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Laos

Eine an Grauem Star erkrankte Frau aus Laos wird am Auge untersucht.
In Laos fördert die CBM die Qualität der Augenversorgung und den Zugang dazu für Menschen mit Behinderungen und andere marginalisierte Bevölkerungsgruppen.

Laos ist der einzige Binnenstaat in Südostasien und wird von China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar umgeben. Der schmale Südteil von Laos liegt auf der Indochinesischen Halbinsel zwischen Vietnam im Osten, Kambodscha im Süden und Thailand im Westen.

Der Nordteil des Landes liegt auf dem eigentlichen südostasiatischen Festland, hier teilt sich Laos zudem Grenzen mit Myanmar und der südchinesischen Provinz Yunnan. Der Mekong bildet auf einer Länge von etwa 1'000 Kilometern die Grenze zu Thailand und auch zu Myanmar. Insgesamt berührt er laotisches Territorium auf circa 1'900 Kilometern. Der grösste Teil des Landes entwässert somit in das Südchinesische Meer.

CBM verbessert Inklusion und Augenmedizin

In Laos fördert die CBM Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen. Sie werden befähigt, damit sie sich für mehr Inklusion einsetzen und Menschen mit Behinderungen ausbilden können, die wiederum selbstbestimmt in Gruppen ihre Rechte einfordern. Dadurch sollen sie Zugang zu allen Dienstleistungen erhalten und aktiv an der Entwicklung ihrer Gemeinde mitwirken können. Die CBM-Partnerorganisation Laos Disabled Women Development Centre (LDWDC) sensibilisiert ausserdem die laotische Regierung zur Inklusion und den Rechten von Menschen mit Behinderungen und fordert bei ihr Verantwortung für die Umsetzung dieser Rechte ein.

Die CBM ist in Laos zudem im Bereich der Augenmedizin engagiert. So soll die Qualität der Augenversorgung landesweit verbessert werden. Die CBM fördert in diesem Bereich auch die Inklusion, damit Menschen mit Behinderungen und andere marginalisierte Bevölkerungsgruppen Zugang zur Augenmedizin erhalten. Darüber hinaus wird augenmedizinisches Fachpersonal ausgebildet. Und die Klinik führt Ausseneinsätze in abgelegenen Gebieten durch, damit auch die Bevölkerung dieser Gebiete Zugang zu einer qualitativ guten Augenversorgung hat und Fälle von vermeidbarer Blindheit erkannt und behandelt werden können. Dabei handelt es sich vor allem um den Grauen Star.

Laos in Kürze

Laos ist ein Einparteienstaat. Die Laotische Revolutionäre Volkspartei hat 1975 die Macht ergriffen und regiert seither durch deren Parteivorsitzenden das Land, der gleichzeitig Staatsoberhaupt (Präsident) ist. Schwerwiegende wirtschaftliche Probleme haben die Regierung in Laos 1986 veranlasst, eine Öffnungs- und Reformpolitik einzuleiten, mit dem Ziel, von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft überzugehen. Begonnen wurde mit dem Aufbau von Institutionen, welche die Marktwirtschaft regeln, wie etwa das Rechts- und Verwaltungssystem. Seit 1991 gibt es eine Verfassung sowie ein Parlament (Nationalversammlung). In den 1990er-Jahren wuchs die Wirtschaft dann jährlich real um mehr als 6 Prozent.

Laos zählt zu den am wenigsten entwickelten Staaten (Rang 140 von 189 Ländern beim Index der menschlichen Entwicklung im Jahr 2019). Ziel der Regierung ist es, diesen Status mittels des Nationalen Sozialökonomischen Entwicklungsplans (NSEDP 2016-2020) bis 2020 abzulegen. Die Stärkung des Gesundheitssystems ist ein weiteres Ziel der Regierung. Um dies zu erreichen, hat das Gesundheitsministerium erst kürzlich eine umfassende Umstrukturierung des Gesundheitssektors vollzogen. Das laotische System ist geprägt von Bürokratie. Bei der Implementierung von Projekten und Programmen ist die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Gewalt unerlässlich.

Laos zählt circa 7,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner mit einer Fläche von 236'800 Quadratkilometern. Die Hauptstadt ist Vientiane mit 560'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. In Laos sind über 70 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängig, viele der Haushalte betreiben Subsistenzwirtschaft. Unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben 22 Prozent der Bevölkerung.

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