Anja Ebnöther: Geschäftsleiterin und engagierte Stimme für Inklusion

Anja Ebnöther kann auf 20 Jahre Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit zurückblicken. Unter anderem war sie in der Leitung des Geneva Centre for Security Sector Governance (DCAF) und leitete die Internationale Zusammenarbeit bei Caritas Schweiz. Geschäftsleiterin der CBM Schweiz ist sie seit Juni 2024. Was sie bewegt und motiviert, verrät sie im Interview.

Was begeistert Dich an der CBM?

Unsere Vision, dass Menschen mit Behinderungen ihre Rechte als Mitglieder der Gesellschaft leben und ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Und unsere Mission, gemeinsam mit betroffenen Menschen den Teufelskreis von Armut und Behinderung zu durchbrechen! Das spornt mich an.

Welche Deiner Erfahrungen findest Du für die CBM besonders nützlich?

Viele Facetten einer weltweit tätigen Organisation wie der CBM Schweiz habe ich schon miterlebt. Programmarbeit, die Erfolge im Feld, in der Öffentlichkeit die Arbeit bekannt zu machen, Advocacy, Fundraising, Kontakte mit privaten und institutionellen Geldgebern – diese Puzzle-Teile fügen sich jetzt in meiner Aufgabe als Geschäftsführerin der CBM Schweiz zu einem Ganzen zusammen.

Wo hast Du Inklusion bereits persönlich erlebt?

Mehrmals habe ich in meiner Familie erlebt, wie sehr eine körperliche Beeinträchtigung das Alltags- und Familienleben verändern kann. Eigene Sorgen treten in den Hintergrund. Den Liebsten zu ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu leben, ist sogar hier in der Schweiz nicht einfach, geschweige denn in Ländern mit grosser Armut.

Wie verbringst Du Deine Freizeit am liebsten?

Mich in der Natur zu bewegen, lässt mich meine Batterien aufladen. Gemeinsam mit Freunden oder der Familie über Gott und die Welt zu diskutieren, schärft mein eigenes Denken. Auf Reisen fremde Menschen und Kulturen kennenzulernen, erweitert meinen eigenen Horizont.

Augengesundheit ist einer der CBM-Pfeiler. Bist Du ein Augenmensch?

Absolut – das zeigt sich auch in meinem Hobby, der Fotografie. Doch wie sagte schon Antoine de Saint-Exupéry: «Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. » Daher versuche ich, alle meine Sinne einzusetzen und mit Herz und Verstand zu leben.

Welches Ziel hast Du bereits?

Zusammen mit meinem Leitungsteam, dem Vorstand sowie dem CBM-Verein möchte ich die CBM als eine für ihre inhaltliche Arbeit anerkannte und finanziell abgesicherte Organisation in die Zukunft führen. Wir machen einen Unterschied – dank einer treuen Spendenden-Gemeinde! Diese zu pflegen und weitere Mitmenschen davon zu überzeugen, unseren Einsatz für die am meisten Zurückgelassenen auch in der Zukunft zu gewährleisten, dafür setze ich mich ein!

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