Wirbelsturm und Dürre: CBM leistete Nothilfe in Simbabwe

Erst jahrelange Dürre, dann der verheerende Wirbelsturm Mitte März 2019, und danach erneut eine grosse Dürre. Besonders betroffen sind Familien von Menschen mit Behinderungen gewesen. Die CBM Schweiz leistete Nothilfe in Simbabwe.

Die internationale CBM-Föderation konzentrierte ihre Nothilfe auf die stark betroffenen Provinzen Masvingo und Manicaland in Simbabwe. Als Soforthilfe nach dem Wirbelsturm Idai verteilte die CBM mit ihrem lokalen Partner Jairos Jiri Association (JJA) monatlich dringend benötigte Nahrungsmittel und Güter des Grundbedarfs an betroffene Personen. Zudem erhielten Menschen mit Behinderungen und Verletzte Hilfsmittel wie Rollstühle oder Krücken, die infolge der Katastrophe beschädigt wurden oder die sie aufgrund ihrer Verletzungen gebraucht haben. JJA vermittelte auch physiotherapeutische Hilfe.

Cash Transfer, psychosoziale Hilfe und Wiederaufbau

Ab Juli 2019 wurde die Nothilfe auf sogenannte Cash Transfer umgestellt. Diese Geldzahlungen gingen an Familien, die vom Wirbelsturm oder der darauf folgenden Dürre betroffen gewesen sind. Cash Transfers sind eine in der humanitären Hilfe erprobte und wirkungsvolle Massnahme und vereinen viele Vorteile: Unter anderem sind sie schnell und sicher, sie wahren die Würde und Entscheidungsfreiheit der Menschen und sie stärken die auch während einer Krise funktionierenden lokalen Märkte. Dank diesen Geldzahlungen können sich die Familien in Not das ermöglichen oder kaufen, was sie am dringendsten benötigen. Insgesamt erreichte die erste Phase der CBM-Nothilfe 800 Haushalte mit Menschen mit Behinderungen und anderen verletzlichen Personen, beispielsweise Kleinkinder, schwangere Frauen oder ältere Menschen.

Zusammen mit JJA unterstützte die CBM bis Juni 2021 600 Familien dabei, ihre Lebensgrundlagen wiederaufzubauen. Der Wirbelsturm hatte ihre Ernte zerstört oder ihre Einkommensmöglichkeiten zunichte gemacht. Ausserdem sind weite Teile Simbabwes stark von einer neuerlichen Dürre betroffen gewesen. Das Wiederaufbauprojekt hat betroffenen Familien wiederum über Geldzahlungen ermöglicht, Saatgut und landwirtschaftliche Hilfsmittel zu kaufen oder dass sie ihre berufliche Tätigkeit weiterführen oder eine neue beginnen können. Durch Weiterbildungen haben die Familien dürreresistente Anbaumethoden kennengelernt.

Von der CBM unterstützt bildete ferner die einheimische Regional Psychosocial Support Initiative REPSSI lokale Pflegefachkräfte in der psychosozialen Hilfe aus. Durch die aufeinanderfolgenden und sich verstärkenden Katastrophen erlitten viele Menschen psychische Erkrankungen und Traumata. 

Nicht zuletzt förderte die CBM den Aufbau und die Arbeit von Selbsthilfegruppen. Indem letztere sich gleichberechtigt in Katastrophenschutz und Krisenbewältigung einbringen können, lassen sich die Massnahmen für sämtliche Menschen verbessern.

Immenser Bedarf an Hilfe

Am 14. März 2019 traf der Wirbelsturm Idai mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde in Mosambik auf Land und hat besonders in der Grossstadt Beira grosse Schäden hinterlassen. Ebenfalls hart getroffen wurde auch Simbabwe, in das der Wirbelsturm neben Malawi weiterzog. Ganze Dörfer sind komplett zerstört. Über 1'000 Menschen sind gestorben und Hunderttausende ohne Obdach. Nach Einschätzung der UNO ist es eine der schlimmsten Naturkatastrophen auf der Südhalbkugel. Circa drei Millionen Menschen sind ihr zufolge direkt vom Unglück betroffen gewesen. 

Nach dem Wirbelsturm ist der Osten Simbabwes zudem, wie bereits 2018, erneut von einer Dürre heimgesucht worden. Die Neusaat wächst kaum heran. Und der Wirbelsturm hatte Felder überschwemmt, mit Geröll bedeckt und Erdrutsche ausgelöst. In der Provinz Manicaland, überwiegend in den Distrikten Chimanimani und Chipinge, ist die Jahresernte vernichtet worden.

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