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Menschen mit Hörbehinderungen helfen

Ohrenoperationen und Hörhilfen sind nur einige der zahlreichen CBM-Massnahmen zugunsten von Menschen mit Hörbehinderungen. Die Hilfe wird in den Entwicklungsgebieten dringend benötigt.

Ein Mann untersucht das Ohr einer Frau aus Nepal, während andere Personen um sie herum warten.
Reihenuntersuchungen in Dörfern und Schulen helfen, Hörbehinderungen frühzeitig festzustellen und zu behandeln.

Rund 450 Millionen Menschen weltweit haben eine Hörbehinderung, 70 Millionen davon sind gehörlos. Von den 450 Millionen Personen leben gemäss Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO etwa 80 Prozent in Armutsgebieten. Die Ursachen für die Hörschädigungen sind vielfältig. Unzureichende Gesundheitsversorgung und Armut ziehen ebenfalls gravierende Folgen nach sich.

Hörbehinderung ist unsichtbar und wirkt sich verheerend aus: Gehörlose Kinder und Kinder mit schwachem Hörvermögen gelten als unbelehrbar, dumm, verstockt und rebellisch. Weil sie nicht oder kaum hören können, ist der kindliche Spracherwerb behindert, was die Entwicklung des Denkens beeinträchtigt. Als Erwachsene bleibt ihnen ein Dasein als Randständige in absoluter Armut.

Von der Ohrenbehandlung bis zur Unterstützung bei der Existenzgründung

Menschen mit Hörbehinderungen unterstützen wir auf diese Weise:

  • Untersuchungen
  • Behandlung ihrer Ohrenerkrankungen
  • Operationen
  • Hilfsmittel (z.B. Hörgeräte und Ohrpassstücke)
  • Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal
  • Rehabilitationsmassnahmen (z.B. Frühförderung)
  • Gebärdensprachetraining
  • Schul- und Berufsausbildung
  • Unterstützung bei der Existenzgründung

Im Jahr 2019 wurden dank der CBM-Hilfe 152'000 Menschen mit Hörbehinderungen behandelt sowie 401'000 weitere Menschen untersucht. 3'700 Hörhilfen sind abgegeben sowie 36'000 Menschen mit Hörbehinderungen eingliedernd gefördert worden.

Gehörlosigkeit und Hörschäden vermeiden

Laut WHO ist die Hälfte aller Gehörlosigkeit und Hörschäden vermeidbar. Daher setzt die CBM innerhalb ihrer Ohrenarbeit den Fokus auch auf die Vorsorge.

Im Präventionsbereich umfasst die CBM-Arbeit:

  • Reihenuntersuchungen in Schulen und Dörfern, damit Hörbehinderungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können
  • Reihenuntersuchungen von schwangeren Frauen, um Infektionen frühzeitig festzustellen und zu behandeln. So soll das Risiko vermindert werden, dass das Kind meiner einer (Hör-)Behinderung geboren wird
  • Ausbau der Geburtshilfe
  • Impfen von Kindern gegen Infektionen wie Röteln und Masern
  • Impfen von Frauen gegen Röteln
  • Aufklärung, damit die Personen keine hörschädigenden Medikamente einnehmen

Weltweit mehr Hörgeräte

Ein lachender Junge aus Sambia mit einem Hörgerät.
Zehn Jahre konnte Frank kaum etwas hören. Doch dann verändern zwei kleine Hörgeräte sein Leben.

Gemeinsam mit anderen Organisationen und der WHO hat die CBM die Kampagne WWHearing (Worldwide Hearing Care for Developing Countries/Weltweite Gesundheitsfürsorge für Menschen mit Hörbehinderungen in Entwicklungsländern) lanciert. Dadurch wollen wir erreichen, dass jede Person, die ein Hörgerät braucht, auch eines erhält. Denn von hundert benötigten Hörgeräten stehen höchstens zehn zur Verfügung, in Armutsgebieten gar nur drei. 

Durch ein CBM-gefördertes Projekt erhielt auch der zehnjährige Frank Hörgeräte. Von klein auf litt er an Mittelohrentzündungen. Weil sie nicht behandelt wurden, bildeten sich Löcher in den Trommelfellen: Bis die Ärztin in der CBM-geförderten Klinik seine Trommelfelle kostenlos operiert hat. Mit seinen neuen Hörgeräten steht ihm nun endlich auch die Schule offen: «Ich verstehe jetzt alle», ruft Frank begeistert.

Förderung von gehörlosen Kindern

Ein Mädchen aus Äthiopien spricht in Gebärdensprache.
Die CBM setzt auf die möglichst frühe Förderung der Gebärdensprache, damit gehörlose Kinder am Leben teilhaben können.

Die CBM unterstützt ebenso die sonderpädagogische und schulische Förderung von Kindern, deren Hörvermögen sich nicht verbessern lässt. So früh als möglich erhalten sie auf spielerische Weise ein Gebärdensprachtraining und je nach Resthörvermögen auch eine Sprechtherapie. Die Gebärdensprache ist für diese Kinder die eigentliche Muttersprache. Mittels dieser erlernen sie später auch die Schriftsprache. 

Die Kinder besuchen zunächst oft eine Spezialschule für gehörlose Kinder und treten später in eine Regelschule ein. Dort begleitet der jeweilige lokale CBM-Partner das Kind weiter, schult dessen Lehrpersonen, sorgt für Gebärdensprach-Dolmetscher – und sensibilisiert die Eltern und nahen Angehörigen. Sie erfahren, wie sie sich mit dem gehörlosen Kind verständigen können und erlernen einen Grundwortschatz in der Gebärdensprache. So kann ihr Kind am familiären und sozialen Leben teilhaben.

Auch für gehörlose erwachsene Personen bildet die Gebärdensprache ein wichtiges Instrument zur Verständigung und damit zur Teilhabe am Leben. Unterstützend wirken Selbsthilfegruppen und regelmässige Hausbesuche durch Fachpersonen der CBM-Partner. Indem Angehörige persönliche Stärken wertschätzen und fördern, wächst ein gesundes Selbstbewusstsein. 

Wie Sie helfen können

Unterstützen Sie Menschen mit Hörbehinderungen. Jeder Franken zählt!

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