Menschen mit Hörbehinderung helfen

Ohrenoperationen und Hörhilfen sind nur einige der zahlreichen CBM-Massnahmen zugunsten von hörbehinderten und gehörlosen Menschen. Die Hilfe wird in den Entwicklungsgebieten dringend benötigt.

Ein Mann untersucht das Ohr eines Kleinkindes.
Reihenuntersuchungen in Dörfern und Schulen helfen, Hörbehinderungen frühzeitig festzustellen und zu behandeln.

Rund 360 Millionen weltweit sind hörbehindert, 70 Millionen davon gehörlos. Dabei leben gemäss Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund 80 Prozent in den Entwicklungsgebieten. Die Ursachen für die Hörschädigungen sind vielfältig. Unzureichende Gesundheitsversorgung und Armut ziehen ebenfalls gravierende Folgen nach sich.

Hörbehinderung ist unsichtbar und wirkt sich verheerend aus: Gehörlose und schwerhörige Kinder gelten als unbelehrbar, dumm, verstockt und rebellisch. Weil sie nicht oder kaum hören können, ist der kindliche Spracherwerb behindert, was die Entwicklung des Denkens beeinträchtigt. Als Erwachsene bleibt ihnen ein Dasein als Randständige in absoluter Armut.

Von der Ohrenbehandlung bis zur Unterstützung bei Existenzgründung

Menschen mit Hörbehinderung unterstützen wir auf diese Weise:

  • Untersuchungen
  • Behandlung ihrer Ohrenerkrankungen
  • Operationen
  • Hilfsmittel (z.B. Hörgeräte und Ohrpassstücke)
  • Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal
  • Rehabilitationsmassnahmen (z.B. Frühförderung)
  • Gebärdensprachetraining
  • Schul- und Berufsausbildung
  • Unterstützung bei der Existenzgründung

Im Jahr 2016 sind dank der CBM-Hilfe 510’000 Ohrenpatienten behandelt und 5'700 Hörhilfen abgeben worden.

Gehörlosigkeit und Hörschäden vermeiden

Laut WHO ist die Hälfte aller Gehörlosigkeit und Hörschäden vermeidbar. Daher setzt die CBM innerhalb ihrer Ohrenarbeit den Fokus auch auf die Vorsorge.

Im Präventionsbereich umfasst die CBM-Arbeit:

  • Reihenuntersuchungen in Schulen und Dörfern, damit Hörbehinderungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können
  • Reihenuntersuchungen von schwangeren Frauen, um Infektionen frühzeitig festzustellen und zu behandeln. So soll das Risiko vermindert werden, dass das Kind meiner einer (Hör-) Behinderung geboren wird
  • Ausbau der Geburtshilfe
  • Impfen von Kindern gegen Infektionen wie Röteln und Masern
  • Impfen von Frauen gegen Röteln
  • Aufklärung, damit die Personen keine hörschädigenden Medikamente einnehmen

Weltweit mehr Hörgeräte

Ein lachender Junge aus Sambia mit einem Hörgerät.
Zehn Jahre konnte Frank kaum etwas hören. Doch dann verändern zwei kleine Hörgeräte sein Leben.

Gemeinsam mit anderen Organisationen hat die CBM die Kampagne WWHearing (Worldwide Hearing Care for Developing Countries/Weltweite Gesundheitsfürsorge für Hörgeschädigte in Entwicklungsländern) lanciert. Dadurch wollen wir erreichen, dass jede Person, die ein Hörgerät braucht, auch eines erhält. Denn von hundert benötigten Hörgeräten stehen höchstens zehn zur Verfügung.

Durch ein CBM-gefördertes Projekt erhielt zum Beispiel auch der zehnjährige Frank Hörgeräte. Denn von klein auf litt er an Mittelohrentzündungen. Weil sie nicht behandelt wurden, bildeten sich Löcher in den Trommelfellen: Bis die Ärztin in der CBM-geförderten seine Trommelfelle kostenlos operiert hat. Mit seinen neuen Hörgeräten steht ihm nun endlich auch die Schule offen: «Ich verstehe jetzt alle», ruft Frank begeistert.

Wie Sie helfen können

Bringen Sie Menschen das Hören zurück. Spenden Sie für Menschen mit Hörbehinderung. Jeder Franken zählt!

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