Grauer Star ist heilbar

Vor knapp 50 Jahren fand die erste durch die CBM geförderte Operation am Grauen Star statt. Seither hat die CBM mehr als 13 Millionen weitere Eingriffe durchgeführt. Und damit blinden Kindern und Erwachsenen das Augenlicht wieder geschenkt.

Der Graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine Augenkrankheit, bei der sich die Linse üblicherweise während Monaten eintrübt und immer lichtundurchlässiger wird – bis die betroffene Person nur noch Hell und Dunkel unterscheiden kann. Im schlimmsten Fall führt die Katarakt zur Erblindung.

Viele Kinder seit Geburt an Grauem Star erkrankt

Eine Gruppe von winkenden Menschen mit Augenklappen
Die CBM hat weltweit bereits mehr als 13 Millionen Operationen am Grauen Star ermöglicht!

Grauer Star tritt besonders im Alter auf. In Armutsgebieten gibt es jedoch zahlreiche Kinder, die seit ihrer Geburt an der Augenkrankheit leiden. Ursachen von Grauem Star können zum Beispiel eine Rötelninfektion der Mutter während der Schwangerschaft, Vererbung oder Mangelernährung sein.

Von den rund 39 Millionen blinden Menschen weltweit hat jeder Zweite wegen dieser Krankheit die Sehkraft verloren. Der Graue Star stellt damit die global häufigste Blindheitsursache dar. Dabei ist gerade diese Krankheit heilbar, schon durch einen kleinen Eingriff können Betroffene wieder sehen. In der Schweiz und in anderen Industrienationen wird der Graue Star in der Regel genug früh erkannt und behandelt, sodass einer Erblindung vorgebeugt werden kann. In Entwicklungsgebieten gestaltet sich die Lage anders: Viele Betroffene wissen dort gar nicht, woran sie erkrankt sind. Sie stellen bloss fest, dass sich ihr Augenlicht schleichend verschlechtert. Zudem ist der Routineeingriff in entlegenen Regionen mit schlechter ärztlicher Versorgung kaum durchführbar. Falls doch, können sich viele Menschen in Entwicklungsländern die Behandlung nicht leisten.

Operation und Prävention

Ein Knabe aus Indien schöpft mit den Händen Wasser aus einem Kessel und lächelt dabei.
Dank Grauer-Star-Operation ist Ganesh der Blindheit entkommen und kann endlich aus dem Vollen schöpfen. Foto: CBM/Cheli.

In CBM-geförderten Spitälern sind im Jahr 2016 weltweit 433’000 Operationen am Grauen Star durchgeführt worden, davon 11’749 an Kindern. Seit 1966, damals fand die erste durch die CBM ermöglichte Graue-Star-Operation statt, sind es bereits über 13 Millionen dieser Eingriffe. 

CBM-Partner führen nicht nur Operationen in ihren Kliniken durch. Sie organisieren auch Reihenuntersuchungen in weniger zugänglichen Gebieten. Mit mobilen Einrichtungen können sie auch im Rahmen solcher Feldkampagnen notwendige Eingriffe vornehmen. So erhalten Betroffene in Schulen und Dörfern Zugang zu der Behandlung, die sie benötigen. 

So auch der 11-jährige Ganesh, der mit seiner Familie in Nordindien lebt: Mitarbeitende der CBM-geförderten Klinik Sewa Sadan entdeckten bei einer Reihenuntersuchung in der Schule von Ganesh, dass er sehr schlecht sieht. Sie überwiesen ihn in die Klinik, wo die exakte Diagnose lautete: angeborener Grauer Star. Allerdings in einer seltenen Form, die von blossem Auge nicht sichtbar war. Nach der Operation strahlte Ganesh, und freute sich erstmals auf die Schule: endlich klar zu sehen und wie alle anderen schreiben, lesen und malen zu können!

Wieder sehen zu können, bedeutet für viele, zur Schule gehen oder wieder arbeiten zu können. Und so den Weg in ein selbstbestimmtes Leben einzuschlagen.

Wie Sie helfen können

Schenken Sie Augenlicht und damit neues Leben! Bei Kindern wird der Eingriff am Grauen Star unter Vollnarkose durchgeführt. Mit 180 Franken schenken Sie einem Kind die Sehkraft. Mit bloss 50 Franken ermöglichen Sie einer erwachsenen Person eine Graue-Star-Operation.

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