CBM leistet psychosoziale Hilfe

Damit Menschen mit psychischer oder geistiger Behinderung ihr Potential voll ausschöpfen können.

Jeder fünfte Mensch entwickelt irgendwann im Leben eine psychische Erkrankung oder mehrere. Weltweit leiden um die 150 Millionen Menschen unter Depression, weitere 54 Millionen unter Schizophrenie oder manisch-depressiver Krankheit. Begünstigt werden psychische Leiden zum Beispiel durch Armut, schwere Unfälle, Stress, Isolation, Gewalt oder Katastrophenerlebnisse. Oft gehen sie mit körperlichen Behinderungen einher. Nervenkrankheiten wie Parkinson, Epilepsie oder Multiple Sklerose können ebenfalls zu psychischen Störungen führen.

Häufig erkranken die Menschen in den produktivsten Jahren, was die Familien besonders stark in Mitleidenschaft zieht. Zudem leiden psychisch Beeinträchtigte häufig unter Vorurteilen, Aberglauben, Ausgrenzung und werden missbraucht. Zum Teil werden sie sogar an der Wahrnehmung ihrer eigenen Rechte wie etwa dem Wahlrecht gehindert. Das trifft aufgrund mangelnder Aufklärung vor allem auf Entwicklungsgebiete zu.

Unterschiedliche Beeinträchtigungen

Davon zu unterscheiden sind Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung. Hierbei handelt es sich um eine intellektuelle Beeinträchtigung, die häufig angeboren ist, wie etwa beim Down-Syndrom. Geistig behinderte Personen haben gewöhnlich Schwierigkeiten mit der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -umsetzung.

Am Boden sitzender, den Kopf auf der Hand aufstützender Mann
Tuong litt jahrelang an Schizophrenie. Seine Erkrankung wurde jedoch nie diagnostiziert, weshalb seine Familie oft in Angst lebte.
Porträtfoto einer Familie. Die Mutter sitzt auf einem Stuhl, der Mann steht neben ihr, die Tochter und der Sohn neben ihm.
Die Rettung für Tuong kam mit dem Mitarbeiter eines CBM-Partners, der die richtige Behandlung einleitete. Tuong und seine Familie sind glücklich, geht es ihm schon viel besser!

Die Hauptursachen sind:

  • Jodmangel
  • Schwermetallbelastungen wie durch Blei
  • Abweichungen in der Erbsubstanz
  • Alkohol- oder Tabakkonsum während der Schwangerschaft sowie Krankheiten wie Röteln und Syphilis
  • Geburtskomplikationen, andauerndes hohes Fieber sowie frühe Erkrankungen wie Entzündungen der Hirnhaut oder des Hirns

Weltweit sind ein bis drei Prozent der Menschen geistig beeinträchtigt. In den Entwicklungsgebieten sind liegt der Prozentsatz noch höher. 

Aufklärung, Sensibilisierung und Förderung

Noch fristen Hilfsangebote für Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen in vielen Entwicklungsgebieten ein Schattendasein. Deshalb fördert die CBM dort mit ihren lokalen Partnern psychosoziale Gesundheitsdienste und gemeindenahe Rehabilitationsprojekte. 

Wie wir die Betroffenen konkret unterstützen:

  • Aufklärung über psychische und geistige Behinderungen, um sie möglichst früh erkennen zu können.
  • Durch Sensibilisierung sollen Vorurteile bekämpft und Verständnis für die Betroffenen geschaffen werden.
  • Psychisch erkrankte Menschen erhalten eine psychosoziale Behandlung und bei Bedarf Medikamente.
  • Menschen mit einer psychischen oder geistigen Behinderung werden individuell gefördert, damit sie eine Schule besuchen, eine Berufsausbildung absolvieren beziehungsweise ihren Lebensunterhalt sichern können.
  • Ihr soziales Umfeld wird in den Behandlungsprozess einbezogen und erhält Unterstützung von Gemeindehelferinnen und -helfern.
Ein Mädchen aus Nicaragua mit Down-Syndrom in der Schule.
Eifrig nimmt Kasandra aus Nicaragua am Unterricht teil und profitiert trotz Down Syndrom stark.

Dank der CBM wurden im Jahr 2016 74’000 Psychiatriepatientinnen und -patienten behandelt. 46’000 Menschen mit geistiger Behinderung sowie 35’000 mit zerebraler Bewegungsstörung wurden an Schulen und weiteren Einrichtungen gefördert und betreut. Diese eingliedernde Betreuung und Behandlung ermöglichten wir auch bei 50’000 Personen mit psychischer Beeinträchtigung sowie bei 31’000 Personen, die an Epilepsie erkrankt sind.

Wie die CBM-Hilfe wirkt, zeigt die Geschichte von Kasandra, die mit Down Syndrom lebt. Erst von einem CBM-geförderten dörflichen Dienst erfuhr ihre Mutter, auch Kasandra habe in Nicaragua das Recht auf die Regelschule. Die Schule scheute sich anfangs noch, Kasandra aufzunehmen. Gemeinsam mit den CBM-Fachkräften führte die Mutter mehrere Gespräche mit der Schule, und die CBM-Partner sicherten der Schule ihre fachliche Unterstützung zu. Nach zwei Jahren war es dann soweit: Kasandra wurde eingeschult!

Wie Sie helfen können

Setzen Sie Potential frei und unterstützen Sie Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen.

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