Nothilfe erhalten und ihre spezifischen Anliegen berücksichtigt werden. 

Die CBM ist seit 2003 in Indonesien tätig und arbeitet mit 19 verschiedenen lokalen Partnern zusammen. 

Wie Sie helfen können

Unterstützen Sie die Opfer des Tsunami noch heute mit einer Spende. Jeder Franken hilft. Vielen herzlichen Dank!


Falls für das Nothilfe-Projekt auf Sulawesi mehr Geld eingeht als benötigt, werden wir es für ähnliche Nothilfe-Projekte einsetzen.

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