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Nepal

Ein Mädchen aus Nepal mit einer Beinprothese sitzt auf einer Matte vor einem Haus, neben ihr sitzt eine CBM-Helferin.
In Nepal werden Kinder dank CBM-Unterstützung vor bleibender Immobilität bewahrt.

Nepal ist ein Binnenland in Südasien. Es grenzt an die zwei bevölkerungsreichsten Staaten der Welt: an China im Norden und Indien im Westen, Süden und Osten. Im Norden und im Osten liegt ein grosser Teil des Himalaya-Gebirges, unter anderem der Mount Everest und sieben weitere der zehn höchsten Berge der Erde. Der tiefste Punkt dagegen liegt auf 70 Meter bei Kencha Kalan im Süden Nepals.

Von den 30 Millionen Nepalesinnen und Nepalesen lebt ein Viertel unterhalb der Armutsgrenze, das durchschnittliche Monatseinkommen beträgt 200 Franken. Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts liegt bei 7,5 Prozent pro Jahr, das Bevölkerungswachstum bei 1,1 Prozent. Nepal belegte beim Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index) im Jahr 2018 Rang 149 von 189 Staaten. Ein verheerendes Erdbeben forderte im April 2015 über 9'000 Tote, Tausende Verletzte und enorme Schäden.

CBM engagiert sich für bessere Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Das Wiederaufbauprogramm der CBM nach dem Erdbeben 2015 in Nepal wurde Ende 2018 abgeschlossen. Erkenntnisse aus diesem Programm sind in das nun laufende Landesprogramm 2019-2023 geflossen. Ziel des Landesplans ist es, in Zusammenarbeit mit Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheit, Bildung oder Lebensgrundlagen für alle Frauen, Männer, Mädchen und Jungen mit Behinderungen zu schaffen. Hierfür stärkt die CBM Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen und unterstützt die nepalesische Regierung besonders dabei, die Gesundheitsversorgung unter anderem für psychische Gesundheit zu verbessern und Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt zu berücksichtigen. 

In den zentralnepalesischen Bezirken Gorkha und Lamjung setzt die CBM zusammen mit einer Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit psychosozialen Behinderungen und der lokalen Regierung ein Projekt zur Stärkung der psychischen Gesundheitsversorgung um. Dadurch soll die Lebensqualität von Menschen mit psychosozialen Behinderungen erhöht werden.

In Nepal unterstützt und stärkt die CBM zudem eine Selbstvertretungsorganisation von Frauen mit Behinderungen sowie die Dachorganisation von Menschen mit Behinderungen in ihren Inklusionsbemühungen auf nationaler sowie lokaler Ebene. Durch politische Arbeit wird die Regierung zugunsten von Frauen mit Behinderungen sensibilisiert, und Frauen mit Behinderungen erhalten eine Ausbildung und Starthilfe für ihr eigenes Gewerbe.

Eine langjährige Partnerschaft pflegt die CBM mit dem kinderorthopädischen Spital HRDC, das viele Kinder vor bleibender Immobilität bewahrt. Der Partner INF betreibt gemeindenahe inklusive Entwicklung für Menschen mit Behinderungen in entlegenen Regionen und integriert damit Betroffene in das lokale Leben. 

Nepal in Kürze

Nepal ist geprägt von ethnischer und kultureller Vielfältigkeit mit über 100 verschiedenen ethnischen Gruppen und Kasten und über 124 Sprachen und Dialekten. Hinduismus, mit rund 80 Prozent Angehörigen, ist die am weitesten verbreitete Religion. Der Hinduismus war Staatsreligion, bis das Parlament sich nach der Entmachtung des Königs 2006 der Trennung von Staat und Religion bekannte. Weiter sind 9 Prozent der nepalesischen Bevölkerung Buddhisten, 4 Prozent Muslime und 1,4 Prozent Christen.

2007 wurde die Monarchie in Nepal abgeschafft und das Land im April 2008 offiziell zu einer konstitutionellen demokratischen Bundesrepublik erklärt. Jahrelang wartete die nepalesische Bevölkerung anschliessend auf eine neue Verfassung. Die neue Verfassung sieht die Aufteilung des Himalaya-Staats in sieben Provinzen vor. Vor allem die ethnischen Minderheiten der Tharu und Madhesi im Süden Nepals fühlen sich dadurch ausgegrenzt. Sie befürchten, durch den neuen Zuschnitt der Provinzen künftig noch weiter an den Rand gedrängt und nicht angemessen politisch repräsentiert zu werden. Das nepalesische Parlament wählte im August 2016 den Maoisten und Ex-Guerillero Pushpa Kamal Dahal zum Ministerpräsidenten. Er muss versuchen, die zerstrittenen Parteien und Landesgegenden im Land zusammenführen.

Wie Sie helfen können

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