Augengesundheit: Vermeidbare Blindheit bekämpfen

Die CBM leistet augenmedizinische Versorgung für blinde und sehbehinderte Menschen in Armutsgebieten. Dort tragen die Personen ein acht Mal höheres Risiko zu erblinden.

Wie viele Menschen leben mit einer Sehbehinderung? 

Weltweit leben mindestens 300 Millionen Menschen mit einer starken Sehbehinderung. 90% davon in den Armutsgebieten von Asien, Afrika und Lateinamerika.  Rund 43 Millionen Menschen sind ganz erblindet. Viele Menschen erblinden, weil sie nicht rechtzeitig behandelt werden.  Davon leben die meisten in Armutsgebieten. 

Weshalb erblinden mehr Menschen in Entwicklungsländern? 

Armut und Behinderung sind eng miteinander verknüpft: Armut erhöht das Risiko von Behinderung – und umgekehrt. Betroffene Familien können sich eine medizinische Augenbehandlung nicht leisten. Oft fehlt es auch an Sehhilfen wie Brillen oder Lupen. Hinzu kommt ein grosser Mangel an medizinischem Fachpersonal und vielfach fehlt die benötigte Infrastruktur.

 

Heri durfte ein «Wunder» erleben: In einer CBM-geförderten Augenklinik in Tansania wurde er vom angeborenen Grauen Star im rechten Auge befreit.

Was ist weltweit die häufigste Ursache für Erblindung?

(Quelle: International Agency for the Prevention of  Blindness)

 

Mit der CBM Sehkraft schenken

Dank Spenderinnen und Spendern wie Ihnen konnte die internationale CBM-Föderation im 
Jahr 2024: 

  • 1,4 Millionen Menschen an den Augen untersuchen und behandeln
  • 103'000 Operationen am Grauen Star durchführen
  • 14'100 Brillen und weitere Sehhilfen abgeben

 

Die Augengesundheit der CBM Schweiz

1. Prävention mit mobilen Augenteams

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO könnte weltweit 80 Prozent der Blindheit vermieden werden. Deshalb ist bei der CBM auch die Präventionsarbeit zentral. So führen die CBM-geförderten Kliniken regelmässig Reihenuntersuchungen in Dörfern und Schulen durch, um Sehbehinderungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Denn je früher sie erkannt werden, desto grösser sind die Heilungschancen. 

Durch Ausseneinsätze sollen Personen, welche Augenkrankheiten haben, möglichst frühzeitig identifiziert werden. 

2. Inklusive Augengesundheit

Weil weltweit nach wie vor zahlreiche Menschen keinen Zugang zu augenmedizinischen Diensten haben. Deshalb nimmt die inklusive Augengesundheit in der Arbeit der CBM einen wichtigen Platz ein. Augenmedizinische Dienstleistungen sollen für alle Menschen zugänglich sein. Die Inklusion aller Menschen in die Augengesundheitsversorgung kann beispielsweise erreicht werden:

  • durch Augenkliniken und Gesundheitsposten
  • Sensibilisierung von Fachkräften für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen
  • Integration der Augengesundheit in das staatliche Gesundheitssystem, indem vermehrt die Zusammenarbeit mit den Regierungen angestrebt wird

Eine Patientin kurz vor einer Augenoperation, welche durch die CBM ermöglicht wurde. Die Pflegefachfrau beruhigt sie. 

3. Unterstützung für unheilbar erblindete Menschen

Wer unheilbar blind ist, wird in Armutsgebieten oft vom täglichen Leben ausgeschlossen. Fachpersonen von CBM-Projektpartnern unterstützen blinde Menschen im Alltag: etwa Essen zubereiten oder sich selbständig orientieren. Gemeinsam mit Selbstvertretungsorganisationen sensibilisiert die CBM Behörden und Gemeinden und engagiert sich dafür, dass Menschen mit Sehbehinderungen Zugang zu Bildung, Arbeit, medizinischer Versorgung, politischer Teilhabe und staatlicher Finanzierung erhalten. Lehrpersonen aus Schule und Berufsschule werden ausserdem darin geschult, wie sie blinde Kinder unterrichten und fördern können. 

Die 20-jährige Shantona ist seit ihrer Geburt praktisch blind. Sie besuchte zuerst drei Jahre eine Spezialschule, wo sie unter anderem die Brailleschrift lernte, bevor sie in eine Regelschule eintrat. Heute ist sie eine der Klassenbesten.

Aktivitäten der CBM Schweiz für bessere Augengesundheit

 

Der Videobeitrag von SRF «mitenand» zeigt eine Augenoperationen in Madagaskar. Der Junge Gracy erkrankte am Grauen Star. Mit nur 180 Franken konnte der Junge operiert werden. Für die Familie, die 90 Franken im Monat verdient, wäre das ein Vermögen gewesen. 

Hilfe für sehbehinderte Menschen weltweit.

Im Bereich Augengesundheit helfen wir den Menschen in umfassender Weise mit:

Portät einer Augenärztin

Dr. Ute Dibb-Wiehler: Armutsblindheit in Simbabwe überwinden

Seit 14 Jahren arbeitet Dr. Ute Dibb-Wiehler an der Norton Klinik, im Zentrum Simbabwes, die von der CBM unterstützt wird. Was sie als Augenärztin erlebt, schildert sie im Interview.

Zur Seite Über uns

Heri möchte gerne Polizist werden.

Vor acht Jahren ist Heri auf einem Auge erblindet. Klar sieht er nur seine Zukunft, für die er neben guten Noten allerdings auch zwei gesunde Augen braucht.

 

Porträt von Dr. Anthony Maida

Dr. Anthony Maida: Frühgeborene Babys vor Blindheit bewahren

Dr. Anthony Maida behandelt in der bolivianischen Provinz Cochabamba frühgeborene Babys. Er verhindert bei ihnen das Ablösen der Netzhaut, was zu unheilbarer Blindheit führen würde. Gleichzeitig bildet er Gesundheitspersonal aus, darunter Pflegende und Ärzte von Geburtsabteilungen, Kinderärztinnen…

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