CBM eröffnet Perspektiven durch Bildung

Ein Jugendlicher aus Indien liest in einem Schulzimmer aus einem Buch mit Brailleschrift.
Als Parthiban neun Jahre alt war, geriet der Schulbus, in dem er sass, in einen Unfall. Dabei verlor der heute 15-Jährige sein Augenlicht. In nur zwei Monaten lernte er die Brailleschrift. Heute besucht er dank CBM-Unterstützung eine Regelschule.

Die CBM unterstützt die schulische Ausbildung von Kindern mit Behinderungen und ermöglicht anschliessend die Berufsausbildungen, damit für die Betroffenen Perspektiven entstehen, selbständig ein Auskommen zu finden.

Für alle Kinder ist die Schulbildung und die anschliessende Vorbereitung auf eine Berufstätigkeit oder eine einkommensschaffende Aktivität eine wichtige Voraussetzung, damit sie eine Perspektive für ein selbständiges Leben in Würde entwickeln können. Kinder mit Behinderungen bleiben zu oft ausgeschlossen von diesen Möglichkeiten. Die Inklusion dieser Kinder in Schule und Berufsausbildung ist ein wichtiges Arbeitsgebiet der CBM.

Häufig werden in den ärmsten Ländern Kinder mit Behinderungen gar nicht eingeschult. Laut UNESCO besucht nur eines von zehn Kindern mit Behinderungen in den Entwicklungsgebieten regelmässig eine Schule. Weltweit bleibt 42 Millionen Kindern mit Behinderungen der Schulbesuch gänzlich verwehrt! Ihre Beeinträchtigungen sind nicht abgeklärt und die möglichen Hilfsmittel weder erkannt noch vorhanden. Um die Kinder aufnehmen zu können, müssen sich die Ausbildungsstätten anders ausrichten. Der Unterricht sollte ergänzt werden mit spezieller Förderung, zum Beispiel in Blindenschrift oder Gebärdensprache. So können alle dem Unterricht folgen. Alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung, gewinnen auf diese Weise zusätzliche Kompetenzen. Und: Die Diskriminierung wird überwunden.

Von der Frühförderung bis zur Entwicklung von spezifischen Berufsbildungsgängen

Von unseren insgesamt 65 Projekten befassen sich deren elf mit der Schulausbildung von Kindern mit Behinderungen, mit spezieller Pädagogik und Ressourcen für seh- und hörbehinderte Kinder sowie mit Berufsausbildung. Die Projekte helfen umfassend:

  • Früherkennung von Behinderungen, die dem erfolgreichen Schul- und Ausbildungsgang im Weg stehen (Reihenabklärungen Seh- und Hördefizite), Frühförderung
  • Einschulung behinderter Kinder in einer Regelschule oder bei Bedarf in einer speziellen Schule, etwa für gehörlose oder blinde Mädchen und Jungen
  • Ausrüstung und Einführung von Hilfsmitteln, welche den Schulbesuch erleichtern: Hörhilfen, besondere Sehhilfen bei starker Einschränkung der Sehfähigkeit, Prothesen, Gehhilfen und Rollstühle
  • Einführung in die Blindenschrift Braille oder in die Gebärdensprache
  • Aufbereiten und Bereitstellen von Unterrichtsmaterial für den auf die Behinderung angepassten Unterricht (in Blindenschrift, Vertonung, «easy read» - leichter lesbar)
  • Ausbildung und Weiterbildung von Lehrpersonen, damit sie individuell auf die Bedürfnisse angepasst unterrichten können
  • Bauliche Anpassung von Schulgebäuden, um sie beispielsweise für Kinder im Rollstuhl zugänglich werden
  • Sensibilisierung von Eltern und Schulleitungen, sodass sie die Einschulung positiv unterstützen
  • Entwicklung von spezifischen Berufsbildungsgängen, die auf die Möglichkeiten zugeschnitten sind und Berufschancen bieten

Bildung muss inklusiv sein

Eine ältere und eine junge Frau sowie zwei jugendliche Frauen stehen nebeneinander, während die älteste von ihnen spricht.
Liliana (2. v.l.) führt heute nicht nur ein selbständiges Leben, sie kümmert sich auch um die gehörlosen Zwillinge Josette und Ivette, die sonst alleine im Leben stehen würden.

Damit Kinder und Jugendliche mit Behinderungen dieselben Chancen auf gute Bildung haben wie alle anderen, müssen Bildungssysteme inklusiv ausgerichtet sein. Sie müssen also so beschaffen sein, dass die spezifischen Bedürfnisse behinderter Menschen kein Ausschlusskriterium mehr sind. Dieses Ziel kann erst dann erreicht werden, wenn individuelle und soziale Barrieren erkannt und abgebaut sind. Nicht primär die Lernenden müssen sich in ein bestehendes System integrieren, sondern das Bildungssystem muss sich an ihre Bedürfnisse anpassen.

Bildung schafft Perspektiven: Die junge Frau Liliana aus dem madagassischen Antsirabe ist hörbehindert und hat ihre Schulausbildung an der CBM-geförderten Gehörlosenschule FOFAMA absolvieren können. Nach der Schule konnte sie sich zur Werkstattoptikerin ausbilden und ist heute am lokalen Spital beschäftigt. Liliana führt heute ein selbstbestimmtes Leben.

Wie Sie helfen können

Spenden Sie für eine Schul- oder Berufsausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und schenken Sie ihnen so neue Lebensperspektiven.

Inhalt teilen

Logo CBM Christoffel Blindenmission, zur Startseite

CBM Christoffel Blindenmission
Schützenstrasse 7
8800 Thalwil
Tel. 044 275 21 71
info@STOP-SPAM.cbmswiss.ch

Spendenkonto

80-303030-1 | IBAN CH41 0900 0000 8030 3030 1