Die CBM arbeitet zweigleisig

Die CBM versucht, in ihren Programmen und Projekten stets doppelspurig zu arbeiten: Einerseits auf der Ebene des Individuums, andererseits auf der Ebene der Gemeinde. Nur dieser sogenannte Twin-track Approach führt zum Ziel: Gleiche Chancen und Rechte für Menschen mit Behinderungen.

Auf der Ebene des Individuums geht es darum, Menschen mit Behinderungen zu befähigen, selbst für ihre Rechte und Interessen und für deren Erfüllung einzustehen, sowie für ihre Teilhabe (Empowerment). Denn für viele Personen ist die Ausgrenzung aus der Gemeinschaft traurige Tatsache.

Wenn sich das Umfeld nicht ändert, reicht die individuelle Förderung nicht sehr weit. Die ganze Gemeinschaft muss zur Einsicht kommen, dass Hindernisse und Barrieren vermieden und beseitigt werden und dass alle Lebensbereiche auf «Zugänglichkeit» geprüft werden. Die anderen Akteure (Behörden, organisierte Gruppen, Familien, Entwicklungsakteure) zu solcher Einstellungsänderung zu bringen, wird auch als «Mainstreaming» bezeichnet. Dafür macht sich die CBM durch ihr politisches Engagement bei Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, deren Fokus nicht auf Menschen mit Behinderungen liegen, stark.

Zwei Wege, ein Ziel: Mit dem Twin-track Approach sollen gleiche Chancen und Rechte für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Und dadurch auch ihre vollständige Teilhabe in allen Bereichen und Prozessen der Gesellschaft, also ihre Inklusion.

Individuelle Bedürfnisse und Umfeld berücksichtigen

Eine Frau hilft einem Mädchen im Rollstuhl über die Treppe zu kommen.
Die zehnjährige Grace aus Uganda kann ihr Schulzimmer nicht ohne die Hilfe von anderen Personen erreichen. Solche Hindernisse versucht die CBM aus der Welt zu schaffen.

Der zweigleisige Ansatz berücksichtigt also die individuelle Unterstützung von Menschen mit Behinderungen ebenso wie deren gesamtes Umfeld. Ein illustrierendes, konkretes Beispiel:

Ein Mädchen lebt in einem kleinen Dorf, ist körperlich beeinträchtigt und kann daher nicht laufen. Eine spezifische Massnahme wäre nun, ihr einen Rollstuhl zur Verfügung zu stellen, damit sie sich ohne Hilfe fortbewegen kann. In der Regel reicht dies aber noch nicht aus: Verkehrsmittel, Hygiene-, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen müssen so beschaffen sein, dass sie problemlos zugänglich sind für das Mädchen im Rollstuhl. Sind diese Einrichtungen und Gebäude nicht barrierefrei, nützt ihr der Rollstuhl nur bedingt.

Die zweite Seite des Ansatzes zielt deswegen auf die Gemeindeebene. Alle wichtigen Gebäude und Einrichtungen im Dorf müssten beispielsweise eine Rampe haben, damit auch Personen im Rollstuhl, oder mit anderen Gehhilfen ausgestattet, selbständig Zugang dazu haben. Plant das Dorf ein solches Vorhaben, sollten alle Bewohnerinnen und Bewohner, gleich ob sie mit oder ohne Behinderung leben, von Anfang an in diesen Prozess eingebunden werden.

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