Kleines Startkapital für eine hoffnungsvolle Zukunft

«Betteln? Alles, aber nur das nicht.», sagt Arzouma Sorné. Der 31jährige ist seit früher Kindheit an beiden Beinen gelähmt. Aus Armut musste er seine Ausbildung abbrechen, viele rieten ihm zum Betteln. Doch seine Pflegeeltern stärkten stets sein Selbstvertrauen. Mit der Starthilfe der CBM legte er den Grundstein für ein eigenes Geschäft und ein selbstbestimmtes Leben.

Arzouma Sorné in seinem eigenen Laden, den er dank einem Startkapital von der CBM aufbauen konnte.

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Erfolgreich trotz allen Hindernissen

«Zu Beginn lief es nicht. Die Leute sagten, ich könne mich nicht einfach hinter ein Tischchen setzen. Ich solle hinaus und betteln gehen. Betteln? Alles, aber nur das nicht, antwortete ich. Zu betteln, das ging mir kein einziges Mal durch den Kopf.»

Knapp fünf Jahre alt, konnte sich Arzouma Sorné nach einer Erkrankung an Kinderlähmung kaum mehr bewegen. Zur selben Zeit verstarben kurz nacheinander seine Eltern. Er wurde von seiner Tante aufgenommen, obwohl sie bereits sechs eigene Kinder hat.

Sein Onkel half ihm und machte mit ihm regelmässig Bewegungsübungen. Nach und nach gelang es Arzouma, wieder selbständig zu sitzen, und sich mit den Armen über den Boden zu ziehen. Seine Beine blieben aber gelähmt.

Mit diesem kleinen Verkaufstisch fing alles an. Heute hat Arzouma Sorné einen ganzen Laden. 

Nach einem Jahr Selbständigkeit mithilfe der CBM konnte er sich ein Dreirad mit Handkurbel leisten.

Startkapital vom lokalen CBM-Partner

Trotz all dieser Hindernisse besuchte Arzouma die Schule weiter und schaffte sogar die Matura. Schon früh hat er eine Leidenschaft fürs Lesen entwickelt.

Dank der Unterstützung des lokalen CBM-Projektpartners OCADES hat Arzouma Sorné eine Ausbildung für den Aufbau eines eigenen Geschäftes erhalten und ein Startkapital von rund 200 Franken.

Damit hat er an der grossen Kreuzung seines Quartiers ein Tischchen aurgestellt und Schulmaterial angeboten: «So gut wie niemand hat mich gekannt. Verdient habe ich anfangs sehr wenig.», sagt er über seine Anfänge. 

«Heute führe ich mein eigenes Geschäft.»

Doch sein Geschäft lief immer besser. Schon bald konnte er einen eigenen Laden eröffnen: Arzouma Sorné freut sich darüber: «Ich danke Gott und bin sehr stolz auf mich. Wenn ich einmal krank bin, kann ich mir jetzt die Behandlung leisten, ich sorge selber für mein Essen, und ich habe sogar ein kleines Häuschen gekauft.»

Arzouma Sorné hat sich dank der Starthilfe nicht nur ein Geschäft aufgebaut, sondern sich auch einen Platz in der Gemeinschaft erarbeitet. Einst übersehen und ausgegrenzt, wird er heute von Kunden und Lieferanten respektiert und geschätzt.

Arzouma Sorné bei einer Tasse Tee mit seinen Kunden.

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CBM in Burkina Faso

In Burkina Faso leben Millionen Menschen in Armut. Wiederkehrende Dürren und anhaltende gewaltsame Konflikte treffen sie mit voller Wucht – über zwei Millionen sind aus dem Norden des Landes vertrieben worden. Für Menschen mit Behinderungen ist die Lage besonders schwierig. Ihr Leben ist oft akut gefährdet, Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben gehen verloren.

Das Projekt in dem Arzouma Sorné eine Starthilfe erhalten hat, liegt im Südosten von Burkina Faso, an der Grenze zu Ghana und Togo.
Die Projektmitarbeitenden helfen Menschen mit Behinderungen einen eigenen Lebensunterhalt aufzubauen. Zudem bilden sie Gesundheitspersonal in Augengesundheit weiter und schulen Behörden zu Inklusion. Alles mit dem Ziel, dass Gemeinden in Burkina Faso inklusiver werden.

Weitere Projekte der CBM Schweiz in Burkina Faso haben folgende Ziele:

  • Stärkung der Augengesundheit
  • Hilfe für Menschen mit Albinismus
  • Inklusive humanitäre Hilfe für Binnenflüchtlinge
  • Förderung der gemeindenahen psychischen Gesundheit

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite zum Landesprogramm von Burkina Faso:

 

Zum Landesprogramm

 

 

Der neue Laden von Arzouma Sorné.
Arzouma Sourné vor der Tür seines neuen Hauses.

 

 

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