Die Wende beginnt mit drei Ziegen

«Es ist ein gutes Gefühl, mitzuhelfen und Geld zu verdienen», sagt Khammai aus Laos. Der junge Mann mit einer körperlichen und psychischen Behinderung war vollständig von seinen Eltern abhängig. Nun hat sich sein Leben dank einer Starthilfe der CBM grundlegend verändert.

Familien mit Menschen mit Behinderungen benötigen eine Starthilfe.

«Für Familien wie unsere gibt es keine Kurse, keine Kredite, keine Jobs.»

Khammai Inthasaeng aus Laos kam viel zu früh zur Welt – und trägt bis heute die Folgen: eine körperliche und psychische Behinderung. Erst mit drei Jahren konnte er gehen, die Schule beendete er sogar erst mit 23 Jahren. 

Seine Eltern hatten Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Sie haben Mais angebaut, aber das reichte nicht zum Leben. Es fehlte an Wissen und auch an den Finanzen für eine Tierzucht.

Khammai konnte aufgrund seiner Behinderung nicht bei den Hofarbeiten helfen. Er hatte keine Aufgabe und keine Perspektive. Sein trostloser Alltag änderte sich, als ein Team des CBM-Partners ARMI sein Dorf besuchte - Dank Ziegen als Starthilfe.

Schulung in Ziegenzucht.

Im Projekt von ARMI erhalten Menschen mit Behinderungen eine Starthilfen zur Existenzsicherung: Zum Beispiel Aus- und Weiterbildungskurse, Tiere, Geräte und Material.

Khammais Familie wurde in der Ziegenzucht geschult und bekam zwei trächtige Ziegen und einen Bock. Seither kümmert sich Khammai um die Herde und hilft mit.

Die Starthilfe, die mit Hoffnung begann, ist erfolgreich

Die Herde hat sich von ursprünglich drei auf vierundzwanzig Ziegen vergrössert, und die Familie konnte ihre ersten Tiere verkaufen. Dank des erworbenen Wissens in der Ziegenhaltung sind die Tiere gesund, vermehren sich, und die Familie verfügt über ein gesichertes Einkommen.

Die Wende im Leben ist Tag für Tag spürbar.

Mit diesem neuen, stabileren Einkommen kann die Familie nun für die Zukunft planen. Sie beabsichtigen, ein grösseres Haus für ihre Herde zu bauen und sie sparen für den Fall, dass jemand in der Familie krank wird. Ausserdem haben sie zusätzlich einen Fischteich angelegt. Der Vater Hak hofft damit eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.

 

Helfen Sie mit einer Starthilfe, den Kreislauf von Armut und Behinderung zu durchbrechen.

Für Khammai hat dieses Projekt mehr als nur finanzielle Sicherheit gebracht: Es hat ihm Würde, ein Ziel und den Respekt seiner Gemeinschaft verliehen.

Allein in Laos verhilft CBM in diesem Jahr 250 Familien mit Starthilfen zu einem selbstständigen Lebensunterhalt. Insgesamt will die CBM 2‘000 Menschen in zehn Ländern dabei unterstützen, den Kreislauf von Armut und Behinderung zu durchbrechen.

Ihre Starthilfe ermöglicht die Wende zum Guten:

75 Franken

Z.B. für einen Ziegenbock

130 Franken

z.B. für zwei trächtige Ziegen

260 Franken

z.B. für Ausbildung und Startmaterial

Was erreicht das Projekt?

Ziel der Starthilfen: Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stärkung der Gemeinden und Familien mit Menschen mit Behinderungen im Distrikt Chomphet, Provinz Luang Prabang, Laos.

Das erreichen wir mit Ihrer Starthilfe:

  • 11'000 Personen haben Zugang zu würdigen öffentlichen sanitären Einrichtungen (sauberes Wasser und Latrinen).
  • 70 Prozent der Menschen mit Behinderungen haben ein gesteigertes Selbstvertrauen und nehmen aktiv an Gemeindeangelegenheiten teil.
  • 1'174 Haushalte haben ihre wirtschaftliche Situation verbessert; 100 Prozent der Menschen mit Behinderungen verfügen über ein eigenes Einkommen.
  • 220 Personen mit Behinderungen wurden erfolgreich Gesundheits- und Rehabilitationsdiensten zugeführt.

Das Projekt «Wirtschaftliche und gesellschaftliche Stärkung» führt die Association for Rural Mobilisation and Improvement (ARMI) durch, eine lokal verankerte Partnerorganisation der CBM.

 

Mehr zum Projekt

 

 

Khammaiy Inthasaeng ist heute glücklich und selbstbewusst. Er kann sich um die Ziegen kümmern und mithelfen.
Von drei auf 24 Ziegen. Stolz präsentiert Khammai Inthasaeng die erfolgreiche Ziegenzucht.
Neben den Ziegen und dem Fischteich hält die Familie Inthasaeng auch ein Schwein.
Seit die Familie Erfolg hat mit der Tierzucht haben sie immer genügend zu essen.
Die Familie Inthasaeng beim Essen. Dank der erfolgreichen Tierzucht gibt es immer genügend.
Neben der Tierzucht wurde die Familie von Khammai Inthasaeng auch beim Erstellen einer Fischzucht unterstützt. So können sie verschiedene Produkte verkaufen.
Ein Blick in den Ziegenstall von Khammai Inthasaeng: Die neugierigen Tiere sind wohlauf.

„Khammai soll weiterhin glücklich und selbstbewusst sein. Ich hoffe, dass er durch seine harte Arbeit immer für sich selbst sorgen kann.“

Tun Inthasaeng (55), Mutter von Khammai.

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