Laos

Laos ist der einzige Binnenstaat in Südostasien und wird von China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar umgeben. Der schmale Südteil von Laos liegt auf der Indochinesischen Halbinsel zwischen Vietnam im Osten, Kambodscha im Süden und Thailand im Westen. Der Nordteil des Landes liegt auf dem eigentlichen südostasiatischen Festland, hier teilt sich Laos zudem Grenzen mit Myanmar und der südchinesischen Provinz Yunnan. Der Mekong bildet auf einer Länge von etwa 1’000 Kilometern die Grenze zu Thailand und auch zu Myanmar. Insgesamt berührt er laotisches Territorium auf circa 1’900 Kilometern. Der grösste Teil des Landes entwässert somit in das Südchinesische Meer.

Laos belegte im Jahr 2013 Rang 139 von 187 Ländern beim Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index). Unter der absoluten Armutsgrenze von USD 1,25 pro Tag leben 22 Prozent der Bevölkerung.

CBM verbessert Augenmedizin und Orthopädie

Laos leidet nach wie vor an den Folgen des Indochinakrieges. Während Jahren warfen amerikanische Bomber Streubomben über dem Land ab. Noch heute verletzen sich Menschen an Blindgängern. Deshalb hat die orthopädische Medizin grosse Priorität in Laos. Die CBM bildet orthopädisches Fachpersonal weiter und verbessert so die Versorgung.

Ein Knabe aus Laos sitzt mit einer Beinprothese sitzt auf einem Sack Reis.
Aus dem Indochinakrieg übrig gebliebene Blindgänger fordern in Laos unzählige Verletzte. Deshalb setzt die CBM im südostasiatischen Land vor allem auf orthopädische Medizin.

Die CBM ist zudem im Bereich der Augenmedizin engagiert. Auch hier wird einerseits Fachpersonal ausgebildet. Dann ermöglicht die CBM aber auch, dass Kampagnen in abgelegenen Gebieten durchgeführt werden können, wo Fälle von vermeidbarer Blindheit erkannt und behandelt werden (vor allem Grauer-Star-Operationen).

Ein neues Programm wird in ländlichen Regionen die Gemeindeentwicklung derart fördern, dass die Inklusion der Menschen mit Behinderungen gesichert ist. Diese übernehmen selber Mitverantwortung in den lokalen Komitees und bestimmen mit über Schritte zu mehr Zugänglichkeit und Inklusion. Die Vorsorge künftiger Katastrophensituationen stellt ein wichtiges Element der Arbeit der lokalen Selbsthilfe dar.

Laos in Kürze

Laos ist ein Einparteienstaat. Die Laotische Revolutionäre Volkspartei hat 1975 die Macht ergriffen und regiert seither durch deren Parteivorsitzenden das Land, der gleichzeitig Staatsoberhaupt (Präsident) ist. Schwerwiegende wirtschaftliche Probleme haben die Regierung in Laos 1986 veranlasst, eine Öffnungs- und Reformpolitik einzuleiten, mit dem Ziel, von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft überzugehen. Begonnen wurde mit dem Aufbau von Institutionen, welche die Marktwirtschaft regeln, wie etwa das Rechts- und Verwaltungssystem. Seit 1991 gibt es eine Verfassung sowie ein Parlament (Nationalversammlung). In den 1990er-Jahren wuchs die Wirtschaft dann jährlich real um mehr als 6 Prozent.

Laos zählt zu den am wenigsten entwickelten Staaten (Rang 141 von 188 Ländern beim Index der menschlichen Entwicklung im Jahr 2015). Ziel der Regierung ist es, diesen Status mittels des Nationalen Sozialökonomischen Entwicklungsplans (NSEDP 2016-2020) bis 2020 abzulegen. Die Stärkung des Gesundheitssystems ist ein weiteres Ziel der Regierung. Um dies zu erreichen, hat das Gesundheitsministerium erst kürzlich eine umfassende Umstrukturierung des Gesundheitssektors vollzogen. Das laotische System ist geprägt von Bürokratie. Bei der Implementierung von Projekten und Programmen ist die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Gewalt unerlässlich.

Laos zählt ca. 6,9 Millionen Einwohner mit einer Fläche von 236'800 Quadratkilometern. Die Hauptstadt ist Vientiane mit knapp 200’000 Einwohnern. In Laos sind 80 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängig, viele der Haushalte betreiben Subsistenzwirtschaft. Unter der absoluten Armutsgrenze von USD 1,25 pro Tag leben 22 Prozent der Bevölkerung.

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