«Die Leute behaupteten, ich sei besessen»

Psychosoziale Erkrankungen, gekoppelt mit der Armut, bringen Familien in grosse Not. CBM unterstützt in Nepal die Früherkennung und psychiatrisch-psychologische Behandlung von Kindern und Jugendlichen.

Lesen Sie, wie Rekha Yadav, Beraterin für psychische Gesundheit betroffenen Familien hilft.

Was tun, wenn die Tochter psychische Probleme hat?

Amola und Laxman Yadav arbeiten hart, um ihre Familie über die Runden zu bringen. 

Drei ihrer fünf Kinder sind früh verstorben. Und vor einem Jahr wurde ihre 14-jährige Tochter von psychischen Problemen durchgeschüttelt. 

«Das alles schmerzt uns sehr», seufzt die 50-jährige Mutter. «Zudem tratschen die Leute hinter unserem Rücken. Und alle wollen einem raten – geht hierhin, geht dorthin, macht dies, macht das. Ich spreche nur noch mit meinem Mann. Wenn ich allein bin, bete ich und stärke mich so.»

«Ich hatte Suizidgedanken und schlechte Gedanken drehten sich in meinem Kopf»

Sunita blickt zurück auf eine schwierige Zeit: «Schulkolleginnen nannten mich eine Dämonin». Durch die Beratung und die Medikamente haben sich meine Gedanken verändert, und ich kann mich wieder auf den Schulstoff konzentrieren. 

Wenn mich trotzdem die schlechten Gedanken wieder plagen, kann ich jederzeit Madame Rekha anrufen.

Psychologische Hilfe dank einer CBM-Partnerorganisation

Ein lokaler Gesundheitshelfer vermittelte den Eltern den Kontakt zu Rekha Yadav, Beraterin für psychische Gesundheit CBM-Partnerorganisation CMC Nepal.

«Madame Rekha ist uns eine grosse Stütze», erzählt Amola Yadav. «Sie hat uns und unsere Tochter beraten sowie für die ärztliche Hilfe gesorgt.»

Der Vater ergänzt: «Sunita geht es jetzt deutlich besser. Ich hoffe, sie kann ihre Medikamente weiterhin regelmässig einnehmen.» Sie sind schwer zu bekommen.

Sunitas Lebensfreude ist zurückgekehrt.

Auf Anraten ihrer Familie will sie Kauffrau lernen, aber sie möchte einmal auch Sängerin werden: «Ich liebe Musik und schreibe eigene Lieder und Gedichte. Bei Schulveranstaltungen singe, tanze und moderiere ich gerne.»

Mit ihr sprechen Kinder über Probleme

Rekha Yadav begleitet Kinder und Jugendliche mit psychosozialen Problemen in ihren Familien und der Schule. Viele erhalten dank ihr erstmals wirksame Hilfe. Die 36-Jährige hat ländliche Entwicklung und Soziologie studiert sowie eine einjährige Ausbildung in psychischer Gesundheit absolviert. Sie berichtet uns über ihren Alltag als Beraterin am CBM-geförderten Zentrum für psychische Gesundheit CMC (Centre for Mental Health and Counselling). 

 

Psychische Erkrankungen sind in Nepal mit einem starken Stigma verbunden.

Psychische Erkrankungen sind in Nepal mit einem starken Stigma verbunden.

Um die Jugendlichen zu schützen, hat auch unser Fotograf die Betroffenen so fotografiert, dass man sie nicht erkennt, und ihre Namen geändert. Das Angebot ist ein Pilot-Projekt in Nepal. Es versucht, den Menschen zu helfen, bevor sich schwere Erkrankungen manifestieren. Wenn eine Situation schon fortgeschritten ist, werden die Familien an Kliniken überwiesen.

Die Kinder und die Lehrpersonen schätzen es sehr, wenn sie mehr über psychische Gesundheit lernen können.
Beraterin Rekha Yadav bespricht mit einer Schulklasse, wie man für das eigene psychische Wohlbefinden sorgen kann.
Unser Programm ist in Nepal pionierhaft; einzig die CBM und ihr Partner CMC kümmern sich um Kinder mit psychosozialen Problemen.
An den Schulen werden die Lehrkräfte geschult, wie sie bei psychosozialen Problemen optimal helfen können.
Der Obenstufenlehrer, Jeebachh Mahato, im Gespräch mit Rehka Yadav.

«An den beiden jeweils 5-tägigen Kursen zur psychischen Gesundheit habe ich viel gelernt: Psychosoziale Probleme zu entdecken, welche Symptome sich zeigen, wie mit den betroffenen Jugendlichen und den Eltern zu reden ist und wohin sie zu überweisen sind. Heute spreche ich mit der Klasse über psychische Gesundheit

Jeebachh Mahato, Oberstufenlehrer, Mathematik und Naturwissenschaften 

CBM-Hilfe für psychische Gesundheit in Nepal

Die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Nepal lebt in Armut. Psychosoziale Erkrankungen wie Ängste oder Depressionen sind häufig. Die Suizidrate ist sehr hoch. Es mangelt in vielen Regionen an staatlicher Hilfe.

CBM-Projekte in Nepal

  • Gemeinsam stark für die Suizidprävention
  • Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern
  • Gemeindenahe Betreuung von Menschen mit psychosozialen Behinderungen$
  • Soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderungen
  • Förderung der Inklusion von Frauen und Mädche mit Behinderungen

Helfen Sie Menschen mit psychischen Behinderungen. 

Mit Ihrer Spende befreien Sie Menschen mit psychischen Leiden und ihre Familien aus tiefer Not!

Freude schenken mit einer Augenlicht-Patenschaft

Mit einer Augenlicht-Patenschaft finanzieren Sie regelmässig medizinische Behandlungen und Sehhilfen in den ärmsten Gebieten der Welt. Damit ermöglichen Sie ein selbständiges Leben und neue Chancen für die Zukunft.

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