Gemeinsam Grosses erreicht
«Bereits kurz nach der Geburt fiel mir Lonjezos Behinderung auf», erinnert sich Vater Alexis Matitha. «Im Spital suchte ich Hilfe und mir wurde gesagt, mein Kind benötige Physiotherapie. Doch ich vermochte sie nicht zu bezahlen.» Alexis Mathitha muss als Holzverkäufer allein für seine vier Kinder sorgen. Zum Tod seiner Frau bei der unerwartet schweren Geburt Lonjezos mag er noch neun Jahre danach nicht sprechen. Bei seiner Geburt bekam Lonjezo zu wenig Sauerstoff und erlitt eine
Aufgrund von Sauerstoffmangel bei der Geburt erlitt Lonjezo eine infantile Zerebralparese, eine Störung des Nerven- und Muskelsystems. Die ersten sieben Lebensjahre verbrachte er liegend und sitzend. Auch zu sprechen vermochte Lonjezo kaum. «Heute spricht Lonjezo und besucht die erste Klasse», verrät Vater Alexis stolz. Hinter ihnen liegen zwei Jahre täglichen Trainings. «Indem er sich an den Wänden abstützt, kann Lonjezo nun stehen und gehen.» Zur Schule begibt er sich noch im Rollstuhl, seine grosse Schwester begleitet ihn jeweils.
Dank Physiotherapie zur Schule
Die CBM-geförderte Vereinigung von Menschen mit Behinderungen Macoha entdeckte Lonjezo bei einem ihrer regelmässigen Tür-zu-Tür-Einsätzen in der malawischen Hauptstadt Lilongwe. Seitdem kommt Therapeut Patrick Chimphanga wöchentlich vorbei und macht mit dem Jungen physiotherapeutische Übungen. «Lonjezos Gelenke waren anfangs sehr steif», erinnert sich der Therapeut. «Die Übungen trainieren die Muskeln. Ich habe Lonjezos Vater gezeigt, wie er sie täglich mit ihm durchführen kann. Bald dürfte Lonjezo ohne Hilfe stehen können.»
Vom CBM-Partner Macoha hat der Junge einen Steh- und einen Gehrahmen sowie einen Rollstuhl erhalten. «Lonjezo hat grosse Fortschritte gemacht», lobt ihn Therapeut Patrick Chimphanga. «Wegen solcher Verbesserungen liebe ich meine Arbeit, sie machen mich glücklich!» Erfolge wie bei Lonjezo werden nur durch tägliches Training erzielt, das die jeweiligen Eltern erbringen. Deshalb wird den Eltern beigebracht, selbstständig mit ihrem Kind die Übungen korrekt auszuführen. Voll Eifer macht Vater Alexis mit: «Ich freue mich so sehr, dass Lonjezo bald selbstständig stehen und gehen kann. Noch hat er mit der Balance etwas Probleme. Diese werden aber, hoffe ich, bald überwunden sein.» Und er fügt an: «Ich bin sehr dankbar, dass Macoha uns mit der Therapie und den Hilfsmitteln unterstützt. Niemals hätte ich all dies bezahlen können. Auch könnte mein Sohn ohne die Hilfe von Macoha heute nicht die Schule besuchen.»
Umfassende Inklusion
Fördernd für Lonjezos Entwicklung wirkt sich zudem aus, dass er von Gleichaltrigen akzeptiert und bei ihnen integriert ist. Häufig kommen sie nach den Physiotherapieübungen vorbei, um mit um zu spielen. Ganz zur Freude von Lonjezo, dem das Glück richtiggehend anzusehen ist.
Fachpersonen von CBM-geförderten Diensten versuchen, bei jedem Kind mit Behinderung eine umfassende Inklusion zu erreichen, gemeinsam mit der jeweiligen Familie. Diese hat auch hier eine Schlüsselrolle inne. Wird das Kind mit Behinderung von den eigenen Angehörigen miteinbezogen, fallen Barrieren wie Scheu, Furcht oder Vorurteile auch im nahen Umfeld. Gleichzeitig unterstützen CBM-Fachkräfte Schulen, Kinder mit Behinderungen aufzunehmen und angepasst zu unterrichten.
Wie Sie helfen können
Mit einem Betrag von 60 Franken sichern Sie einem Kind mit Behinderung einen Monat lang eine fördernde Therapie und Betreuung. Damit schenken Sie Bewegungsfreiheit und ein perspektivenreiches Leben.

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